Somatisch
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Somatisch bedeutet: „das, was sich auf den Körper bezieht; körperlich“. Der Begriff leitet sich vom griech. σῶμα, soma (Plural: somata) zur Bezeichnung des Körpers oder des Leibes ab. Somatogen meint demgegenüber „das, was sich vom Körper herleitet“, von ihm kommt oder aus ihm heraus – der wörtlichen Bedeutung der griechischstämmigen Silbe -gen entsprechend – entsteht und somit meist körperlich auch bedingt ist.
Die Bezeichnung „somatisch“ wird vor allem in der medizinischen Fachsprache gebraucht, um körperliche oder organische von psychischen Krankheiten und sog. funktionellen Beschwerden abzugrenzen. Von somatoformen Störungen ist die Rede, wenn keine organische Ursache für körperliche Beschwerden oder Symptome gefunden werden kann.
In der Neurologie bezeichnet der Ausdruck „Soma“ die skeletalen und muskulären Strukturen des Körpers, welche zumeist willkürlich innerviert sind. Im Gegensatz dazu steht der Ausdruck „Viszera“, welcher die nicht willkürlich innervierten Eingeweide bezeichnet.
Mit der Bezeichnung psychosomatisch werden in der Medizin Krankheitserscheinungen charakterisiert, bei denen Wechselwirkungen zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen angenommen werden oder wie etwa bei der Somatisierungsstörung als nachgewiesen gelten.
Die traditionelle chinesische Medizin betrachtet und behandelt Krankheiten somatopsychisch und ordnet seelischen Zuständen energetische Konfigurationen im Körper zu.
In der Biologie werden die Begriffe Soma, somatisches Gewebe und somatische Zellen benutzt, um Gewebe oder Zellen von den Keimzellen abzugrenzen. Alle Zellen, die nicht Keimzellen sind, sind dieser definitorischen Festlegung entsprechend somit somatische Zellen.

