Surrogat

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Surrogat (Begriffsklärung) aufgeführt.

Das Surrogat (surrogatus = der Ersatz, Partizip Perfekt Passiv des lateinischen Verbes surrogare = sub-rogare = jemanden anstelle eines anderen aus-/nachwählen) bezeichnet einen Ersatz für ein hochwertiges Produkt. Der Begriff Surrogat wird auch im übertragenen Sinn verwendet, z. B. im Bereich der Medizin und der Rechtswissenschaft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lebensmittelsurrogat

Ein Lebensmittelsurrogat oder Lebensmittelimitat, manchmal auch Lebensmittelplagiat, ähnelt vom Aussehen und Geschmack einem hochwertigen Produkt, ist aber in der Herstellung deutlich billiger. Die Zutaten eines Lebensmittelimitats und das Imitat selbst sind meist gesundheitlich unbedenklich. Imitate müssen nicht als solche deklariert werden, es genügt die Angabe der Zutatenliste. Es dürfen aber keine Bezeichnungen gewählt werden, die beim Verbraucher zur Verwechselung mit dem hochwertigen Produkt führen.

Beispiele hierfür sind:

Siehe auch: Reinheitsgebot

[Bearbeiten] Informatik

In der Informatik, insbesondere in Datenbanksystemen, steht ein Surrogatschlüssel für einen nicht semantischen, stellvertretenden Schlüssel. Er wird zumeist vom System generiert und einem Tupel zugewiesen, um die Eindeutigkeit herzustellen.
Dem entgegen steht der semantische Schlüssel, der ein Tupel in einem speziellen Kontext direkt identifiziert (Postleitzahlen, Länder, etc.).

Des Weiteren bezeichnet der Begriff in der DCOM-Welt einen Prozess (Surrogat-Prozess, engl. Surrogate Process), der eine prozessinterne Komponente auf einem Rechner A kapselt und beim Aufruf von einem Remote-Rechner B auf dem Rechner A ausführt.

[Bearbeiten] Rechtswissenschaft

Rechtswissenschaftlich wird ein Gegenstand, der an Stelle eines Ausgangsgegenstandes tritt, als Surrogat bezeichnet. Als Surrogat dienen nicht nur Sachen, sondern auch Forderungen. So kann als Surrogat auch ein Ersatzanspruch u. a. gelten. Eines der häufigsten Surrogate ist die Versicherungsforderung.

[Bearbeiten] Medizin

Als Diagnosekriterien werden bestimmte Messwerte (z. B. Biomarker) herangezogen, die als Surrogatwerte oder Surrogatmarker bei der Differentialdiagnose von Erkrankungen, aber auch im Rahmen anderer Entscheidungsprozesse, herangezogen werden.

Im weitesten Sinne therapeutisch tätige Prostituierte, die eine besonders rücksichtsvolle und einfühlsame sexuelle Dienstleistung für Behinderte anbieten oder nicht-ärztliche Psychotherapeuten gem. Heilpraktikergesetz, die sich bei Sexualstörungen als Ersatzpartner für eine Sexualtherapie anbieten gehen eine sog. Surrogatpartnerschaft mit ihren Klienten ein.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kakaogesetz
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