Sprachgesetz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu staatlichen Sprachgesetzen siehe Sprachgesetz (Recht).

Sprachgesetze sind in der Sprachwissenschaft oder Linguistik allgemeine Aussagen über Zustände oder Veränderungsprozesse der Sprache.

Aus der Sicht der Quantitativen Linguistik handelt es dabei sich um Gesetze, die aus theoretischen Annahmen abgeleitet und empirisch hinreichend überprüft sind und mit anderen Gesetzen in Interaktion stehen. Man muss sie deutlich von Sprachregeln als empirischen Verallgemeinerungen unterscheiden. Wohl am bekanntesten ist das sogenannte Zipfsche Gesetz. Weitere Beispiele für solche Sprachgesetze finden sich im Artikel Quantitative Linguistik.

Lautgesetze dagegen erfüllen diese Bedingungen nur teilweise und sind eher empirische Verallgemeinerungen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gabriel Altmann: Sprachregeln und Erklärung. In: Linguistische Berichte 50, 1977, 31-37.
  • Gabriel Altmann: Sprachtheorie und mathematische Modelle. In: Christian-Albrechts-Universität Kiel, SAIS [= Seminar für Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft] Arbeitsberichte. H. 8, 1985, 1-13.
  • Karl-Heinz Best: Quantitative Linguistik. Eine Annäherung. 3., stark überarb. u. ergänzte Aufl. Peust & Gutschmidt, Göttingen 2006. ISBN 3-933043-17-4
  • Reinhard Köhler: Gegenstand und Arbeitsweise der Quantitativen Linguistik. In: Reinhard Köhler, Gabriel Altmann, Rajmund G. Piotrowski (Hrsg.): Quantitative Linguistik - Quantitative Linguistics. Ein internationales Handbuch. de Gruyter, Berlin/ New York 2005, S. 1-16. ISBN 3-11-015578-8
  • Reinhard Köhler: Synergetic Linguistics. In: Reinhard Köhler, Gabriel Altmann, Rajmund G. Piotrowski (Hrsg.): Quantitative Linguistik - Quantitative Linguistics. Ein internationales Handbuch. de Gruyter, Berlin/ New York 2005, S. 760-774. ISBN 3-11-015578-8

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Sprachgesetz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen