Byzantinisches Reich

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Ostrom ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Ostrom (Begriffsklärung) aufgeführt.

Das Byzantinische Reich, verkürzt auch nur Byzanz oder (aufgrund der historischen Herkunft) das Oströmische Reich, war ein Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum. Es entstand in der Spätantike nach der Reichsteilung von 395 aus der östlichen Hälfte des Römischen Reiches und endete mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453. Das Reich erstreckte sich anfangs bis zur Arabischen Halbinsel und nach Nordafrika bis zum Atlantik, war aber seit dem 7. Jahrhundert weitgehend auf Kleinasien und Südosteuropa beschränkt und wurde von der Hauptstadt Konstantinopel (dem heutigen Istanbul, das auch Byzanz genannt wurde) aus regiert.

Der bekannte Byzantinist Georg Ostrogorsky charakterisierte das Byzantinische Reich als eine Mischung aus römischem Staatswesen, griechischer Kultur und christlichem Glauben.[1] Die von der Hauptstadt abgeleitete Bezeichnung Byzantinisches Reich ist nur in der modernen Forschung üblich, wurde aber nicht von den damaligen Zeitgenossen benutzt, die statt von „Byzantinern“ weiterhin von „Römern“ (in der modernen Forschung wiedergegeben als „Rhomäer“) oder (im lateinischen Westen) von „Griechen“ sprachen.

Überblick[Bearbeiten]

Die Gebietsveränderungen des Byzantinischen Reiches
  • Byzantinisches Reich
  • unter Kaiser Justinian I. zurückeroberte Provinzen des Weströmischen Reiches, das im 5. Jahrhundert untergegangen war.

In der modernen Forschung wird die Geschichte des Byzantinischen Reiches in drei Phasen unterteilt:

  • die spätantik-frühbyzantinische Zeit (spätes 3./frühes 4. Jahrhundert bis Mitte des 7. Jahrhunderts), in der das Reich als Osthälfte des Imperium Romanum noch deutlich antik-römisch geprägt war und als intakte Großmacht den gesamten östlichen Mittelmeerraum kontrollierte;
  • die mittelbyzantinische Zeit (ca. Mitte des 7. Jahrhunderts bis 1204/1261), in der sich das nun vollkommen gräzisierte Reich nach großen Gebietsverlusten wieder konsolidierte und immer noch ein wichtiger Machtfaktor war;
  • die spätbyzantinische Zeit (1204/1261 bis 1453), in der das Reich auf ein immer weiter zusammenschmelzendes Restreich schrumpfte und politisch keine Rolle mehr spielte.

Neben dieser traditionellen Periodisierung existieren auch teils davon abweichende Überlegungen; so setzt sich in der neueren Forschung zunehmend die Tendenz durch, die im engeren Sinne „byzantinische“ Geschichte erst ab dem späten 6. oder 7. Jahrhundert beginnen zu lassen und die Zeit davor noch der (spät-)römischen Geschichte zuzurechnen.[2] Allerdings ist diese Position nicht unumstritten.[3]

Die Geschichte des Byzantinischen Reiches war geprägt von einem beinahe ständigen Abwehrkampf an den Grenzen gegen äußere Feinde, der die Kräfte des Reiches erheblich beanspruchte. Dabei wechselten sich bis in die Spätzeit, als das Reich keine ausreichenden Ressourcen mehr hatte, Phasen der Expansion (nach den großen Gebietsverlusten im 7. Jahrhundert sind vor allem die Eroberungen im 10. und 11. Jahrhundert zu nennen) mit Phasen des Rückzugs ab. Im Inneren kam es (besonders bis ins 9. Jahrhundert) immer wieder zu unterschiedlich stark ausgeprägten theologischen Auseinandersetzungen sowie zu vereinzelten Bürgerkriegen, doch blieb das an römischen Strukturen orientierte staatliche Fundament bis ins frühe 13. Jahrhundert weitgehend intakt. Kulturell hat Byzanz der Moderne bedeutende Werke aus Literatur und Kunst hinterlassen. Byzanz hatte auch aufgrund des stärker bewahrten antiken Erbes eine diesbezüglich nicht unwichtige Mittlerrolle. Hinsichtlich der Christianisierung Osteuropas, bezogen auf den Balkanraum und Russland, war der byzantinische Einfluss ebenfalls von großer Bedeutung.

Begriffsbestimmung und Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Die Byzantiner – und die Griechen bis ins 19. Jahrhundert hinein – betrachteten und bezeichneten sich selbst als „Römer“ (Ῥωμαῖοι Rhōmaîoi, zeitgenössische Aussprache Romäi, siehe Rhomäer), das Wort „Griechen“ (Έλληνες Héllēnes/Éllines) wurde fast nur für die vorchristlichen, paganen griechischen Kulturen und Staaten verwendet. Um 1400 jedoch bezeichneten sich die Byzantiner zunehmend als „Hellenen“.

Die heute üblichen Bezeichnungen „Byzantiner“ und „Byzantinisches Reich“ sind modernen Ursprungs. Zeitgenossen sprachen stets von der Βασιλεία τῶν Ῥωμαίων Basileía tōn Rhōmaíōn/Vasilía ton Romäon ‚Reich der Römer‘ oder der Ῥωμαικὴ Αὐτοκρατορία Rhōmaikḗ Autokratoría/Romaikí Aftokratoría ‚Römische Selbstherrschaft‘, ‚Römisches Kaiserreich‘. Nach ihrem Selbstverständnis waren sie nicht die Nachfolger des Römischen Reiches – sie waren das Römische Reich. Deutlich wird dies auch dadurch, dass die Bezeichnungen „Oströmisches“ und „Weströmisches Reich“ modernen Ursprungs sind und es nach zeitgenössischer Auffassung nur ein Reich unter zwei Kaisern gab, solange beide Reichsteile existierten. Staatsrechtlich war das auch korrekt, da es keinen Einschnitt wie im Westen gegeben hatte und Byzanz in einem intakten, an die Spätantike erinnernden Zustand fortlebte, der sich erst nach und nach veränderte und zu einer Gräzisierung des Staates unter Herakleios führte. Allerdings war bereits vorher die vorherrschende Identität des Oströmischen Reiches griechisch. Altgriechisch und seit der Wende um 600 das Mittelgriechische, lautlich mit dem heutigen Griechisch schon fast identisch, ersetzte nicht nur seit Herakleios Latein als Amtssprache, sondern war auch die Sprache der Kirche, Literatursprache (bzw. Kultursprache) und Handelssprache.

Resultierend aus diesen Wurzeln war das Reich zunächst geprägt von hellenistischer Kultur, römischem Staatswesen und christlicher Religion. Das Oströmische und Byzantinische Reich verlor seinen römisch-spätantiken Charakter erst im Laufe der arabischen Eroberungen im 7. Jahrhundert. Es sah sich zeit seines Bestehens als unmittelbar und einzig legitimes, weiterbestehendes Römisches Kaiserreich und leitete daraus einen Anspruch auf Oberhoheit über alle christlichen Staaten des Mittelalters ab. Dieser Anspruch war zwar spätestens seit etwa dem Jahr 600 nicht mehr durchsetzbar, wurde aber in der Staatstheorie konsequent aufrechterhalten.

Politische Geschichte[Bearbeiten]

Die Spätantike: Das Oströmische Reich[Bearbeiten]

Hauptartikel: Spätantike
Kaiser Konstantin I. der Große

Die Wurzeln des Byzantinischen Reiches liegen in der römischen Spätantike (284 bis 641). Das Byzantinische Reich stellte keine Neugründung dar, vielmehr handelt es sich um die bis 1453 weiter existierende östliche Hälfte des 395 endgültig geteilten Römerreichs, also um die direkte Fortsetzung des Imperium Romanum. Die damit verbundene Frage, wann die byzantinische Geschichte konkret beginnt, ist nicht eindeutig zu beantworten, da verschiedene Ansätze möglich sind. Vor allem in der älteren Forschung wurde als Beginn oft die Regierungszeit Kaiser Konstantins des Großen (306 bis 337) angesehen. Zum einen begünstigte dieser als erster römischer Kaiser aktiv das Christentum (Konstantinische Wende). Zum anderen (und vor allem) schuf er die spätere Hauptstadt des Byzantinischen Reiches: Zwischen 325 und 330 ließ er die alte griechische Polis Byzanz großzügig ausbauen und benannte sie nach sich selbst in Konstantinopel um. Der alte Name „Byzanz“ lebte allerdings parallel dazu weiter und wurde in der Neuzeit rückblickend auf das ganze Reich ausgedehnt. Bereits zuvor hatten sich Kaiser Residenzen gesucht, die näher an den bedrohten Reichsgrenzen lagen und/oder besser zu verteidigen waren als Rom, das spätestens nach der kurzen Herrschaft des Kaisers Maxentius in der Regel nicht mehr Sitz der Kaiser, sondern nur noch ideelle Hauptstadt war. Allerdings erhielt Konstantinopel im Unterschied zu anderen Residenzstädten einen eigenen Senat, der unter Konstantins Sohn Constantius II. dem römischen formal gleichgestellt wurde. Mehr und mehr entwickelte sich die Stadt zum verwaltungsmäßigen Schwerpunkt des östlichen Reichsteils. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts kam sogar die Bezeichnung Nova Roma (Neues Rom) auf, im bewussten Gegensatz zur alten Hauptstadt, die allerdings weiterhin der Bezugspunkt der Reichsideologie blieb. Seit der Zeit des Kaisers Theodosius I. war Konstantinopel dann die dauerhafte Residenz der im Osten regierenden römischen Kaiser.

Rekonstruktion des von Konstantin I. eingeführten Labarums mit dem Christusmonogramm Chi-Rho

Nach Konstantins Tod 337 gab es zumeist mehrere Augusti im Imperium, denen die Herrschaft über bestimmte Reichsteile oblag. Dabei wurde allerdings zugleich die Einheit des Imperium Romanum nie in Frage gestellt, vielmehr handelte es sich um ein Mehrkaisertum mit regionaler Aufgabenteilung, wie es seit Diokletian üblich geworden war. Den Osten regierten Constantius II. (337 bis 361), Valens (364 bis 378) und Theodosius I. (379 bis 395). Nach dem Tod des Theodosius, der 394/395 als letzter Kaiser kurzzeitig faktisch über das gesamte Imperium herrschte, wurde das Römische Reich 395 erneut in eine östliche und eine westliche Hälfte unter seinen beiden Söhnen Honorius und Arcadius aufgeteilt. Solche „Reichsteilungen“ hatte es zwar schon oft gegeben, aber diesmal erwies sie sich als endgültig: Arcadius, der in Konstantinopel residierte, gilt daher manchen Forschern als erster Kaiser des Oströmischen beziehungsweise Frühbyzantinischen Reiches. Dennoch galten weiterhin alle Gesetze in beiden Reichshälften (sie wurden meist im Namen beider Kaiser erlassen), und der Konsul des jeweils anderen Teiles wurde anerkannt.

Die Reichsteilung von 395

Im späten 4. Jahrhundert, zur Zeit der beginnenden sogenannten Völkerwanderung, war zunächst die östliche Reichshälfte Ziel germanischer Kriegerverbände wie der West- und der Ostgoten. In der Schlacht von Adrianopel erlitt das oströmische Heer 378 eine schwere Niederlage gegen meuternde (West-)Goten, denen dann 382 von Theodosius I. südlich der Donau als formal reichsfremde foederati Land zugewiesen wurde. Seit Beginn des 5. Jahrhunderts richteten sich die äußeren Angriffe dann aber zunehmend auf das militärisch und finanziell schwächere Westreich, das zugleich in endlosen Bürgerkriegen versank, die zu einem langsamen Zerfall führten.[4] Im Osten konnte hingegen weitgehende innenpolitische Stabilität bewahrt werden. Nur vereinzelt musste sich Ostrom der Angriffe des neupersischen Sassanidenreichs erwehren, des einzigen gleichrangigen Konkurrenten Roms, mit dem aber zwischen 387 und 502 fast durchgängig Frieden herrschte. 410 wurde die Stadt Rom von meuternden westgotischen foederati geplündert, was eine deutliche Schockwirkung auf die Römer hatte, während die östliche Reichshälfte, abgesehen vom Balkanraum, weitgehend unbehelligt blieb und vor allem den inneren Frieden (pax Augusta) alles in allem wahren konnte. Ostrom versuchte mitunter durchaus, das Westreich zu stabilisieren. So wurde die erfolglose Flottenexpedition gegen die Vandalen 467/468 (siehe Vandalenfeldzug) wesentlich von Ostrom getragen. Doch letztlich war der Osten zu sehr mit der eigenen Konsolidierung beschäftigt, um den Verfall des Westreichs aufhalten zu können.

Im späteren 5. Jahrhundert hatte auch das Ostreich mit schweren Problemen zu kämpfen. Einige politisch bedeutsame Positionen wurden von Soldaten, nicht selten Männer „barbarischer“ Herkunft, dominiert (insbesondere in Gestalt des magister militum Aspar), die immer unbeliebter wurden: Es drohte die Gefahr, dass auch in Ostrom, so wie es bereits zuvor im Westen geschehen war, die Kaiser und die zivile Administration dauerhaft unter die Vorherrschaft mächtiger Militärs geraten würden. Unter Kaiser Leo I. (457–474) versuchte man daher, die vor allem aus foederati bestehende Gefolgschaft Aspars zu neutralisieren, indem man gegen sie insbesondere Isaurier, die Bewohner der Berge Südostkleinasiens waren, also Reichsangehörige, ausspielte. Leo stellte zudem eine neue kaiserliche Leibgarde auf, die excubitores, die dem Herrscher persönlich treu ergeben waren; auch unter ihnen fanden sich viele Isaurier. In Gestalt von Zeno konnte einer von ihnen 474 sogar den Kaiserthron besteigen, nachdem Aspar 471 ermordet worden war. Auf diese Weise gelang es den Kaisern zwischen 470 und 500 schrittweise, das Militär wieder unter Kontrolle zu bringen. Denn unter Kaiser Anastasios I. konnte dann bis 498 auch der gewachsene Einfluss der Isaurier unter großen Kraftanstrengungen wieder zurückgedrängt werden. In der neuesten Forschung (z. B. Brian Croke; Mischa Meier) wird dabei die Ansicht vertreten, dass die Ethnizität der Beteiligten bei diesem Machtkampf in Wahrheit eine untergeordnete Rolle gespielt habe: Es sei nicht etwa um einen Konflikt zwischen „Barbaren“ und „Römern“, sondern vielmehr um ein Ringen zwischen dem kaiserlichen Hof und der Armeeführung gegangen, in dem sich die Kaiser zuletzt durchsetzen konnten. Das Heer blieb zwar auch weiterhin von auswärtigen, oft germanischen, Söldnern geprägt; der Einfluss der Feldherren auf die Politik war fortan allerdings begrenzt, und die Kaiser gewannen wieder stark an Handlungsfreiheit.

Etwa zur gleichen Zeit endete im Westen das Kaisertum. Der machtlose letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus wurde im Jahr 476 von dem Heerführer Odoaker abgesetzt (der letzte von Ostrom anerkannte Kaiser war allerdings Julius Nepos, der 480 in Dalmatien ermordet wurde). Der Ostkaiser war fortan de iure wieder alleiniger Herr über das Gesamtreich, wenngleich die Westgebiete faktisch verloren waren. Die meisten Reiche, die sich nun unter Führung von nichtrömischen reges auf den Trümmern des zerfallenen Westreichs bildeten, erkannten den (ost-)römischen Kaiser aber lange Zeit zumindest als ihren nominellen Oberherrn an. Kaiser Anastasios I. stärkte um die Wende zum 6. Jahrhundert auch die Finanzkraft des Reiches, was der späteren Expansionspolitik Ostroms zugutekam.

Mosaikbild aus dem Altarraum von San Vitale in Ravenna, um 544/545. Die zu einer Gruppe von spätantiken Kaiserbildern gehörende Darstellung zeigt den amtierenden Kaiser Justinian mit seinem Gefolge.[5]

Im 6. Jahrhundert eroberten unter Kaiser Justinian (527–565) die beiden oströmischen Feldherren Belisar und Narses große Teile der weströmischen Provinzen – Italien, Nordafrika und Südspanien – zurück und stellten damit das Imperium Romanum für kurze Zeit fast in seinem alten Umfang wieder her. Doch die Kriege gegen die Reiche der Vandalen und Goten im Westen und gegen das mächtige Sassanidenreich unter Chosrau I. im Osten, sowie ein Ausbruch der sogenannten Justinianischen Pest, die ab 541 die ganze Mittelmeerwelt heimsuchte, zehrten erheblich an der Substanz des Reiches.[6] Während der Regierungszeit Justinians, der als letzter Augustus Latein zur Muttersprache hatte, wurde auch die Hagia Sophia erbaut, für lange Zeit die größte Kirche der Christenheit und der letzte große Bau des Altertums. Ebenso kam es 534 zur umfassenden und wirkmächtigen Kodifikation des römischen Rechts (das später so genannte Corpus iuris civilis). Auf dem religionspolitischen Sektor konnte der Kaiser trotz großer Anstrengungen keine durchschlagenden Erfolge erzielen. Die andauernden Spannungen zwischen orthodoxen und monophysitischen Christen stellten neben der leeren Staatskasse, die Justinian hinterließ, eine schwere Hypothek für seine Nachfolger dar. Justinians lange Herrschaft markiert eine wichtige Übergangszeit vom spätantiken zum mittelbyzantinischen Staat, auch wenn man Justinian, den „letzten römischen Imperator“ (G. Ostrogorsky), insgesamt sicherlich noch zur Antike zu zählen hat. Unter seinen Nachfolgern nahm dann auch die Bedeutung und Verbreitung der lateinischen Sprache im Reich immer weiter ab, und Kaiser Maurikios gab mit der Einrichtung der Exarchate in Karthago und Ravenna erstmals den spätantiken Grundsatz der Trennung von zivilen und militärischen Kompetenzen auf, wenngleich er im Kerngebiet des Reiches noch an der herkömmlichen Verwaltungsform festhielt.

Das Restaurationswerk Justinians I.

Ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts brachten leere Kassen und an allen Fronten auftauchende Feinde das Reich erneut in ernste Schwierigkeiten. In der Regierungszeit von Justinians Nachfolger Justin II., der 572 einen Krieg mit Persien provozierte und infolge seiner Niederlage einen Nervenzusammenbruch erlitt und dem Wahnsinn verfiel, besetzten die Langobarden bereits ab 568 große Teile von Italien. Währenddessen drangen die Slawen seit etwa 580 in den Balkanraum ein und besiedelten ihn bis zum Ende des 7. Jahrhunderts größtenteils. Mit dem gewaltsamen Tod des Kaisers Maurikios im Jahr 602, der 591 einen vorteilhaften Frieden mit den Sassaniden hatte schließen können und energisch gegen die Slawen vorgegangen war, eskalierte die militärische Krise. Seit 603 erlangten die sassanidischen Perser unter Großkönig Chosrau II. zeitweilig die Herrschaft über die meisten östlichen Provinzen. Bis 620 hatten sie sogar Ägypten und Syrien, und somit die reichsten oströmischen Provinzen, erobert, und standen 626 sogar vor Konstantinopel. Ostrom schien am Rande des Untergangs zu stehen, da auf dem Balkan auch die Awaren und ihre slawischen Untertanen auf kaiserliches Gebiet vordrangen. Begünstigt wurden diese Vorgänge noch durch einen Bürgerkrieg zwischen dem seit 602 regierenden Kaiser Phokas und seinem Rivalen Herakleios. Letzterer konnte sich im Jahr 610 durchsetzen und nach hartem Kampf auch die Wende im Krieg gegen die Perser herbeiführen. In mehreren Feldzügen drang er seit 622 auf persisches Gebiet vor und schlug ein sassanidisches Heer Ende 627 in der Schlacht bei Ninive entscheidend. Persien war nun auch an anderen Fronten bedroht; es schloss Frieden mit Ostrom, räumte die seit 603 eroberten Gebiete und versank aufgrund innerer Machtkämpfe bald im Chaos. Nach dieser gewaltigen Anstrengung waren die Kräfte des Oströmischen Reichs jedoch erschöpft. Die Senatsaristokratie, die ein wesentlicher Träger der spätantiken Traditionen gewesen war, war zudem bereits unter Phokas stark geschwächt worden.[7] Die Herrschaft über den größten Teil des Balkans blieb verloren.

Herakleios ließ den Sieg über die Perser und die Rettung des Imperiums dennoch aufwändig feiern. Doch der oströmische Triumph war von kurzer Dauer. Der militärischen Expansion der durch ihren neuen muslimischen Glauben angetriebenen Araber, die in den 630er-Jahren einsetzte, hatte das Reich nach dem langen und kräftezehrenden Krieg gegen Persien nicht mehr viel entgegenzusetzen. Herakleios musste erleben, wie die eben erst von den Sassaniden geräumten Orientprovinzen erneut verloren gingen; diesmal für immer. In der entscheidenden Schlacht am Jarmuk am 20. August 636 (?) unterlagen die Oströmer einem Heer des zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab, und der ganze Südosten des Reichs, einschließlich Syriens, Ägyptens und Palästinas, ging bis 642 verloren; bis 698 verlor man auch Africa mit Karthago.[8]

Die mittelbyzantinische Epoche[Bearbeiten]

Das 7. Jahrhundert: Vom Oströmischen zum Byzantinischen Reich[Bearbeiten]

Die Islamische Expansion:
  • Ausbreitung unter dem Propheten Mohammed, 622–632
  • Ausbreitung unter den vier „rechtgeleiteten Kalifen“, 632–661
  • Ausbreitung unter den Umayyaden, 661–750

Nach 636 stand Ostrom am Rand des Abgrunds. Im Gegensatz zu seinem langjährigen Rivalen, dem Sassanidenreich, das trotz heftiger Gegenwehr 642/651 unterging, konnte sich das Oströmische bzw. Byzantinische Reich aber immerhin erfolgreich gegen eine vollständige islamische Eroberung verteidigen. Die kaiserlichen Truppen, die bisher die vorderorientalischen Provinzen verteidigt hatten, mussten sich aber nach Kleinasien zurückziehen, das von arabischen Angriffen heimgesucht wurde (Razzien). Im Verlauf des 7. Jahrhunderts verlor Byzanz infolge der islamischen Expansion zeitweilig sogar die Seeherrschaft im östlichen Mittelmeer (Niederlage bei Phoinix 655) und konnte zudem auch Kleinasien nur mit Mühe halten, während auf dem Balkan Slawen und Bulgaren das Reich bedrängten und die kaiserliche Herrschaft hier auf einige wenige Orte begrenzten. So waren die Oströmer um 700 im Wesentlichen auf Kleinasien, das Umland der Hauptstadt, einige Gebiete in Griechenland sowie in Italien zurückgeworfen.

Was das Reich an Gebieten verlor, gewann es indes an innerer Gleichförmigkeit. Die antike Zivilisation war seit Jahrhunderten von der Existenz zahlreicher größerer und kleinerer Städte – póleis – geprägt gewesen; diese Zeit endete nun. Die meisten Städte wurden aufgegeben oder schrumpften auf die Größe von befestigten Dörfern, den sogenannten kastra. Die verlorenen südlichen und orientalischen Provinzen unterschieden sich kulturell erheblich vom Norden und gehörten seit dem 5. Jahrhundert mehrheitlich den orientalisch-orthodoxen, monophysitischen Kirchen an, die mit der griechisch-orthodoxen Kirche der nördlichen Provinzen seit 451 im Streit lagen. Dieser Konflikt war vielleicht einer der Gründe für die baldige Akzeptanz der neuen muslimischen Herren in Syrien und Ägypten (was aber in der neueren Forschung wieder stark umstritten ist). Der unter kaiserlicher Kontrolle verbliebene Norden des Reiches gelangte jedenfalls zu größerer Geschlossenheit und höherer Kampfbereitschaft. Der Preis für das Überleben war jedoch der dauerhafte Verlust von zwei Dritteln des Reiches und der meisten Steuereinkünfte.

Indem bereits Herakleios Griechisch, das in den verbliebenen Reichsgebieten ohnehin die dominierende Sprache war, zur alleinigen Amtssprache machte, vollzog er einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Byzantinischen Reich des Mittelalters. Viele Forscher sehen daher erst in diesem Kaiser, der den Titel Imperator ablegte und sich fortan offiziell Basileus nannte, zugleich den letzten (ost-)römischen und auch den ersten byzantinischen Kaiser. Einigkeit besteht darin, dass das 7. Jahrhundert insgesamt einen tiefen Einschnitt in der Geschichte des Reiches markiert.[9] Strittig ist nur, ob man die drei Jahrhunderte davor noch zur römischen oder bereits zur byzantinischen Geschichte zählen soll; indem man diese Zeit heute als Spätantike bezeichnet und als Transformationsepoche versteht, hat die Frage nach dem „Beginn“ von Byzanz aber erheblich an Relevanz eingebüßt. Fest steht, dass sich mit der oströmischen Geschichte bis Herakleios neben Byzantinisten auch viele Althistoriker befassen, nicht aber mit den folgenden Jahrhunderten, die das Arbeitsfeld der Byzantinistik darstellen.

Historische Karte des Byzantinischen Reiches vom 6. bis zum 9. Jahrhundert aus Droysens Historischem Handatlas, 1886

Die überkommenen spätantiken Strukturen von Staat und Gesellschaft waren der radikal veränderten Situation vielfach nicht mehr angemessen. Es verwundert ohnehin, dass Byzanz den nachfolgenden Jahrzehnte andauernden Kampf ums Überleben gegen eine enorme feindliche Übermacht überstand. Ein wichtiger Faktor dafür war – neben wiederholten innerarabischen Streitigkeiten und den geographischen Besonderheiten Kleinasiens – wohl das neue System von Militärprovinzen, der sogenannten Themen. Die Themen wurden sehr wahrscheinlich erst nach der Regierungszeit des Herakleios geschaffen (anders noch die ältere Forschung), um den ständigen Angriffen und dem Verfall des städtischen Lebens außerhalb der Hauptstadt zu begegnen. Insgesamt gilt für diese Phase: Tendenzen, die bereits seit langem vorhanden waren, kamen nach 636 in vielen Bereichen von Staat und Gesellschaft voll zum Tragen. Zugleich endeten zahlreiche Traditionsstränge – die spätantike Phase des Oströmischen Imperiums gelangte an ihr Ende, und es entstand das Byzantinische Reich des Mittelalters.

Die Zeit von der Mitte des 7. bis ins späte 8. Jahrhundert war weitgehend von schweren Abwehrkämpfen geprägt, in denen die Initiative fast ausschließlich bei den Feinden von Byzanz lag. Kaiser Konstans II. verlegte seine Residenz von 661 bis 668 ins sizilianische Syrakus, vielleicht, um von dort aus die Seeherrschaft gegen die Araber zu sichern, doch kehrten seine Nachfolger wieder in den Osten zurück. Im Jahr 681 musste Kaiser Konstantin IV. Pogonatos das neugegründete Bulgarenreich auf dem Balkan anerkennen. Um 678 kam es sogar zu einer ersten Belagerung Konstantinopels durch die Araber, die aber durch den Einsatz des sogenannten Griechischen Feuers, das sogar auf dem Wasser brannte, zurückgeschlagen werden konnten. Das Reich blieb in der Folgezeit auf Kleinasien beschränkt, hinzu kamen noch Gebiete auf dem Balkan und in Italien sowie bis 698 in Nordafrika.[10]

Das 8. und 9. Jahrhundert: Abwehrkämpfe und Bilderstreit[Bearbeiten]

Die Themen in den 650er-Jahren

Kaiser Justinian II., in dessen Regierungszeit Byzanz wenigstens teilweise wieder in die Offensive ging, war der letzte Monarch der herakleischen Dynastie. Im Rahmen einer später oft wiederholten Praxis wurden slawische Siedler vom Balkan nach Kleinasien deportiert und dort angesiedelt. Ziel war eine Stärkung der Grenzverteidigung, es kam in der Folgezeit aber auch immer wieder zu Desertionen; ebenso wurden teils Bevölkerungsgruppen von Kleinasien auf den Balkan transferiert. Justinian fiel 695 jedoch einer Verschwörung zum Opfer, wurde verstümmelt (ihm wurde die Nase abgeschnitten) und ins Exil geschickt, wo er eine Prinzessin aus dem Volke der turkischen Chasaren heiratete. Er gelangte schließlich mit bulgarischer Unterstützung wieder an die Macht, bevor er 711 umgebracht wurde.

Die wohl bedrohlichste Belagerung Konstantinopels durch die Araber fand 717–718 statt; nur dank der Fähigkeiten Kaiser Leos III., der erfolgreichen Flottenoperationen (wobei die Byzantiner wieder das Griechische Feuer einsetzten) und eines extrem harten Winters, der den Arabern schwer zu schaffen machte, konnte sich die Hauptstadt halten. 740 wurden die Araber bei Akroinon von den Byzantinern entscheidend geschlagen. Wenngleich die Abwehrkämpfe gegen die Araber weitergingen, war die Existenz des byzantinischen Reiches nun nicht mehr ernsthaft von den Arabern gefährdet. Auf dem Balkan befand sich Byzanz währenddessen in schwere Kämpfe mit den Slawen verwickelt, die nach dem Zerfall des Awarenreiches in die byzantinischen Gebiete einrückten. Weite Teile des Balkans waren dem byzantinischen Zugriff entzogen, doch gelang es in der Folgezeit Griechenland, nach und nach von den Slawen Gebiete zurückzugewinnen, die seit dem 7. Jahrhundert in die Sklaviniai eingezogen waren. Dafür erwuchs dem Reich ein neuer Gegner in Gestalt der Bulgaren, die nun erfolgreich eine eigene Staatsbildung anstrebten.

Solidus mit dem Bildnis von Leo III. und seinem Sohn Konstantin V.

Kaiser Leo III. soll 726 den sogenannten Bilderstreit entfacht haben, der über 110 Jahre andauern sollte und mehrmals Bürgerkriege aufflackern ließ.[11] Allerdings sind die Schriften der bilderfeindlichen Autoren nach dem Sieg der Ikonodulen vernichtet worden, sodass die Quellen für diese Zeit fast ausschließlich aus der Perspektive des Siegers geschrieben wurden und dementsprechend problematisch sind. Ausgelöst durch einen Vulkanausbruch in der Ägäis habe demnach Leo 726 die Christus-Ikone über dem Chalketor am Kaiserpalast entfernt. In der neueren Forschung wird dies bisweilen bezweifelt, denn aufgrund der tendenziösen Quellen sei oft unklar, welche Schritte Leo genau unternommen hat; eventuell seien spätere Handlungen in die Zeit Leos projiziert worden. Insofern kann nicht einmal eindeutig geklärt werden, wie scharf ausgeprägt Leos Bilderfeindschaft tatsächlich gewesen ist.[12] Leo und seine direkten Nachfolger sind aber anscheinend keine Anhänger der Ikonenverehrung gewesen. Ihre militärischen Erfolge ermöglichten es diesen Kaisern offenbar, ohne größeren Widerstand Ikonen (die in der Ostkirche allerdings damals noch keine so große Rolle wie heute spielten) durch Kreuzesdarstellungen zu ersetzen, die von allen Byzantinern anerkannt werden konnten. Dass die Abkehr von der Bilderverehrung durch Einflüsse aus dem islamischen Bereich angeregt wurde, wird heute oft sehr skeptisch gesehen. Denn die ikonoklastischen Kaiser waren auch überzeugte Christen, die eben deshalb die Ikonen ablehnten, weil sich ihrer Meinung nach das göttliche Wesen nicht einfangen ließ. Zudem war das Kreuz, das die Ikonen ersetzen sollte, im islamischen Bereich geächtet. Die moderne Forschung geht auch nicht mehr davon aus, dass Leo ein regelrechtes Bilderverbot erließ oder dass es gar zu schweren Unruhen kam, wie die späteren ikonodulen Quellen unterstellen. Offenbar wurde diese erste Phase des Bilderstreits nicht mit der Härte geführt wie die zweite Phase im 9. Jahrhundert.[13]

Leo führte im Inneren mehrere Reformen durch und war auch militärisch sehr erfolgreich. So ging er in Kleinasien offensiv gegen die Araber vor, wobei sein Sohn Konstantin sich als fähiger Kommandeur erwies. Als Konstantin seinem Vater schließlich 741 als Konstantin V. auf den Thron nachfolgte, schlug er den Aufstand seines Schwagers Artabasdos nieder. Konstantin war ein Gegner der Bilderverehrung und schrieb zu diesem Zweck sogar mehrere theologische Abhandlungen. Durch das Konzil von Hiereia 754 sollte die Bilderverehrung auch formal abgeschafft werden, doch ergriff Konstantin nur wenige konkrete Maßnahmen und verbot sogar explizit Vandalismus kirchlicher Einrichtungen. Obwohl militärisch sehr erfolgreich (sowohl gegen Araber als auch gegen die Bulgaren), wird Konstantin in den erhaltenen byzantinischen Quellen als grausamer Herrscher beschrieben – zu Unrecht und offenbar aufgrund seiner Einstellung gegen die Ikonen.[14] Denn andere Quellen belegen nicht nur seine relative Beliebtheit in der Bevölkerung, sondern auch sein immenses Ansehen im Heer. Innenpolitisch führte Konstantin mehrere Reformen durch und scheint eine eher gemäßigte bilderfeindliche Politik betrieben zu haben. Mehrere politische Gegner, die der Kaiser bestrafen ließ, wurden wohl erst im Nachhinein zu Märtyrern verklärt, die angeblich wegen ihrer bilderfreundlichen Position getötet wurden. Konstantin war also kein gnadenloser Bilderstürmer, wie in der älteren Forschung mit Bezug auf die ikonodulen Berichte angenommen wurde.[15]

Konstantins religionspolitischem Kurs folgte auch sein Sohn Leo IV., doch dieser musste sich mehrerer Umsturzversuche erwehren und starb nach nur fünfjähriger Herrschaft 780. Für seinen minderjährigen Sohn Konstantin VI. übernahm dessen Mutter Irene die Regentschaft; bald allerdings zeigte sich, dass diese nicht beabsichtigte, die Macht abzugeben.[16] Konstantin wurde später geblendet und starb an den Folgen. Irene betrieb wieder eine bilderfreundliche Politik. Unter ihrer Herrschaft erlebte der universale Anspruch des byzantinischen Kaisertums mit der Kaiserkrönung Karls des Großen schweren Schaden. 802 wurde Irene, die politisch eher ungeschickt agiert hatte, gestürzt, womit die durch Leo III. begründete Syrische Dynastie (nach dem Herkunftsland Leos III.) endete.

Außenpolitisch war auf dem Balkan gegen die Bulgaren vorerst wenig auszurichten. 811 wurde sogar ein byzantinisches Heer unter Führung Kaiser Nikephoros’ I. durch den Bulgarenkhagan Krum vernichtet, Nikephoros fiel im Kampf. Erst Leo V. konnte sich mit Khan Omurtag vertraglich einigen. Leo V. war es auch, der 815 erneut einen bilderfeindlichen Kurs einschlug und so die zweite Phase des Ikonoklasmus einleitete. Im 9. und vor allem im 10. Jahrhundert wurden einige bedeutende außenpolitische Erfolge erzielt, auch wenn unter der amorischen Dynastie (ab der Thronbesteigung Michaels II. 820) Byzanz zunächst Gebietsverluste hinnehmen musste (Kreta und Sizilien an die Araber). Unter Michaels Sohn und Nachfolger, Theophilos, kam es schließlich zu einem letzten Aufflackern des Bilderstreits, welcher aber unter Michael III. (842–867), dem letzten Kaiser der Amorischen Dynastie, 843 endgültig überwunden wurde. In Michaels Regierungszeit vollzog sich die Annahme des Christentums durch die Bulgaren – und zwar in dessen östlicher Form, womit die byzantinische Kultur, die nun immer mehr aufblühte, auch zur Leitkultur für das Bulgarische Reich wurde. Der Bilderstreit wurde endgültig beendet, während in Kleinasien mehrere Siege über die Araber gelangen. Flottenexpeditionen nach Kreta und sogar Ägypten wurden unternommen, blieben aber erfolglos. Byzanz hatte die Phase der reinen Abwehrkämpfe damit überwunden.

Die makedonische Dynastie[Bearbeiten]

Themeneinteilung um 950

Michael erhob 866 Basileios zum Mitkaiser, doch ließ Basileios Michael im folgenden Jahr ermorden, bestieg selbst den Thron und begründete damit die Makedonische Dynastie. Michaels Andenken wurde stark verunglimpft – zu Unrecht, wie die neuere Forschung betont. Kulturell erlebte Byzanz jedoch wieder eine neue Blüte (sogenannte Makedonische Renaissance) wie etwa zur Zeit Konstantins VII., der von Romanos I. Lakapenos zunächst von den Regierungsgeschäften ausgeschlossen worden war. Außenpolitisch gewann das Reich zudem nach und nach an Boden: Unter Nikephoros II. Phokas wurde Kreta zurückerobert; die Grenzsicherung im Osten lag nun weitgehend in den Händen der Akriten. Johannes I. Tzimiskes, der wie Nikephoros II. nur als Regent für die Söhne Romanos’ II. regierte, weitete den byzantinischen Einfluss bis nach Syrien und kurzzeitig sogar bis nach Palästina aus, während die Bulgaren niedergehalten wurden. Byzanz schien wieder auf dem Weg zur regionalen Hegemonialmacht zu sein.

Das Reich in seinem Machtzenit in der mittelbyzantinischen Zeit in den Grenzen beim Tode des Kaisers Basileios II. im Jahr 1025 (einschließlich „Protektorate“[17])

Das Reich erreichte unter den makedonischen Kaisern des 10. und frühen 11. Jahrhunderts seinen Machthöhepunkt. Durch die im Jahr 987 vollzogene Heirat der Schwester von Kaiser Basileios II. mit dem ruthenischen Großfürsten Wladimir I. breitete sich der orthodoxe Glaube allmählich auf dem Gebiet der heutigen Staaten Ukraine, Weißrussland und Russland aus. Die russische Kirche unterstand dem Patriarchen von Konstantinopel. Basileos II. eroberte in jahrelangen Kämpfen das Erste Bulgarische Reich, was ihm den Beinamen Bulgaroktónos („Bulgarentöter“) einbrachte. Im Jahr 1018 wurde Bulgarien eine byzantinische Provinz, und auch im Osten wurde Basileios expansiv tätig.[18]

Trotzdem durchlief das Byzantinische Reich bald darauf eine Schwächeperiode, die in hohem Grade durch das Wachstum des Landadels verursacht wurde, der das Themensystem untergrub. Ein Problem dabei war, dass das stehende Heer durch teils unzuverlässige Söldnerverbände ersetzt wurde und ersetzt werden musste (was sich 1071 in der Schlacht bei Manzikert gegen türkische Seldschuken bereits bitter rächen sollte). Bloß mit seinen alten Feinden, wie dem Kalifat der Abbasiden konfrontiert, hätte es sich vielleicht erholen können, aber um die gleiche Zeit erschienen neue Eindringlinge: die Normannen, die Süditalien eroberten (Fall von Bari 1071), und die Seldschuken, die hauptsächlich an Ägypten interessiert waren, aber auch Raubzüge nach Kleinasien, dem wichtigsten Rekrutierungsgebiet für die byzantinische Armee, unternahmen. Nach der Niederlage von Kaiser Romanos IV. im Jahr 1071 bei Mantzikert gegen Alp Arslan, den seldschukischen Sultan, ging der Großteil Kleinasiens verloren, unter anderem auch, da innere Kämpfe um den Kaiserthron ausbrachen und keine gemeinsame Abwehr gegen die Seldschuken errichtet wurde. Die bedeutendste Provinz ging aber nicht unmittelbar nach der Niederlage verloren, vielmehr begann der Einfall der Seldschuken erst drei Jahre danach, als der neue Kaiser sich nicht an die Abmachungen hielt, die zwischen Romanos VI. und dem Sultan getroffen worden waren. Dies lieferte den Seldschuken einen Vorwand zur Invasion.

Die Zeit der Komnenenkaiser[Bearbeiten]

Kaiser Alexios I. Komnenos
Das Byzantinische Reich um 1081, nach der türkisch-seldschukischen Landnahme Kleinasiens, die der byzantinischen Niederlage bei Manzikert 1071 gefolgt war

Das nächste Jahrhundert der byzantinischen Geschichte wurde durch die Dynastie Alexios I. Komnenos, geprägt, der 1081 an die Macht gelangte und anfing, die Armee auf Basis eines Feudalsystems wiederherzustellen. Es gelangen ihm bedeutende Fortschritte gegen die Seldschuken und auf dem Balkan gegen die ebenfalls turkvölkischen Petschenegen. Sein Ruf nach westlicher Hilfe brachte ungewollt den Ersten Kreuzzug hervor, denn statt der Söldner, um die der Kaiser gebeten hatte, kamen selbstständige Ritterheere, die unabhängig von seinen Befehlen agierten.[19] Alexios verlangte zwar, dass jeder der Kreuzfahrerfürsten, der mit seinem Heer durch Byzanz zu ziehen gedachte, ihm den Lehenseid leisten sollte. Doch obwohl diese Unterwerfung von den meisten Kreuzfahrerfürsten akzeptiert und der Lehenseid geleistet wurde, vergaßen sie den Schwur gegenüber Alexios recht bald.

Weiterhin gestalteten sich die Beziehungen nach dem Ersten Kreuzzug, in dessen Verlauf es bereits zu jenen Spannungen gekommen war, zunehmend feindselig. Für weiteren Konfliktstoff sorgte der Briefwechsel zwischen dem fatimidischen Herrscher Ägyptens und dem byzantinischen Kaiser Alexios. In einem Brief, den Kreuzfahrer zu lesen bekamen, distanzierte sich Kaiser Alexios ausdrücklich von den lateinischen Eroberern des Heiligen Landes, was verständlich war angesichts der traditionell guten und strategisch wichtigen Beziehungen zwischen den Fatimiden und Byzanz, aber auch dadurch begründet war, dass den Byzantinern das Konzept eines „Heiligen Krieges“ eher fremd war.

Ab dem 12. Jahrhundert wurde paradoxerweise die Republik Venedig – einst bis etwa ins 9. Jahrhundert selbst ein Vorposten byzantinischer Kultur im Westen – zu einer ernsten Bedrohung für die Integrität des Reiches. Die gegen militärische Unterstützung beim Kampf gegen Normannen und Seldschuken verliehenen Handelsvorrechte versuchte Manuel durch Verhaftung aller Venezianer zurückzunehmen. In ähnlicher Weise versuchten die Kaiser gegen die übrigen italienischen Händler vorzugehen. 1185 wurden zahlreiche Lateiner in einem pogromartigen Massaker umgebracht. Im selben Jahr erhoben sich die Bulgaren nördlich des Balkangebirges unter der Führung der Asseniden und konnten 1186 das zweite bulgarische Reich errichten. Dennoch erlebte Byzanz in dieser Zeit auch eine kulturelle Blüte. Unter Kaiser Johannes II. Komnenos (1118–1143), dem Sohn des Alexios I., und dessen Sohn Manuel I. Komnenos (1143–1180) gelang es, die byzantinische Stellung in Kleinasien und auf dem Balkan zu festigen.[20] Manuel I. Komnenos hatte sich nicht nur mit den Angriffen des normannischen Königreiches in Süditalien und dem Zweiten Kreuzzug (1147–1149) auseinanderzusetzen, er betrieb auch eine ehrgeizige Westpolitik, die auf territoriale Gewinne in Italien und Ungarn abzielte; dabei geriet er auch in Konflikt mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Im Osten konnte er gegen die Seldschuken Erfolge erzielen. Sein Versuch, ihr Reich völlig zu unterwerfen, endete allerdings in der Niederlage bei Myriokephalon 1176.

Das Byzantinische Reich am Ende der komnenischen Periode in den Grenzen von 1185

In der Folge konnten die Seldschuken ihre Macht auf die benachbarten muslimischen Reiche (unter anderem das Reich der ebenfalls türkischen Danischmenden) in Kleinasien und auch gegen Byzanz zur Mittelmeerküste hin ausdehnen. Andronikos I., der letzte Komnenenkaiser, errichtete eine kurze, aber brutale Schreckensherrschaft (1183–1185), in deren Folge aber auch das von Alexios I. begründete Regierungssystem, das vor allem auf der Einbindung der Militäraristokratie beruhte, zusammenbrach. Damit verkamen auch die schlagkräftigen und straff organisierten Streitkräfte, mit denen das Reich unter Alexios, Johannes und Manuel ein letztes Mal erfolgreich in die Offensive gegangen war.

Das Reich wurde unter den nachfolgenden Kaisern aus dem Hause der Angeloi von schweren inneren Krisen erschüttert, die schließlich dazu führten, dass sich Alexios IV. an die Kreuzfahrer wandte und sie dazu bewog, für ihn und seinen Vater um den Thron zu kämpfen. Als die erhoffte Bezahlung ausblieb, kam es zur Katastrophe: Unter dem Einfluss Venedigs eroberten und plünderten die Ritter des vierten Kreuzzugs 1204 Konstantinopel und gründeten das kurzlebige Lateinische Kaiserreich. Dies bewirkte eine dauerhafte Schwächung der byzantinischen Macht und sorgte dafür, dass sich die Kluft zwischen den orthodoxen Griechen und den katholischen Lateinern weiter vertiefte.

Die spätbyzantinische Zeit[Bearbeiten]

Das Staatswappen des Byzantinischen Reiches unter den Palaiologen: der Doppeladler, der den Weltherrschaftsanspruch des christlich-römischen Kaisers symbolisierte. Der linke Kopf steht für Rom (Weströmisches Reich), der rechte Kopf steht für Konstantinopel (Oströmisches Reich).

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Teilnehmer des Vierten Kreuzzugs 1204 entstanden drei byzantinische Nachfolgestaaten: das Kaiserreich Nikaia, wo Kaiser Theodor I. Laskaris im Exil die byzantinische Tradition aufrechterhielt, das Despotat Epirus und das Kaiserreich Trapezunt, das sich unter den Nachkommen der Komnenen bereits vor der Eroberung Konstantinopels abgespalten hatte. Theodoros I. Laskaris und seinem Nachfolger Johannes III. Dukas Batatzes gelang es, in Westkleinasien ein wirtschaftlich blühendes Staatswesen aufzubauen und die Grenze zu den Seldschuken, die sich seit ihrer Niederlage gegen die Mongolen 1243 im Niedergang befanden, zu stabilisieren. Gestützt auf diese Machtbasis konnten die Laskariden erfolgreich auch in Europa expandieren, Thrakien und Makedonien erobern und die Konkurrenten um die Rückgewinnung Konstantinopels (das Reich von Epiros, das nach einer Niederlage gegen die Bulgaren 1230 stark geschwächt war, und das Bulgarenreich, das auch durch einen Mongoleneinfall 1241 stark beeinträchtigt wurde) aus dem Feld schlagen.

Die Reichsgrenze von 1270 (einschließlich der abhängigen Despotate Epirus und Thessalien) stellte die größte territoriale Ausdehnung des Byzantinischen Reiches nach dessen Restauration 1261 unter den Palaiologen dar

Nach der kurzen Regierung des hochgebildeten Theodoros II. Laskaris übernahm der erfolgreiche Feldherr Michael VIII. Palaiologos die Regentschaft für den minderjährigen Johannes IV. Laskaris, den er schließlich blenden und in ein Kloster schicken ließ, und begründete so die neue Dynastie der Palaiologen, die das Reich bis zu seinem Untergang regieren sollte.

Kaiser Michael VIII. konnte eine Allianz seiner Gegner (Despotat Epiros, Fürstentum Achaia, Königreich Sizilien, Serbien und Bulgarien) in der Schlacht bei Pelagonia in Makedonien 1259 besiegen und durch einen glücklichen Zufall Konstantinopel 1261 zurückerobern. Das Reich war somit wiederhergestellt, aber große Teile des ehemaligen Reichsgebietes unterstanden nicht mehr der Kontrolle der Reichsregierung, denn die Herrscher, die sich nach dem Zusammenbruch im Jahr 1204 in diesen Teilgebieten etabliert hatten, waren nicht geneigt, sich Konstantinopel unterzuordnen. Auch Konstantinopel war nicht mehr die glanzvolle Metropole von einst: Die Einwohnerzahl war erheblich geschrumpft, ganze Stadtviertel waren verfallen, und beim Einzug des Kaisers waren zwar noch reichlich die Spuren der Eroberung von 1204 zu sehen, aber nirgendwo sah man Zeichen des Wiederaufbaus. Byzanz war nicht mehr die potente Großmacht, sondern nur noch ein Staat von höchstens regionaler Bedeutung.[21] Zudem war die Kluft zwischen den Byzantinern und den Lateinern erheblich vergrößert worden. Michael VIII. Palaiologos’ Hauptsorge galt aber nun der Sicherung des europäischen Besitzstandes und vor allem der Hauptstadt gegen erneute Kreuzzugsversuche aus dem Westen (vor allem durch Karl I. von Anjou, der die Staufer in Unteritalien ablöste); deshalb ging Michael VIII. 1274 auch die innenpolitisch höchst umstrittene Union von Lyon mit der Westkirche ein, um den Papst von der Unterstützung von Kreuzzügen abzuhalten. Als Karl I. von Anjou dennoch einen Angriff vorbereitete, setzte die byzantinische Diplomatie 1282 erfolgreich einen Aufstand in Sizilien in Gang, die Sizilianische Vesper. Daneben aber vernachlässigten die Palaiologen die Grenzverteidigung im Osten, was den verschiedenen türkischen Fürstentümern die Expansion in das byzantinische Kleinasien ermöglichte, das in den 1330er-Jahren dem Reich sukzessive verloren ging.

Beträchtliche sozial-ökonomische Verwerfungen in Europa um 1347 durch den Ausbruch der großen Pestpandemie, auch „Schwarzer Tod“ genannt (Ausbreitungsgebiet in den Jahren 1347–1353)

Während sich in Kleinasien auf dem ehemaligen byzantinischen Reichsgebiet verschiedene souveräne türkische Fürstentümer (Mentesche, Aydin, Germiyan, Saruhan, Karesi, Teke, Candar, Karaman, Hamid, Eretna und die Osmanen in Bithynien) im Zuge der Auflösung des Sultanats der Rum-Seldschuken etablierten, stießen die Palaiologen in einer letzten, kraftvollen Offensive gegen die lateinische Herrschaft in Griechenland, und annektierten bis 1336 ganz Thessalien und 1337 das durch die Familie Orsini dominierte Despotat Epirus. Unterdessen sah sich Kaiser Johannes V. Palaiologos mit den dramatischen Folgen der Großen Pestpandemie, auch „Schwarzer Tod“ genannt, in den Jahren 1347 bis 1353 konfrontiert, die das Fundament des Staates erschütterten, zudem leistete sich das Reich mehrere Bürgerkriege, die längsten (1321–1328) zwischen Andronikos II. Palaiologos und seinem Enkel Andronikos III. Palaiologos. Diesem Vorbild folgend, trugen ebenso Johannes V. Palaiologos und Johannes VI. Kantakuzenos mehrere Machtkämpfe (1341–1347 und 1353–1354) gegeneinander aus; dabei suchten beide Parteien die Hilfe der Nachbarn (Serben, Bulgaren, aber auch Aydın und Osmanen). Dies ermöglichte dem Serbenreich unter Stefan IV. Dušan den Aufstieg zur beherrschenden Macht des Balkans in den Jahren 1331–1355. So gerieten die Bulgaren nach der Schlacht bei Küstendil 1330 in ein Abhängigkeitsverhältnis zu Serbien, außerdem errang Stefan bis 1348 die Hegemonie über weite Teile Makedoniens, Albaniens, Despotat Epirus und Thessaliens, die zuvor unter der Suzeränität des Kaisers gestanden hatten. Mit seiner Krönung zum Zaren der Serben und Selbstherrscher der Rhōmaíoi beanspruchte dieser auch den byzantinischen Kaiserthron und die Herrschaft über Konstantinopel. Es gelang ihm aber nicht einmal, die zweite byzantinische Hauptstadt Thessaloníki zu erobern, und sein Großserbisches Reich zerfiel bereits nach seinem Tod 1355 in ein Konglomerat mehr oder weniger unabhängiger serbischer Fürstentümer (Despotate).

Während also die christliche Staatenwelt des Balkans zerstritten war und sich gegenseitig befehdete, setzten sich seit 1354 die Osmanen in Europa fest und expandierten in das byzantinische Thrakien, das sie in den 1360er-Jahren großteils eroberten. Ein präventiver Schlag des südserbischen Königs Vukašin Mrnjavčević im Bund mit dem bulgarischen Zaren Iwan Schischman von Weliko Tarnowo gegen das Zentrum der osmanischen Herrschaft in Europa, Adrianopel, endete, trotz zahlenmäßiger Überlegenheit, in der Niederlage an der Mariza 1371. Der Sieg über die beiden slawischen Balkanmächte brachte dem Sultan Teile Südbulgariens, das serbische Makedonien und die Hegemonie über weite Teile des Balkans ein. Schließlich zwang er 1373 den bulgarischen Herrscher, das Supremat der Osmanen anzuerkennen. Diesem Beispiel folgten das zu einem Kleinstaat gewordene Byzanz (Konstantinopel samt Umland, Thessaloniki mit Umland, Thessalien, einige Ägäisinseln, Despotat Morea) und das Nordserbische Reich des Fürsten Lazar Hrebeljanović, der ebenfalls ein Vasall der Osmanen wurde. Mehrmals ersuchte Byzanz den Westen um Hilfe und bot dafür sogar die Kirchenunion an, so 1439 auf dem Konzil von Ferrara und Florenz, was jedoch am Widerstand der byzantinischen Bevölkerung scheiterte („Lieber den Sultansturban als den Kardinalshut“).

Das Byzantinische Reich zwischen dem Serbischen Reich im Westen und dem Osmanischen Reich im Osten. Die Karte der politischen Lage des Balkans um 1355 verdeutlicht den für Byzanz katastrophalen Zusammenbruch seiner territorialen Basis durch das vollständige Wegbrechen der äußeren Peripherie von 1270.

Nach der Schlacht auf dem Amselfeld 1389 und der Niederlage der westlichen Kreuzfahrer bei Nikopolis 1396 schien die Lage des Reiches aussichtslos. Erst die vernichtende Niederlage der Osmanen gegen Tamerlan, der den Byzantinern wohlgesinnt war (bei dem Versuch Konstantinopel 1402 zu belagern, erschienen Tamerlans Unterhändler in Sultans Bayezid I. Lager und forderten ihn auf, dem christlichen Kaiser seine Gebiete zurückzugeben, die er ihm „gestohlen“ habe), bei Angora 1402 und das als Resultat der Schlacht entstandene Chaos im Osmanenreich gewährten den Griechen eine letzte Atempause. Doch die Möglichkeit, den Todesstoß durch die Osmanen abzuwenden, hatte das Reich durch den Entzug der dafür notwendigen territorialen Basis und Ressourcen nicht mehr, so dass einzig der Weg der Diplomatie übrig blieb. Die Gebietsverluste gingen dennoch weiter, da sich die europäischen Mächte auf kein Hilfskonzept für das bedrohte Byzanz einigen konnten. Besonders nach 1402 sahen sie dafür keine Notwendigkeit, befand sich doch das einst potente Türkenreich scheinbar im Zustand der inneren Auflösung – durch diesen fatalen Irrtum wurde die einmalige Chance vergeben, die Gefahr, die von der beträchtlich geschwächten Osman-Dynastie ausging, für alle Zeit auszuschalten.

Sultan Murad II., unter dem die Konsolidierungsphase des osmanischen Interregnums ihr Ende fand, nahm die Expansionspolitik seiner Vorfahren erneut auf. Nachdem er 1422 erfolglos Konstantinopel belagert hatte, schickte er einen Plünderungszug gegen das Despotat von Morea, die kaiserliche Sekundogenitur in Südgriechenland. 1430 annektierte er Teile des „fränkisch“ dominierten Epirus durch die Einnahme von Janina, während sich Fürst Carlo II. Tocco, als dessen Lehnsnehmer, in Arta mit dem „Rest“ abzufinden hatte (die Dynastie der Tocco wurde durch die Osmanen bis 1480 ganz aus dem heutigen Griechenland – Epirus, Ionische Inseln – verdrängt, wodurch die Herrschaft der „Franken“ über Zentralgriechenland, die seit 1204 bestand, bis auf wenige venezianische Festungen, endgültig ein Ende fand). Noch im gleichen Jahr besetzte er das seit 1423 venezianisch dominierte Thessaloníki, welches die Handelsrepublik Venedig vom Andronikos Palaiologos, einem Sohn Kaiser Manuels erworben hatte, da jener im Glauben war, die Stadt alleine gegen die Türken nicht behaupten zu können. Alsbald zog er gegen das Königreich Serbien des Fürsten Georg Branković, der formell ein Vasall der Hohen Pforte war, da sich dieser weigerte, seine Tochter Mara dem Sultan zur Frau zu geben.

