Thomas Weber (Publizist)

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Thomas Weber (* 1963) ist freier Publizist.

Er studierte Germanistik Philosophie und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und war lange Zeit als freier Publizist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig. Er promovierte mit einer Arbeit über deutsche Fernsehkrimis und arbeitete von 1993 bis 1998 als DAAD-Lektor an der Groupe HEC, einer renommierten Grande École für Management bei Paris. Nach 1998 lebte er in Berlin und arbeitet als Medienwissenschaftler (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Theorie und Geschichte des Films) am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. In 2008 arbeitete er am Institut für Kommunikationswissenschaft an der Universität Bonn. Im Herbst 2011 wurde er auf eine Professur für Medienwissenschaft mit den Schwerpunkten Film und Fernsehen an die Universität Hamburg, Institut für Medien und Kommunikation, berufen.

1992 hat er den medien- und kulturwissenschaftlich ausgerichteten „Avinus Verlag“ mitgegründet, den er seit 2000 nebenberuflich leitet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört der interkulturelle Vergleich von Medienkulturen im deutsch-französischen Kontext, die theoretische Reflexion einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Medienwissenschaft - und hier insbesondere die französische Mediologie, sowie Studien zur Medien- und Erinnerungskultur und zur Medienästhetik.

Schriften[Bearbeiten]

  • Mediologie als Methode. Hrsg. zsm. mit Birgit Mersmann, Berlin 2008 (Avinus Verlag), ISBN 978-3-930064-89-2
  • Medialität als Grenzerfahrung. Futurische Medien im Kino der 80er und 90er Jahre. Bielefeld 2008 (transcript Verlag) ISBN 978-3-89942-823-0
  • “Perspektiven interkultureller Forschung in der deutschen Medienwissenschaft”, in: Fischer, Harth, Ph. u. V. Viallon (Hrsg.): Identität und Diversität. Eine interdisziplinäre Bilanz der Interkulturalitätsforschung in Deutschland und Frankreich / Identité et Diversité. État des lieux interdisciplinaire de la recherche sur l’interculturalité en France et en Allemagne. Berlin 2005 (AVINUS Verlag), S. 119 -131
  • Mémoire & Médias (Herausgeber zsm. mit Louise Merzeau). Paris 2001 (Éditions Avinus)
  • Wegweiser durch die französische Medienlandschaft (Herausgeber zsm. mit Stefan Woltersdorff). Marburg 2001 (Schüren Verlag), darin: „Kino in Frankreich. Zum Strukturwandel der letzten 20 Jahre"[1], S. 125 - 150
  • „Medien und Philosophie. Anmerkungen zu einem schwierigen Verhältnis und zur Entwicklungslogik von Medientheorien“, in: Kommunikation – Medien – Gesellschaft, hrsg. Von Philippe Viallon u. Ute Weiland, Berlin 2002 (AVINUS Verlag), S. 365 - 379
  • „La réalité emphatique. Le roman policier. Un traité philosophique. Une première interprétation de la culture de masse“, in: Culture de masse et modernité. Siegfried Kracauer, sociologue, critique, écrivain, hrsg. Von Nia Perivolaropoulou, Philippe Despoix und Joachim Umlauf, Paris 2001 (Éditions de la maison des sciences de l’homme), S. 23 – 39
  • "Zur mediologischen Konzeption von Jenseits der Bilder", Nachwort zur deutschen Ausgabe von Jenseits der Bilder. Eine Geschichte der Bildbetrachtung im Abendland von Régis Debray, Rodenbach 1999, S. 403-411
  • ”Zur Konstruktion von Erinnerung in den frühen Filmen von Alain Resnais“, in: Schuld und Sühne? Kriegserlebnis und Kriegsdeutung in deutschen Medien der Nachkriegszeit (1945-1961), Hrsg. Von Ursula Heukenkamp, Amsterdamer Beiträge, Bd. 1, S. 395 – 405, Amsterdam 2001
  • "Die beruhigende Mörderjagd. Zur Ästhetik und Funktion von westdeutschen Fernsehkrimis", SPIEL (Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft), Jg. 13 (1994), Heft 2, Sonderheft "Krimi im Fernsehen / Crime Fiction on Television" 1996, S. 256-277
  • Die unterhaltsame Aufklärung. Bielefeld 1992 (Aisthesis Verlag) ISBN 3-925670-70-X

Weblinks[Bearbeiten]