Technologiescouting
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Unter Technologiescouting versteht man die strukturierte Beobachtung und das frühzeitige Erkennen von Veränderungen, Potentialen und relevantem Wissen technologischer Entwicklungen und Prozesse. In der Regel bedeutet das eine durch die Nachfrage getriebene Recherche nach Experten oder deren implizitem Wissen, die Lösungen für eine konkrete Fragestellung bieten. Dieses zielgerichtete Vorgehen findet sich u.a. als aktives Element im Technologietransfer bei der Vermittlung von Kooperationsvorhaben zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Oft wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff Matching verwendet, weil es um das Herstellen passgenauer Kontakte und Verbindungen von Personen und Kompetenzen geht.
Unternehmen sehen die Gründe für steigenden Scouting- und Transferbedarf externer Technologiequellen im Wesentlichen in der Globalisierung, der Reduzierung eigener Forschungsaktivitäten, dem erhöhten Effektivitätsdruck auf Forschung und Entwicklung, der zunehmenden technologischen Diversifizierung und steigenden Komplexität von Technologien.
Die Anforderungen an einen Technologiescout umfassen deshalb im Wesentlichen Organisations- und Kommunikationsgeschick, einschlägige Branchenerfahrung, die Kenntnis funktionierender Verwertungsstrukturen, Gespür für technische und wirtschaftliche Zusammenhänge und breite interdisziplinäre Fachkompetenz.