Die Belagerung Konstantinopels durch den türkischen Sultan Mehmed II. im Jahr 1453

Bei einer osmanischen Strafexpedition Richtung Donau wurde die serbische Festung Smederevo 1439 zerstört und Belgrad 1440 erfolglos belagert. Der osmanische Rückschlag bei Belgrad rief seine christlichen Gegner auf den Plan. Unter der Führung Papst Eugens IV., der sich mit der Kirchenunion von Florenz von 1439 am Ziel sah, wurde erneut für einen Kreuzzug gegen die „Ungläubigen“ geplant. Ungarn, Polen, Serbien, Albanien, sogar das türkische Emirat Karaman in Anatolien, gingen eine anti-osmanische Allianz ein, doch durch den Ausgang der Schlacht bei Warna 1444 unter Władysław, König von Polen, Ungarn und Kroatien, und der zweiten Schlacht auf dem Amselfeld 1448 unter dem ungarischen Reichsverweser Johann Hunyadi, zerschlugen sich endgültig alle Hoffnungen der Christen, das Byzantinische Reich vor einer osmanischen Annexion zu entsetzen.

Am 29. Mai 1453, nach knapp zweimonatiger Belagerung, fiel die Reichshauptstadt an Mehmed II. Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. starb während der Kämpfe um die Stadt.

Der 29. Mai gilt auch heute noch bei den Griechen als Unglückstag, denn es begann die lange türkische Fremdherrschaft, während der nach teilweiser Sprachübernahme nur die Religion als bindende Kraft erhalten blieb. Die Anfangs- und Enddaten der Unabhängigkeit der Hauptstadt, 395 und 1453, galten lange auch als zeitliche Grenzen des Mittelalters. In der Folge wurden auch die verbliebenen Staaten byzantinischen Ursprungs erobert: das Despotat Morea 1460, das Kaiserreich Trapezunt 1461 und das Fürstentum Theodoro 1475. Lediglich Monemvasia unterstellte sich 1464 dem Protektorat von Venedig, das die Stadt bis 1540 gegen die Türken zu halten vermochte. Die Stadt stellte staatsrechtlich das dar, was vom „Römischen Reich“ im Lauf der Jahrhunderte übrig blieb.

Der Fall von Byzanz war einer der Wendepunkte von weltgeschichtlicher Bedeutung. Das Byzantinische Reich, das sich als eines der langlebigsten der Weltgeschichte erwiesen hatte, war damit politisch untergegangen; mit ihm ging eine über 2000-jährige Ära zu Ende. Aufgrund der Eroberung des Byzantinischen Reiches und Blockade des Bosporus sowie des Landwegs nach Asien durch die osmanischen Türken begann allerdings eine neue Ära, die das Zeitalter der Entdeckungen und der Renaissance[22] einleitete.

Demographische Verhältnisse[Bearbeiten]

Das Byzantinische Reich war ein polyethnischer Staat, der außer Griechen auch Armenier, Illyrer und Slawen, in frühbyzantinischer Zeit auch Syrer und Ägypter sowie stets eine jüdische Minderheit einschloss. Die meisten Gebiete, über die er sich erstreckte, waren seit Jahrhunderten hellenisiert, also dem griechischen Kulturkreis angeschlossen. Hier lagen bedeutende Zentren des Hellenismus wie Konstantinopel, Antiochia, Ephesos, Thessaloníki und Alexandria, und hier bildete sich auch die orthodoxe Form des Christentums heraus.

Athen blieb weiterhin wichtiges Kulturzentrum, bis Kaiser Justinian 529 die dortige neuplatonische Schule der Philosophie verbieten ließ. Anschließend verschoben sich die demographischen Verhältnisse, da die neben der Hauptstadt wirtschaftlich und militärisch bedeutsamsten Gebiete die orientalischen Provinzen des Reiches waren. Als diese verloren gingen, spielte Kleinasien eine wichtige Rolle, erst seit dem Frühmittelalter auch wieder der Balkan. Als Kleinasien nach 1071 teilweise und im 14. Jahrhundert endgültig an türkische Invasoren fiel, begann der Niedergang von der Groß- zur Regionalmacht und schließlich zum Kleinstaat.

Verfassungs-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Das Byzantinische Reich besaß – im Gegensatz zu den meisten anderen Reichen des Mittelalters – auch nach dem Einfall der Araber noch lange eine recht straff organisierte Bürokratie, deren Zentrum Konstantinopel war. Daher konnte Ostrogorsky von einem Staat im modernen Sinne sprechen. Das Reich verfügte neben einem effizienten Verwaltungsapparat auch über ein organisiertes Finanzwesen sowie über eine stehende Armee. Kein Reich westlich des Kaiserreichs China konnte etwa über so große Beträge verfügen wie Byzanz. Zahlreiche Handelsrouten verliefen durch byzantinisches Gebiet und Konstantinopel selbst fungierte als ein wichtiger Warenumschlagsplatz, wovon Byzanz erheblich profitierte, etwa durch den Ein- und Ausfuhrzoll (kommerkion). Die wirtschaftliche Kraft und Ausstrahlung von Byzanz war so groß, dass der goldene Solidus zwischen dem 4. und 11. Jahrhundert die Leitwährung im Mittelmeerraum war.[23] Der Kaiser wiederum herrschte de facto fast uneingeschränkt über Reich (das sich immer noch dem Gedanken der Universalmacht verpflichtet fühlte) und Kirche, und dennoch war in keinem anderen Staat eine so große Aufstiegsmöglichkeit in die Aristokratie gegeben wie in Byzanz.

40 Nummi und 5 Nummi des Kaiser Anastasios I.

Nur Byzanz, so die zeitgenössische Vorstellung, war die Wiege des „Wahren Glaubens“ und der Zivilisation. In der Tat war das kulturelle Niveau in Byzanz zumindest bis ins Hochmittelalter hinein höher als in allen anderen Reichen des Mittelalters. Dabei spielte auch der Umstand eine Rolle, dass in Byzanz wesentlich mehr vom antiken Erbe bewahrt wurde als in Westeuropa; ebenso war der Bildungsstandard lange Zeit höher als im Westen.

In weiten Teilen ist nur wenig über das „Neue Rom“ bekannt. Relativ wenige Aktenstücke sind überliefert, und in Teilen schweigt auch die byzantinische Geschichtsschreibung, die in der Spätantike mit Prokopios von Caesarea einsetzte und im Mittelalter mit Michael Psellos, Johannes Skylitzes, Anna Komnena und Niketas Choniates über einige bedeutende Vertreter verfügte (siehe dazu Quellenüberblick). Wenngleich für einige Zeiträume nur „kirchliche“ Quellen zur Verfügung stehen, darf dies nicht zu der Annahme verleiten, Byzanz sei ein theokratischer Staat gewesen. Die Religion war wohl oft bestimmend, aber die Quellenlage ist in Teilen und besonders für die Periode vom 7. bis 9. Jahrhundert zu dürftig, um ein klares Bild zu erhalten. Umgekehrt hat sich die Forschung auch von der Vorstellung eines byzantinischen Cäsaropapismus, in dem der Kaiser fast absolut über die Kirche geherrscht habe, verabschiedet.

Kulturelles Fortwirken[Bearbeiten]

Nach dem Fall Konstantinopels 1453 brachten Flüchtlinge aus Byzanz, darunter zahlreiche Gelehrte, ihr naturwissenschaftlich-technisches Wissen und die alten Schriften der griechischen Denker in die westeuropäischen Städte und trugen dort maßgeblich zur Entfaltung der Renaissance bei. Am längsten bestand die byzantinische Kultur auf dem damals venezianischen Kreta fort, die als sogenannte „Byzantinische Renaissance“ in die Geschichte einging. Diese Reste autonomer hellenistisch-byzantinischer Kultur wurden mit der Eroberung der Insel durch die Osmanen 1669 beendet.

Bis heute wirkt die byzantinische Kultur vor allem im Ritus der östlich-orthodoxen Kirchen fort. Durch byzantinische Missionsarbeit verbreitete sich das orthodoxe Christentum bei vielen slawischen Völkern und ist bis in die Gegenwart die vorherrschende Konfession in Osteuropa und Griechenland, in Teilen von Südosteuropa und Kaukasien sowie bei den meisten arabischen Christen. Die byzantinische Kultur und Denkweise hat alle orthodoxen Völker tief geprägt.

Die slawischen Reiche auf dem Balkan und am Schwarzen Meer übernahmen neben der orthodoxen Kirche auch profane byzantinische Bräuche. Vor allem Russland, Serbien, die Ukraine und Weißrussland, aber auch in etwas kleinerem Maße Bulgarien sollten das Erbe des Byzantinischen Reiches fortführen.

Schon im 9. Jahrhundert kamen die Rus mit Byzanz in Kontakt, wodurch sich – trotz immer wiederkehrender Versuche von Seiten der Rus, Konstantinopel zu erobern – intensive wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und dem Reich der Kiewer Rus entwickelten, die 988 zum Übertritt der Rus zum orthodoxen Glauben führten. In den folgenden Jahrhunderten wurden auf ostslawischem Gebiet zahlreiche prachtvolle Kirchen nach byzantinischem Vorbild gebaut. So hat russische Architektur und Kunst neben (meist späteren) skandinavischen und ursprünglich slawischen vor allem byzantinische Wurzeln. Dasselbe betrifft in vollem Maße auch die Architektur und die Kunst der Ukraine und Weißrusslands.

Nach dem Untergang des Byzantinischen Reichs übernahm dann das russische Moskowiterreich in vielen Teilen byzantinisches Zeremoniell. Der Patriarch von Moskau errang bald eine Stellung, deren Bedeutung der des Patriarchen von Konstantinopel ähnelte. Als wirtschaftlich mächtigste orthodoxe Nation betrachtete sich Russland bald als Drittes Rom in der Nachfolge Konstantinopels. Iwan III., Herrscher des Großfürstentums Moskau, heiratete die Nichte von Konstantin XI., Zoe, und übernahm den byzantinischen Doppeladler als Wappentier. Iwan IV., genannt „der Schreckliche“, war der erste moskowitische Herrscher, der sich schließlich offiziell zum Zaren krönen ließ.

Aber auch die osmanischen Sultane betrachteten sich als legitime Erben des Byzantinischen Reiches, obwohl die seldschukischen und osmanischen Türken jahrhundertelang Erzfeinde der Rhomäer waren und das Byzantinische Reich letztlich erobert hatten. Schon Sultan Mehmed II. bezeichnete sich als „Kayser-i Rum“ (Kaiser von Rom) – die Sultane stellten sich somit ganz bewusst in die Kontinuität des (Ost-)Römischen Reiches, um sich zu legitimieren. Das Osmanische Reich, das sich in der Auseinandersetzung mit Byzanz entwickelte, hatte mit diesem mehr als nur den geografischen Raum gemeinsam. Der Historiker Arnold J. Toynbee bezeichnete das Osmanische Reich – allerdings sehr umstritten – als Universalstaat des „christlich-orthodoxen Gesellschaftskörpers“. Eine staatsrechtliche Fortsetzung fand das Byzantinische Reich in ihm jedenfalls nicht.

