Theia

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Dieser Artikel behandelt die Figur aus der griechischen Mythologie, für den nach ihr benannten Himmelskörper siehe Theia (Protoplanet), für die gleichnamige Heuschreckengattung siehe Theia (Gattung)

Theia (altgriechisch: Θεία / Theía bzw. Théa Θέα / Théa oder Éthra Αἴθρα / Aíthra) ist eine weibliche Gestalt der griechischen Mythologie.

Sie gehört als Tochter von Gaia und Uranos zu den 12 Titanen.

Namen[Bearbeiten]

Andere Namen der Theia sind Basileia (Βασίλεια - "die Königliche") und Thia ("die Göttliche"; lat. diva).

Ihr Name wird auch vom phönizischen Thohu - "das Leere" - hergeleitet (vgl. Tohuwabohu), was an ihre Herkunft aus dem Chaos erinnert.

Verwandtschaft[Bearbeiten]

Als Gattin ihres Bruders Hyperion ist sie Mutter des Sonnengottes Helios, der Mondgöttin Selene und der Göttin der Morgenröte, Eos. Als diese wurde sie auch Euryphaessa, die "weithin Leuchtende" bezeichnet und nach Karl Kerényi darf man in ihr die Mondgöttin selbst erkennen. Mit Okeanos als Gatten soll sie die Mutter der Kerkopen sein, die letztlich von Zeus in Affen verwandelt wurden.

Stammbaum der Titanen[Bearbeiten]

Chaos ------> Gaia ------> Uranos
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Göttergeschlecht der Titanen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Okeanos
 
 
Kreios
 
 
Hyperion
 
 
Theia
 
 
Themis
 
 
Phoibe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kronos
 
Koios
 
Iapetos
 
Rhea
 
Mnemosyne
 
Tethys
 
 


Schicksal[Bearbeiten]

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01:12, 11. Mai 2011 (CEST)

Nachdem Theia auch für ihre Kinder einen Anteil an der Herrschaft der Titanen fordert, wird sie bestraft: Hyperion wird umgebracht, Helios im Fluss Eridanus ertränkt und Selene stürzt sich daraufhin in den Tod. Das führt bei Theia zu einer tiefen "Ohnmacht", während der ihr Helios im Traum erscheint und ihr verkündet, dass das neue Göttergeschlecht ihn dazu bestimmt habe, als Sonne über das Firmament zu ziehen, während Selene als Mond den Himmel erleuchten solle. Als Theia wieder erwacht, verbittet sie sich jede Berührung, zieht mit Trommeln und Zymbeln durch das Land und verschwindet in einem Unwetter, als man sie doch zu ergreifen versucht.

Quellen[Bearbeiten]

  • Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Die Götter- und Menschheitsgeschichten. dtv, ISBN 3-423-30030-2
  • Michael Köhlmeier: Klassische Sagen des Altertums. ORF, 1995, Edition Radio Literatur

Siehe auch[Bearbeiten]

 Wiktionary: Theia – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten]