Taps

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Dieser Artikel behandelt das Musikstück Taps. Für weitere Bedeutungen, siehe: Taps (Begriffsklärung)
Ein Hornist bläst den Taps während eines Militärbegräbnisses auf dem US-Nationalfriedhof Arlington.

Das Musikstück Taps ist in den USA fester Bestandteil des militärischen Trauer- und Beisetzungszeremoniells. Es ist ein kurzer, musikalisch nicht anspruchsvoller Signalruf, der seinen feierlichen Charakter erst durch die Art des Vortrags gewinnt. Aufgrund seiner häufigen Verwendung in Kino- und Fernsehfilmen, die sich mit dem amerikanischen Militär beschäftigen, besitzt Taps einen hohen internationalen Bekanntheitsgrad. Normalerweise wird das Stück von einem Solomusiker auf der Trompete intoniert, durchaus üblich ist aber auch das Verwenden eines Dudelsackes.

Taps hat seinen Ursprung in der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865). Im Jahr 1862 entstand es unter der Federführung des US-Nordstaaten-Generals Daniel Adams Butterfield und seines Stabstrompeters Oliver Willcox Norton als Signal zur Nachtruhe, also als Zapfenstreichsignal. Bereits im gleichen Jahr wurde Taps aber schon zur Trauerfeier für gefallene US-Soldaten gespielt und behielt diese Rolle bei. 1891 wurde Taps offiziell als Signalruf bei militärischen Trauerfeiern in den Dienstvorschriften der US-Streitkräfte festgelegt.

Wegen der einfachen harmonischen und melodischen Struktur (im Auftakt eine Quarte nach oben), dann die Töne eines gebrochenen Durakkords nach oben vervollständigend, wurde das Stück von der Popmusik früh aufgegriffen und weiterverarbeitet. Dabei sind die ersten sechs Töne identisch, danach folgen in dem Stück Il Silenzio harmonisch ähnliche Folgen, ohne aber das Original zu plagiieren.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.youtube.com/watch?v=WChTqYlDjtI

Weblinks[Bearbeiten]