Synthetismus

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Synthetismus (von franz. synthétiser: zusammenfassen) ist eine Kunstrichtung innerhalb der post-impressionistischen Kunst, die aus einer Vereinigung des Cloisonismus und Symbolismus entstand. Sie kann als eine Gegenbewegung zum Pointillismus verstanden werden. Begründet wurde sie etwa 1888 von Paul Gauguin, Émile Bernard, Louis Anquetin und anderen Künstlern der sogenannten Schule von Pont-Aven. Bekannt wurde sie durch eine Ausstellung im Pariser Café Volpini zur Weltausstellung 1889 in Paris.

Der synthetistische Künstler strebte an, drei Dinge zu vereinen:

  • Die äußerlichen Erscheinungen der Natur
  • Seine eigenen Gefühle darüber
  • Ästhetische Gesichtspunkte von Linie, Farbe und Form

Der Künstler möchte eine Synthese seiner Wahrnehmungs- und Vorstellungswelt schaffen, die er aus seiner Erinnerung heraus malerisch festhält. Es entstanden in ihrer Darstellung stark vereinfachte und von der bloßen Abbildung gelöste Bilder, oft sehr flächig und mit dekorativen Elementen gemalt. Er benutzte dabei häufig grelle, leuchtende Farben.