Sonnenfackel

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Sonnenfackeln, auch als Faculae (lat. facula = kleine Fackel) oder Plages (französ. helle Strände) bezeichnet, sind Gebilde mit erhöhter Helligkeit und Temperatur auf der Sonne. Sie befinden sich typischerweise in der Nähe der Sonnenflecken und breiten sich flächig und in langen Lichtlinien in der Chromosphäre aus. Naturgemäß kann man sie besonders gut an den Randzonen der Sonnenscheibe beobachten, wo die Helligkeit der darunterliegenden Photosphäre schon gedämpft ist. Die mittlere Lebensdauer liegt bei etwa 15 Tagen; sie ist damit meist länger als die der zugehörigen Flecken, deren Entstehen sie oft einige Tage vorher anzeigen.

Am besten sind Sonnenfackeln im roten Licht der Wasserstoff-Spektrallinien zu sehen, aber auch in den Kalzium-Wellenlängen K2 und K3. Die fotografische Beobachtung erfolgt mittels Spektroheliogrammen.

Die genaue Erforschung dieser etwa 7000°C heißen Wolken begann in den 1950ern durch Ten Bruggencate und Otto Kiepenheuer. Letzterer nahm sie erstmals in verschiedenen Höhenniveaus auf und vermutete bereits, dass sie durch stark veränderliche Magnetfelder zum Leuchten angeregt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Kiepenheuer: Die Sonne (p.89-100). Verständliche Wissenschaft Band 68, Springer-Verlag, Berlin 1957
  • Allan Fallow et al.: Die Sonne (Kapitel Chromosphäre und p.37). Time-Life-Bücher, Amsterdam 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Sonnenfackel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen