Spurlaut
Die Begriffe spurlaut oder fährtenlaut stammen aus der Jägersprache und beschreiben den auf der Spur oder Fährte des Wildes lautjagenden, also bellenden Jagdhund. [1]
Das Bellen hat einen besonderen Klang, der sich von dem normalen Gebell des Hundes unterscheidet. In der Regel ist der Spurlaut viel heller und mit Jaul- und Heullauten durchsetzt. Diese angeborene Eigenschaft des Jagdhundes ist für den Jäger ein Vorteil, da er am Gebell seines Hundes erkennen kann, wohin das Wild geflohen ist beziehungsweise wohin sein Hund läuft. Aus tierschützerischer Hinsicht verhindert eine frühe Wahrnehmung des laut jagenden Hundes durch das Wild außerdem Panikfluchten, da das Wild sich rechtzeitig vom Hund absetzen kann.
Für bestimmte Jagdhundrassen, wie Bracken und Stöberhunde, ist „spurlaut“ eine Bedingung für deren Brauchbarkeit und muss auf Eignungsprüfungen festgestellt werden. Bei Dackeln wird die bestandene Spurlautprüfung im Rahmen der Anlagengebrauchsprüfung oder Eignungsbewertung mit "Sp" im Stammbaum vermerkt. Sofern der Hund bei der Prüfung jünger als 15 Monate war, lautet der Eintrag "Sp/J" (J für Jugend).
Bellt der Hund, solange er flüchtendes Wild sieht, ist er sichtlaut. Hunde, die bellen, obwohl sie die Spur verloren haben oder keiner Spur und keinem Wild folgen, nennt man waidlaut. Diese sind damit für die Jagd wenig geeignet und werden von der Zucht ausgeschlossen.
Hundemeuten geben bei Reitjagden oder Parforcejagden ebenfalls typische Spurlaute von sich, die "Geläut" heißen. Erfahrene Jagdpferde kennen das Geläut und wissen, dass die Jagd weitergeht, sobald es ertönt.
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Richard Blase: Die Jägerprüfung in Frage und Antwort J. Neumann-Neudamm,Melsungen 1979, ISBN 3-7888-0297-9, S. 336