Spörerminimum

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Sonnenfleckenaktivität der letzten 1.100 Jahre. Nach 20 bis 60 Jahren sind die durch die Maxima von Sonnenflecken hervorgerufenen Minima der C14-Entstehung mit Hilfe der Radiokohlenstoffmethode nachweisbar

Das Spörerminimum (nach dem deutschen Astronomen Gustav Spörer) ist eine Periode besonders geringer solarer Aktivität im Zeitraum zwischen 1420 und 1570 mit einem Schwerpunkt zwischen 1420 und 1550. Da der Zeitraum vor der Beobachtung von Sonnenflecken liegt, lässt sich das Minimum nur indirekt durch den C13-Gehalt in Baumringen dieser Periode nachweisen. Die Periode ging mit einem besonders kühlen Erdklima einher, wie beim Maunderminimum.

Weiter verschärft wurde die Situation in Europa durch Vulkanausbrüche in den 1430er Jahren und durch eine Seuche, womöglich die Pest. Die Winter waren besonders lang und kalt, die Kälte setzte bereits im Frühherbst wieder ein, so dass sich die Vegetationsperiode erheblich verkürzte. Dies galt besonders für die Jahre 1437 bis 1439, als umfangreiche Ernteausfälle in ganz Europa zu Teuerungen und Hunger führten.