Tarenflurbil

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Strukturformel
Strukturformel von Tarenflurbil
Allgemeines
Freiname Tarenflurbil
Andere Namen
  • (R)-2-(3-Fluor-4-phenylphenyl)propionsäure (IUPAC)
  • (R)-2-Flurbiprofen
Summenformel C15H13FO2
CAS-Nummer 51543-40-9
PubChem 92337
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Nichtopioid-Analgetika

Eigenschaften
Molare Masse 244,26 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 301+310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]

T
Giftig
R- und S-Sätze R: 25
S: 26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Tarenflurbil, ein nicht steroidales Antiphlogistikum (NSAID), ist das rechtsdrehende Enantiomer von Flurbiprofen.

Tarenflurbil ist ein Wirkstoff, der die Produktion von Beta-Amyloid-Proteinen (Abeta) 42 über eine Hemmung des Enzyms Beta-Sekretase senkt.[3] Bei seiner Einnahme konnte an Patienten einer Phase-III-Untersuchung gezeigt werden, dass sie dafür mehr Abeta mit 38 statt 42 Aminosäuren aufweisen. Da das Gehirn diese Proteine weiter verstoffwechseln kann, werden damit Hoffnungen verbunden, den Grundprozess der Bildung der alzheimerkrankheitsspezifischen Plaques beeinflussen zu können. Als Effekt verlangsamte die 800 mg-Dosierung pro Tag die allmähliche Verschlechterung in den Aktivitäten des täglichen Lebens, über zwei Jahre beobachtet, bei der milden Form der Alzheimerkrankheit. Dagegen war aber kein signifikanter Einfluss in den kognitiven Tests zu erkennen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt (R)-(−)-2-Fluoro-α-methyl-4-biphenylacetic acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 23. April 2011 (PDF).
  2. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Beher D, Clarke EE, Wrigley JD, et al.: Selected non-steroidal anti-inflammatory drugs and their derivatives target gamma-secretase at a novel site. Evidence for an allosteric mechanism. In: J. Biol. Chem.. 279, Nr. 42, Oktober 2004, S. 43419–26. doi:10.1074/jbc.M404937200. PMID 15304503.
  4. So die britische Alzheimer-Gesellschaft, Meldung vom 2. Mai 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

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