Rezeption[Bearbeiten]

Die ältere, westliche Forschungsmeinung sah in Byzanz oft nur eine dekadente, halborientalische „Despotie“, so etwa Edward Gibbon. Dieses Bild wurde durch John Bagnell Bury, Cyril Mango, Ralph-Johannes Lilie, John Haldon und andere längst verworfen. Es wird inzwischen immer darauf hingewiesen, dass Byzanz als Vermittler von kulturellen Werten und dem Wissen der Antike Unschätzbares geleistet hat. Es war zudem der „Schutzschild“ Europas über viele Jahrhunderte hinweg, erst gegenüber den Persern und Steppenvölkern, später gegenüber dem Islam. Ironischerweise konnte das Byzantinische Reich diese Funktion erst nach der verheerenden Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im Jahr 1204 nicht mehr wahrnehmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Byzanz – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Byzanz

Quellenüberblick[Bearbeiten]

Die erzählenden Quellen stellen das Grundgerüst der byzantinischen Geschichte dar, zumal nur wenige Aktenstücke den Untergang von Byzanz überdauert haben. Für die spätantike Phase des Reiches sind vor allem Ammianus Marcellinus (der noch Latein schrieb), Olympiodoros von Theben, Priskos, Malchos von Philadelphia, Zosimos sowie Prokopios von Kaisareia zu nennen. An Letzteren schlossen Agathias und diesen Menander Protektor an. Als das letzte Geschichtswerk der Antike können die von Theophylaktos Simokates verfassten Historien angesehen werden. In mittelbyzantinischer Zeit entstanden bis Ende des 8./Anfang des 9. Jahrhunderts zwar anscheinend auch Geschichtswerke (Traianos Patrikios), doch sind diese nicht erhalten. Sie wurden aber von den Chronisten Nikephoros und Theophanes benutzt. An Theophanes schlossen der sogenannte Theophanes Continuatus an, daneben entstanden im 10. Jahrhundert die sogenannte Logothetenchronik sowie das Geschichtswerk des Leon Diakonos. Auch regionale Chroniken wie die Chronik von Monemvasia sind zu nennen. Im 11. Jahrhundert schrieben Michael Psellos und Johannes Skylitzes. Im 12. Jahrhundert unter anderem Anna Komnena und Johannes Kinnamos. Für die nachfolgende Zeit ist unter anderem Niketas Choniates, Georgios Akropolites, Theodoros Skutariotes und Georgios Pachymeres von Bedeutung. Über die letzten Jahre des Reiches berichten Laonikos Chalkokondyles, Doukas, Georgios Sphrantzes sowie Michael Kritobulos.

Daneben ist eine Vielzahl von hagiographischen Werken zu nennen, ebenso sind die diversen Fachschriften – etwa im medizinischen, administrativen (Philotheos) oder militärischen Bereich sowie das wichtige mittelbyzantinische Lexikon Suda –, Siegel, Münzen und archäologische Befunde von großer Bedeutung.[24]

  • Hilfsmittel:
    • Johannes Karayannopulos und Günter Weiß: Quellenkunde zur Geschichte von Byzanz (324–1453). 2 Bde., Wiesbaden 1982.

Literatur[Bearbeiten]

Bezüglich aktueller bibliografischer Informationen sei vor allem auf die Byzantinische Zeitschrift hingewiesen. Daneben siehe unter anderem die Hinweise im Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik. Eine der wichtigsten Forschungsinstitutionen der Byzantinistik stellt die Dumbarton Oaks Research Library and Collection dar (siehe auch Dumbarton Oaks Papers).[25]

Nachschlagewerke
  • Alexander Kazhdan (Hrsg.): Oxford Dictionary of Byzantium. 3 Bände, Oxford University Press, New York 1991, ISBN 0-19-504652-8.
    (Grundlegendes Lexikon, alternativ: LexMA)
  • Lexikon des Mittelalters (LexMA). 9 Bde. München–Zürich 1980–1998.
    (Mit starker Berücksichtigung von Byzanz, zahlreiche Artikel stammen auch hier von ausgewiesenen Experten.)
    • Darin der Hauptartikel: J. Koder, A. Guillou, J. Ferluga, A. Kazhdan, M. Borgolte, R. Hiestand, H. Ehrhardt, G. Weiß: Byzantinisches Reich. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 2, Artemis & Winkler, München/Zürich 1983, ISBN 3-7608-8902-6, Sp. 1227–1327.
  • Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit. Erste Abteilung (641–867). Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, nach Vorarbeiten Friedhelm Winkelmanns erstellt von Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Thomas Pratsch, Ilse Rochow, Beate Zielke u. a., 7 Bde. (Prolegomena + Bde. 1–6), Berlin/New York 1998–2001; Zweite Abteilung. Prolegomena + 8 Bde. Berlin 2009/2013.
    (Wichtiges prosopographisches Nachschlagewerk. Für die Zeit vor 641: The Prosopography of the Later Roman Empire.)
  • Alexis G. C. Savvides, Benjamin Hendrickx (Hrsg.): Encyclopaedic Prosopographical Lexicon of Byzantine History and Civilization (EPLBHC). Bd 1ff. Brepols, Turnhout 2007ff.
    (Noch nicht abgeschlossenes prosopographisches Handbuch.)
  • Herbert Hunger, Johannes Koder (Hrsg.): Tabula Imperii Byzantini. Wien 1976 ff.
    (Grundlegende historisch-geographische Darstellung der Kerngebiete des Byzantinischen Reiches, gegliedert nach einzelnen Regionen. Bislang sind 11 Bände erschienen, sieben weitere werden derzeit bearbeitet.[26])
Überblicksdarstellungen
  • Hans-Georg Beck: Das Byzantinische Jahrtausend. C.H. Beck, München 1994.
    (Einblick in das „Wesen von Byzanz“ durch die Darstellung verschiedener Aspekte der byzantinischen Gesellschaft.)
  • Falko Daim, Jörg Drauschke (Hrsg.): Byzanz – das Römerreich im Mittelalter, Band 1: Welt der Ideen, Welt der Dinge, ISBN 978-3-88467-153-5; Band 2, 1 und 2: Schauplätze, ISBN 978-3-88467-154-2; Band 3: Peripherie und Nachbarschaft, ISBN 978-3-88467-155-9 (Monographien des Römisch Germanischen Zentralmuseums Mainz Band 84, 1–3) Verlag des Römisch Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2010 (vierbändiger wissenschaftlicher Begleitband zur Sonderausstellung Byzanz. Pracht und Alltag).
  • Falko Daim, Jörg Drauschke (Hrsg.): Byzanz – Pracht und Alltag. Hirmer Verlag, München 2010, ISBN 978-3-7774-2531-3.
  • Alain Ducellier (Hrsg.): Byzanz. Das Reich und die Stadt. Campus Verlag, Frankfurt a. M.–New York 1990.
    (Gut lesbare Gesamtdarstellung, in der nicht nur die politische Geschichte, sondern auch die Sozial- und Kulturgeschichte berücksichtigt wird. Originaltitel: Byzance et le monde orthodoxe. Paris 1986.)
  • Timothy E. Gregory: A History of Byzantium. Malden/Mass. und Oxford 2005.
    (Informatives Überblickswerk; fachwissen. Besprechung.)
  • Michael Grünbart: Das Byzantinische Reich (Geschichte kompakt). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-534-25666-2
  • John Haldon: Das Byzantinische Reich. Düsseldorf 2002, ISBN 3-538-07140-3.
    (Relativ knappes Überblickswerk.)
  • Judith Herrin: Byzantium: The Surprising Life of a Medieval Empire. London 2007/Princeton 2008.
    (Unorthodoxe, thematisch anstatt chronologisch aufgebaute und gut lesbare Einführung.)
    • deutsch: Byzanz. Die erstaunliche Geschichte eines mittelalterlichen Imperiums. Reclam Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-010819-2.
  • Liz James (Hrsg.): A Companion to Byzantium. Blackwell, Oxford u. a. 2010.
  • Elizabeth M. Jeffreys, John Haldon, Robin Cormack (Hrsg.): The Oxford Handbook of Byzantine Studies. Oxford 2008.
    (Aktuelle fachwissenschaftliche Aufsatzsammlung zu einer Vielzahl verschiedener Aspekte von Byzanz und der damit verbundenen Forschung. Oft eher sehr knapp, aber mit guter Bibliographie.)
  • Andreas Külzer: Byzanz (Reihe Theiss Wissen kompakt). Konrad Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2417-7.
  • Ralph-Johannes Lilie: Byzanz – Das zweite Rom. Berlin 2003, ISBN 3-88680-693-6.
    (Die wohl umfangreichste wissenschaftliche Darstellung der Geschichte von Byzanz in deutscher Sprache.)
  • Ralph-Johannes Lilie: Byzanz. Geschichte des oströmischen Reiches 326–1453. München 2005, ISBN 3-406-41885-6.
    (Sehr kurze, leicht verständliche Überblicksdarstellung)
  • Ralph-Johannes Lilie: Einführung in die byzantinische Geschichte. Stuttgart u. a. 2007.
    (Ausgezeichnete, aktuelle Einführung, die auf die wichtigsten Aspekte der byzantinischen Geschichte [wenn auch knapp] eingeht.)
  • Cyril Mango (Hrsg.): The Oxford History of Byzantium. Oxford 2002, ISBN 0-19-814098-3.
    (Knappe, aber nützliche und reich illustrierte Einführung.)
  • John J. Norwich: Byzanz – Aufstieg und Fall eines Weltreichs. Berlin 2002, ISBN 3-549-07156-6.
    (Gut lesbare populärwissenschaftliche Byzanzchronik, jedoch ohne wissenschaftlichen Anspruch.)
  • Georg Ostrogorsky: Geschichte des byzantinischen Staates. Handbuch der Altertumswissenschaft XII 1.2, 3. Auflage. München 1963, ISBN 3-406-01414-3.
    (Lange Zeit das gültige Standardwerk, inzwischen jedoch in vielen Fragen veraltet und daher nicht mehr als Leitfaden zu empfehlen; als Sonderausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat: Byzantinische Geschichte 324 bis 1453. München 1996, ISBN 3-406-39759-X.)
  • Peter Schreiner: Byzanz. 3. überarbeitete Auflage. München 2008. (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 22) ISBN 978-3-486-57750-1.
    (Gute und knappe Einführung mit Forschungsteil; die 3. Auflage. wurde vollständig überarbeitet und erweitert.)
  • Ludwig Wamser (Hrsg.): Die Welt von Byzanz – Europas östliches Erbe: Glanz, Krisen und Fortleben einer tausendjährigen Kultur. Archäologische Staatssammlung München – Museum für Vor- und Frühgeschichte München vom 22. Oktober 2004 bis 3. April 2005, Schriftenreihe der Archäologischen Staatssammlung 4, Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1849-8.
  • The New Cambridge Medieval History. Verschiedene Hgg. Bd. 1ff., Cambridge 1995–2005.
    (Diverse Aufsätze in den verschiedenen Bänden, gut als erste Einführung geeignet. Dort auch umfangreiche Literaturhinweise.)
  • The Cambridge History of the Byzantine Empire. Hrsg. von Jonathan Shepard. Cambridge 2008.
  • Warren Treadgold: A History of the Byzantine State and Society. Stanford University Press, Stanford 1997.
    (Umfassende, aufgrund teils sehr subjektiver Wertungen aber umstrittene und nicht unproblematische Darstellung. Entgegen dem Titel wird hauptsächlich die politische Geschichte geschildert.)
Epochenspezifische Darstellungen – Spätrömische/Frühbyzantinische Zeit
  • Alexander Demandt: Die Spätantike. Handbuch der Altertumswissenschaft III.6. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2007.
  • John Haldon: Byzantium in the Seventh Century. The Transformation of a Culture. 2. Auflage. Cambridge 1997.
    (Wichtige Untersuchung zur „Transformation“ der spätantiken Kultur im 7. Jahrhundert.)
  • James Howard-Johnston: Witnesses to a World Crisis. Historians and Histories of the Middle East in the Seventh Century. Oxford 2010.
  • Arnold Hugh Martin Jones: The Later Roman Empire 284–602. A Social, Economic and Administrative Survey. 3 Bände durchgehend paginiert, Oxford 1964 (Nachdruck in zwei Bänden, Baltimore 1986).
    (Standardwerk)
  • A. D. Lee: From Rome to Byzantium AD 363 to 565. The Transformation of Ancient Rome. Edinburgh 2013.
  • John Moorhead: The Roman Empire divided, 400–700. Edinburgh 2001.
Epochenspezifische Darstellungen – Mittelbyzantinische Zeit
  • Michael Angold: The Byzantine Empire, 1025–1204. 2. Auflage. London/New York 1997.
  • Leslie Brubaker, John F. Haldon: Byzantium in the Iconoclast era. c. 680–850. A History. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2011, ISBN 978-0-521-43093-7.
  • Jean-Claude Cheynet (Hrsg.): Le Monde Byzantin II. L’Empire byzantin (641–1204). Paris 2006.
  • Warren Treadgold: The Byzantine Revival, 780–842. Stanford 1988.
  • Mark Whittow: The Making of Byzantium, 600–1025. Berkeley 1996.
Epochenspezifische Darstellungen – Spätbyzantinische Zeit
Spezialuntersuchungen
  • Hélène Ahrweiler: L'idéologie politique de l'Empire byzantin. Paris 1975.
  • Hans-Georg Beck: Kirche und theologische Literatur im byzantinischen Reich. München 1959.
  • Leslie Brubaker: Inventing Byzantine Iconoclasm. Bristol Classical Press, London 2012.
    (Aktuelle Einführung zum byzantinischen Bilderstreit.)
  • Lynda Garland: Byzantine Empresses. Routledge, London/New York 1999.
  • John Haldon: Warfare, State and Society in the Byzantine World. 1999, ISBN 1-85728-495-X.
    (Umfangreiche und tiefgreifende Studie über das byzantinische Militär.)
  • John Haldon: The Byzantine Wars. 2001, ISBN 0-7524-1795-9.
    (Überblick über die byzantinischen Kriege.)
  • John Haldon: Byzantium at War. 2002, ISBN 1-84176-360-8.
    (Populärwissenschaftliche und reich illustrierte Einführung in das byzantinische Militärwesen.)
  • John Haldon (Hrsg.): A Social History of Byzantium. Blackwell, Oxford u. a. 2009.
    (Von mehreren angesehenen Forschern verfasste explizit sozialgeschichtlich ausgerichtete Darstellung, daher ohne Berücksichtigung der politischen Geschichte.)
  • Hans Wilhelm Haussig: Kulturgeschichte von Byzanz. 2. überarb. Auflage. Kröner Verlag, Stuttgart 1966.
    (Älter, aber wissenschaftlich solide und sehr gut lesbar.)
  • Herbert Hunger: Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner. 2 Bde., München 1978.
  • Herbert Hunger: Schreiben und Lesen in Byzanz. Die byzantinische Buchkultur. München 1989 (Einführung zu den materiellen Aspekten der byzantinischen Literatur).
  • Anthony Kaldellis: Hellenism in Byzantium. Cambridge 2007.
  • Johannes Koder: Der Lebensraum der Byzantiner. Historisch-geographischer Abriß ihres mittelalterlichen Staates im östlichen Mittelmeerraum (Byzantinische Geschichtsschreiber Ergänzungsband 1). Nachdruck mit bibliographischen Nachträgen, Wien 2001 (Einführung in die historische Geographie des Byzantinischen Reiches).
  • Henriette Kroll: Tiere im Byzantinischen Reich. Archäozoologische Forschungen im Überblick. Monographien des RGZM 87. Verlag des Römisch Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2010. (Überblick zu Haustierhaltung, Jagd, Vogel- und Fischfang sowie Molluskennutzung. Mit Liste zu byzantinischen Fundorten für die archäozoologische Untersuchungen durchgeführt wurden und Liste vertretener Haus- und Wildtierarten.)
  • Angeliki E. Laiou, Cécile Morrisson: The Byzantine Economy (Cambridge Medieval Textbooks). Cambridge 2007 (Einführung in die byzantinische Wirtschaftsgeschichte auf dem neuesten Forschungsstand).
  • Angeliki E. Laiou (Hrsg.): The Economic History of Byzantium. 3 Bände, Washington, D.C. 2002 (Standardwerk zur byzantinischen Wirtschaftsgeschichte; hier online).
  • Ralph-Johannes Lilie: Byzanz und die Kreuzzüge. Stuttgart 2004, ISBN 3-17-017033-3.
  • John Lowden: Early Christian and Byzantine Art. London 1997.
  • Die Geschichte des Christentums. Religion Politik Kultur. Herausgegeben von Jean-Marie Mayeur u. a. Bd. 2–6. Sonderauflage, Verlag Herder, Freiburg i. Br. 2005 und 2007.
    (Umfassende Darstellung der Geschichte des Christentums einschließlich der byzantinischen und östlichen Kirchen.)
  • Dimitri Obolensky: Byzantium and the Slavs. 1994, ISBN 0-88141-008-X.
    (Studie zum byzantinischen Erbe bei den slawischen Völkern.)
  • Paul M. Strässle: Krieg und Kriegführung in Byzanz. Die Kriege Kaiser Basileios' II. gegen die Bulgaren (976–1019). Köln 2006, ISBN 3-412-17405-X (Rezension von M. Prietzel)
  • Basil Tatakis, Nicholas J. Moutafakis: Byzantine philosophy. Hackett Pub., Indianapolis/In. 2003, ISBN 0-87220-563-0.
  • Warren Treadgold: The Early Byzantine Historians. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2007.
  • Warren Treadgold: The Middle Byzantine Historians. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Byzantinisches Reich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Das Byzantinisches Reich – geographische und historische Karten

