St.-Franziskus-Kirche (Riga)

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St.-Franziskus-Kirche
Conradin Kreutzers Grab auf dem Friedhof bei der St.-Franziskus-Kirche in Riga. Die Gartenlaube (1868)

Die St.-Franziskus-Kirche (lettisch: "Svētā Franciska Romas katoļu baznīca") ist eine römisch-katholische Kirche in der Moskauer Vorstadt von Riga.

Sie wurde aus leuchtend roten Ziegelsteinen im neugotischen Stil erbaut. Ihre Zwillingstürme ragen jeweils 58,4 Meter in den Himmel. Die Kirche befindet sich in der Nähe des Zentralbahnhofs und wurde 1890 eingeweiht. Sie ist von einem kleinen Park umgeben, in dem sich auch die Gebäude der Pfarrei und ein Priesterseminar befinden.

Bauwerk[Bearbeiten]

Der Vorgängerbau dieser Kirche war ein katholisches Bethaus, das der römisch-katholischen Bevölkerung Rigas Bestattungen erlaubte. 1888 wurde beschlossen, eine neue Kirche zu errichten, dies wurde initiiert von Franziskus Afanasovičs, der den Bauplan erstellte. Das Kirchen-Projekt wurde durch das Polytechnische Institut in Riga genehmigt und der Architektur-Student Florian von Viganovsky mit der Durchführung betraut.

Am 24. September 1889 wurde der Grundstein gelegt und die Kirche dem heiligen Franziskus geweiht. Der Bau des Daches der Kirche wurde im Jahr 1890 fertig. Ein Jahr später wurden die beiden Türme errichtet (Höhe: 60m), die Fassade gestaltet und nur ein weiteres Jahr später gab es eine neue zentrale Heizungsanlage.

Die Kirche wurde aus rotem Backstein (Breite: 43,35m, Länge: 22,5m) gebaut, die Türme nur aus Steinen errichtet. Fenster- und Türrahmen und Säulen verwenden gelbe Ziegel. Die Türme und das Dach sind mit verzinktem Eisen bedeckt.

In den 1930er Jahren wurde um die Kirche eine Mauer gebaut, die nun den Bereich des ehemaligen Friedhofs umgibt. In den 1960er Jahren fand in der Kirche eine Restaurierung statt, die sich am Zustand von 1900 orientierte. Die Zeichnungen der Prototypen wurden der Basilika des Franziskus von Assisi in Italien nachempfunden.

Auf dem Kirchhof befindet sich noch heute das Grab des Komponisten Conradin Kreutzer. Das ursprüngliche schlichte Kreuz wurde ersetzt durch ein Relief mit dem Abbild des Komponisten.

Weblinks[Bearbeiten]

56.94435724.136865Koordinaten: 56° 56′ 40″ N, 24° 8′ 13″ O