Tendinitis calcarea

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Klassifikation nach ICD-10
M75.3 Tendinitis calcarea im Schulterbereich
M76.- Enthesopathien der unteren Extremität mit Ausnahme des Fußes
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
Röntgenbild einer Kalkschulter

Der Tendinitis calcarea (auch kalzifizierende Tendinitis) liegen kalkartige Ablagerungen in Sehnen und Sehnenansätzen zugrunde. Sie kommen besonders an der Rotatorenmanschette des Schultergelenkes vor, hier auch als Kalkschulter bezeichnet. Hier ist am häufigsten die Supraspinatussehne betroffen. Weitere häufigere Lokalisationen sind z. B. Patellarsehne und Achillessehne, es kann aber prinzipiell auch jede andere Sehne betroffen sein.

Verschiedene Prozesse lösen einen Umbau bzw. eine Ruptur an der Stelle der kalkartigen Ablagerungen aus, in deren Folge entzündliche Vorgänge ablaufen, welche die Symptome wie Schmerzen, Schwellung, Rötung und Bewegungseinschränkung hervorrufen.

Die Diagnose wird durch Röntgenaufnahmen oder eine Sonographie des betroffenen Gelenks respektive der betroffenen Sehnen gestellt.

Die Behandlung erfolgt durch Gabe entzündungshemmender Medikamente wie Diclofenac oder Injektionen mit Steroiden und Lokalanästhetika. Weiterhin sind Erfolge mit extrakorporaler Stoßwellentherapie (ESWT) beschrieben. Bei Erfolglosigkeit der konservativen Methoden kann die – offen chirurgische oder arthroskopische – operative Entfernung zum Erfolg führen.

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Siehe auch[Bearbeiten]

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