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Georg Ostrogorsky: Geschichte des byzantinischen Staates. Handbuch der Altertumswissenschaft XII 1.2, 3. Auflage. München 1963, S. 22.
  2. So in jüngster Zeit z. B. Peter Schreiner: Byzanz. 3. Auflage. München 2008. Schreiner schlägt vor, von „byzantinisch“ erst nach dem Tod von Justinian I. (527–565) zu sprechen: frühbyzantinisch vom späten 6. Jh. bis ins 9. Jh., mittelbyzantinisch vom 9. Jh. bis 1204 und spätbyzantinisch bis 1453. Die 2008 erschienene Cambridge History of the Byzantine Empire behandelt nur das 6. bis 15. Jh., und John Haldon, ein international führender Experte, sieht den entscheidenden Einschnitt erst im 7. Jh., mit dem Ende der Spätantike: John Haldon: Byzantium in the Seventh Century. The transformation of a culture. 2. Auflage. Cambridge 1997. Vgl. zur Diskussion auch Mischa Meier: Ostrom – Byzanz, Spätantike - Mittelalter. Überlegungen zum „Ende“ der Antike im Osten des Römischen Reiches, In: Millenium 9 (2012), S. 187–254.
  3. Siehe hierzu nur Ralph-Johannes Lilies Rezension von Schreiners Handbuch; in: Byzantinische Zeitschrift 101 (2009), S. 851–853.
  4. Zu Westrom siehe Henning Börm: Westrom. Von Honorius bis Justinian. Stuttgart 2013. Allgemein zur Völkerwanderungszeit siehe als Einführung Walter Pohl: Die Völkerwanderung. 2. Auflage. Stuttgart 2005.
  5. Als Vorbild für den Ornat und die wirklichkeitsnahen Porträts dienten wahrscheinlich offizielle Amtsbilder, sog. laurata. Justinian besuchte Ravenna nie. Es handelt sich um fiktive Szenen, die die Stiftung einer Patene durch den Kaiser dokumentieren sollten. Angeblich ließ Maximianus, Bischof von Ravenna (3. v. r.), in dem bereits fertiggestellten Mosaik das Porträt seines Vorgängers Victor durch sein eigenes ersetzen. Vgl. Benjamin Fourlas in: Byzanz. Pracht und Alltag. S. 332.
  6. Hartmut Leppin: Justinian. Das christliche Experiment. Stuttgart 2011. Vgl. auch Michael Maas (Hrsg.): The Cambridge Companion to the Age of Justinian. Cambridge 2005, mit hervorragenden Beiträgen zum Thema.
  7. Allgemein siehe John Haldon: Byzantium in the Seventh Century. Cambridge 1997. Vgl. auch Mark Whittow: The Making of Byzantium, 600–1025. Berkeley 1996; speziell zu Herakleios siehe Walter Kaegi: Heraclius. Cambridge 2003.
  8. Vgl. Walter Kaegi: Byzantium and the Early Islamic Conquests. Cambridge 1992; Hugh Kennedy: The Great Arab Conquests. Philadelphia 2007. Vgl. auch das wichtige Werk von James Howard-Johnston: Witnesses to a World Crisis: Historians and Histories of the Middle East in the Seventh Century. Oxford 2010. Howard-Johnston stellt die traditionelle Chronologie der Ereignisse vielfach in Frage.
  9. Allgemein zur Entwicklung im 7. Jahrhundert vgl. vor allem John Haldon: Byzantium in the Seventh Century. Cambridge 1997.
  10. Für die mittelbyzantinische Epoche siehe neben den betreffenden Kapiteln in den diversen Handbüchern vor allem Leslie Brubaker, John F. Haldon: Byzantium in the Iconoclast era. c. 680–850. A History. Cambridge u. a. 2011 sowie Mark Whittow: The Making of Byzantium, 600–1025. Berkeley 1996.
  11. Zum Bilderstreit vgl. unter anderem: Leslie Brubaker: Inventing Byzantine Iconoclasm. London 2012; Leslie Brubaker, John F. Haldon: Byzantium in the Iconoclast era, ca 680–850. A History. Cambridge 2011 (umfassende und nun grundlegende Darstellung); Judith Herrin: The Formation of Christendom. Princeton 1987, S. 307ff.
  12. Vgl. Leslie Brubaker: Inventing Byzantine Iconoclasm. London 2012, S. 27–29.
  13. Allgemein siehe auch Dirk Jäckel: Leon III. und die Anfänge des byzantinischen Bilderstreits. In: Mischa Meier (Hrsg.): Sie schufen Europa. München 2007, S. 259ff.
  14. Vgl. Leslie Brubaker: Inventing Byzantine Iconoclasm. London 2012, S. 32ff.
  15. Zu Konstantin V. siehe Ilse Rochow: Kaiser Konstantin V. (741–775). Materialien zu seinem Leben und Nachleben. Frankfurt am Main u. a. 1994.
  16. Für die Zeit von 780 bis 842 siehe Warren Treadgold: The Byzantine Revival, 780–842. Stanford 1988.
  17. Königreich Kroatien und Serbien sind nicht gesondert als byzantinische Protektorate eingezeichnet.
  18. Zu Basileios II. und seine Zeit siehe Catherine Holmes: Basil II and the Governance of Empire. Oxford 2005.
  19. Allgemein zum Verhältnis zwischen Byzanz und den Kreuzfahrern: Lilie, Byzanz und die Kreuzzüge.
  20. Paul Magdalino: The Empire of Manuel I Komnenos. Cambridge 1993.
  21. Nicol: The Last Centuries of Byzantium.
  22. Begünstigt durch byzantinische Gelehrte, die nach dem Fall von Konstantinopel nach Westeuropa emigrierten.
  23. Allgemein zur Wirtschaft siehe Angeliki E. Laiou (Hrsg.): The Economic History of Byzantium 3 Bde. Washington/DC 2002; hier online.
  24. Knapper, einführender Überblick unter anderem bei Lilie, Einführung in die byzantinische Geschichte. S. 239ff. Zu den Geschichtsschreibern vgl. allgemein Karayannopulos/Weiß, Quellenkunde.
  25. Dumbarton Oaks Research Library and Collection
  26. Vgl. Projektseite der Abteilung Byzanzforschung des Institutes für Mittelalterforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, eingesehen am 24. Januar 2013.
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Dieser Artikel wurde am 28. März 2011 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.