Tomasz Strzembosz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Porträt Tomasz Strzemboszs von Zbigniew Kresowaty

Tomasz Strzembosz (* 11. September 1930 in Warschau; † 16. Oktober 2004 in Warschau) war ein polnischer Historiker.

Leben und Werk[Bearbeiten]

In der Volksrepublik Polen war er einer der wenigen Historiker, die sich nicht der Staatsdoktrin beugten. Bereits in den 1950er Jahren wurde er vom Ministerstwo Bezpieczeństwa Publicznego (Ministerium für Öffentliche Sicherheit) verfolgt und konnte seinen Magister-Abschluss in Geschichte nicht erlangen. Diesen erhielt er erst 1959. Seine Habilitation aus dem Jahre 1982 wurde erst 1989 anerkannt.[1]

Er setzte sich vor allem mit dem polnischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg auseinander, insbesondere mit dem Widerstand im besetzten Warschau und den antisowjetischen Partisanen im besetzten Ostpolen.[2]

Nach der Wende wurde er 1991 „Außerordentlicher Professor“, 1991 schließlich „Ordentlicher Professor“ der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und erhielt einen Lehrauftrag an der Katholischen Universität Lublin. 1997 ging er in den vorzeitigen Ruhestand.[1] Seiner Geschichtsschreibung wird ein patriotischer Beweggrund zugeschrieben.[3]

Bücher[Bearbeiten]

  • Tumult warszawski 1525 r.
  • Saga o „Łupaszce“ ppłk. Jerzym Dąbrowskim 1889-1941
  • Szare Szeregi jako organizacja wychowawcza
  • Oddziały szturmowe konspiracyjnej Warszawy 1939-1945, PWN 1979, ISBN 83-01-00085-6
  • Odbijanie i uwalnianie więźniów w Warszawie 1939-1944, pub. 1972
  • Akcje zbrojne podziemnej Warszawy 1939-1945, pub. 1978, reprinted 1983
  • Refleksje o Polsce i podziemiu 1939-1945, pub. 1987, reprinted 1990
  • Bohaterowie "Kamieni na szaniec" w świetle dokumentów, pub. 1994
  • Rzeczpospolita podziemna
  • Antysowiecka partyzantka i konspiracja nad Biebrzą X 1939-VI 1941, pub. 2004

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Vgl. Biografie auf der Website der Katholischen Universität Lublin [1]
  2. Vgl. ipn.gov.p; abger. am 3. Februar 2009
  3. Vgl. Nachruf auf Prof. Strzembosz[2] im Tygodnik Solidarność