Strahlmittel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Strahlmittel sind die beim Strahlen (auch Sandstrahlen und Kugelstrahlen) eingesetzten Hilfsstoffe.

Synthetisches Strahlmittel aus Kunststoff

Als Strahlmittel werden zum Beispiel Schrot, Kies, Stahlkies, Glaskugeln oder Drahtabschnitte aus Hartguss, Stahlguss oder Stahl eingesetzt. Nach der BGR 500 (früher VBG 48) „Strahlarbeiten“ ist die Verwendung von Quarzsand als Strahlmittel unzulässig. Als Strahlmittel wird sowohl kugeliges als auch kantiges Material verwendet. Für das Strahlmittel sind metallische und mineralische Stoffe sehr gebräuchlich, während synthetische oder pflanzliche eher selten angewendet werden. Bei den mineralischen und synthetischen Strahlmitteln haben einzelne Körner fast immer eine vieleckige Form mit scharfen Kanten. Keramik- und Glasperlen stellen mit ihrer kugeligen Form dabei eine Ausnahme dar. Zu den mineralischen Strahlmitteln gehören Keramik- und Glasperlen und alle Sorten von Korund (Aluminiumoxid Al2O3). Zu den synthetischen Strahlmitteln gehören die Kunststoffe, zu den pflanzlichen Strahlmitteln Nussschalen oder Kork. Die Körner der metallischen Strahlmittel können eine kugelige (wird auch als Shot oder Schrot bezeichnet), zylindrische (Drahtkorn) oder aber eckige oder kantige (wird auch Grit oder Kies genannt) Form aufweisen.

Immer größere Bedeutung erlangt in letzter Zeit Trockeneis (CO2) in Form von Pellets. Trockeneisstrahlen hat den Vorteil, dass es nicht abrasiv ist und rückstandsfrei zu Gas sublimiert, sodass nur der abgetragene Schmutz entsorgt werden muss.

Siehe auch: