Tendzin Wanggyel

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Dieser Artikel behandelt den zeitgenössischen Autor. Für den Dichter Dangjinwangjil, tib. bsTan 'dzin dbang rgyal (1854–1907), siehe Namdschildordschiin Danzanwandschil.

Tendzin Wanggyel Rinpoche (tib.: bstan 'dzin dbang rgyal rin po che; * 1961) (deutsche Schreibweise: Tenzin Wangyal Rinpoche) ist Autor von Werken über Dzogchen, Yoga des Traums und luzide Träume. Er ist Gründer und Direktor des Instituts Ligmincha und mehrerer Chamma Ling genannter Zentren, die sich dem Studium und der Praxis der Bön-Tradition widmen.

Biografie[Bearbeiten]

Tendzin Wanggyel wurde kurz nach der Flucht seiner Eltern vor der chinesischen Invasion Tibets in Amritsar, Indien, geboren. Sein Vater war ein Lama der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus und seine Mutter eine Praktizierende der Bön-Tradition. Nach dem Tod seines Vaters heiratete seine Mutter nochmals einen Lama der Bön-Tradition. Bis zum Alter von 10 Jahren besuchte Tendzin Wanggyel eine christliche Schule, dann ließen seine Eltern ihn in das Bön-Kloster Menri à Dolanji (Indien) eintreten, wo er zum Mönch geweiht wurde.

Er erhielt sowohl von Bön- als auch von Meistern des Buddhismus unterricht. Seine wichtigsten Lehrer waren Lopön Tendzin Namdag Rinpoche und Lopön Sanggye Tendzin Rinpoche, der in ihm die Wiedergeburt des Khyung Tul Rinpoche, eines renommierten Meditierenden und Gelehrten sah.

Im Alter von 16 Jahren trat Tendzin Wanggyel in die klösterliche Dialektische Schule ein. Dort begann er seine Karriere als Lehrer. Im Alter von 19 Jahren wurde er dann Direktor der Schule und übte diese Funktion vier Jahre lang aus.

1986 erhielt er den Grad eines Geshe. Zeitgleich wurde er an der Bibliothek der tibetischen Archive und (Meister-) Werke in Dharamsala angestellt und vom 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho dazu ausgewählt, die Bön-Schule in der Delegiertenversammlung der tibetischen Exilregierung zu vertreten.

1989 begab sich Tendzin Wanggyel nach Merigar in Italien, auf Einladung der Gemeinschaft des Chögyel Namkhe Norbu. Seit 1991 lebt er in den Vereinigten Staaten. Er hält zahlreiche Kurse in Europa und Amerika ab.

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Deutsch

  • Übung der Nacht. Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum. Goldmann Verlag, 2008.
  • Erleuchtung im Schlaf. Die tibetische Kunst des Traum-Yoga. Econ, 2003.
  • mit Theo Kierdorf und Hildegard Höhr: Der kurze Weg zur Erleuchtung. Dzogchen-Meditation nach den Bön-Lehren Tibets. Fischer, Frankfurt/Main, 1997
  • Die heilende Kraft des Buddhismus. Leben im Einklang mit den fünf Elementen. Goldmann, München 2012, ISBN 978-3-442-21975-9.

Englisch

  • Mit Anne C. Klein: Unbounded Wholeness: Bon, Dzogchen, and the Logic of the Nonconceptual. Oxford University Press, 2006
  • The Tibetan Yogas of Dream and Sleep. Snow Lion Publications, Ithaca, New York. (1998)
  • Wonders of the Natural Mind. Snow Lion Publications, Ithaca, New York. (2000)
  • Healing with Form, Energy, and Light. Snow Lion Publications, Ithaca, New York. (2002)
  • Tibetan Sound Healing. Sounds True, Boulder, Colorado. (2006)

Weblinks[Bearbeiten]