Suzanne Curchod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Suzanne Curchod

Suzanne Curchod (verheiratete Necker, * 2. Juni 1737 in Crassier, Schweiz; † 15. Mai 1794 in Lausanne, Schweiz) war eine bedeutende Pariser Salonière der Aufklärung. Sie war Ehefrau des französisch-schweizerischen Bankiers und Politikers Jacques Necker und Mutter der Schriftstellerin Madame de Staël.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Die hochgebildete Tochter eines unbemittelten reformierten Geistlichen lernte als Erzieherin in Paris Necker kennen, nachdem sie 1757 kurz mit Edward Gibbon verlobt gewesen war. Nach ihrer Heirat mit Necker (1764) wurde ihr Haus bald zum Treffpunkt bedeutender Persönlichkeiten der Aufklärung. Sie selbst gehörte zu den Stammgästen im Salon der 'philosophes', den Madame Helvétius unterhielt. Als Necker unter dem neuen König Ludwig XVI. Finanzminister geworden war, wandte sie ihre Aufmerksamkeit dem Gefängnis- und Hospitalwesen zu und gründete 1778 in Paris ein Hospital. Später betätigte sie sich auch als Autorin und verfasste u. a. ein Memorandum zum Krankenhauswesen (Mémoire sur l'Etablissement des hospices, 1786) und die Schrift Réflexions sur le divorce (=Überlegungen zur Ehescheidung, 1794). Nach dem Sturz Neckers als kurzfristiger Premierminister (1789) und angesichts der zunehmenden revolutionären Wirren in Frankreich zog sie sich mit ihm in die Schweiz zurück.

Werke[Bearbeiten]

  • Mémoire sur l'établissement des hospices
  • Des inhumations précipitées, 1790
  • Réflexions sur le divorce, Lausanne 1794
  • Mélanges (1798–1801)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]