Stefan der Serbe

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Kir Stefan der Serbe (serbisch Стефан Србин/Stefan Srbin; * etwa 1360; † etwa 1430) war ein serbisch-orthodoxer Mönch. Als Schriftgelehrter komponierte er byzantinische Kirchenlieder in kirchenslawisch-altserbischer und griechischer Sprache.

Da bis zum Ende des 14. Jahrhunderts kein einziges serbisches Musikstück erhalten geblieben ist, zählen seine Werke zu den ältesten der serbischen Musikgeschichte. Zu seiner Person gibt es nur unzureichende Informationen. Andrija Jakovljević vertrat die Ansicht, dass er von 1360 bis 1430 in der Mönchsrepublik Athos, eventuell im Kloster Hilandar lebte. Andere Historiker gehen davon aus, dass er in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Smederevo lebte und mit dem in vorgefunden Handschriften jener Zeit erwähnten Stefan Domestik, einem Sohn des serbischen Despoten Đurađ, ein und dieselbe Person darstellte.

Zu seinem bedeutendsten Werk zählt das Lied Ninja sili nebesnije s nami nevidimo služet (serbisch-kyrillisch Ниња сили небесније с нами невидимо служет). Die einzige Handschrift dieses Liedes aus dem 15. Jahrhundert verbrannte während des Luftangriffs auf Belgrad durch die deutsche Luftwaffe im Jahr 1941.

Der Sänger Pavle Aksentijević stellt in verschiedenen Alben mehrere Werke Stefans vor.

Stefan der Serbe wurde 1980 im Grove Dictionary of Music and Musicians, vol. 18, London 1980, Seite 93 als historischer Musiker festgehalten.

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