Topoisomerase

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Topoisomerasen

Topoisomerasen

Typ I Topoisomerase an DNA

Topoisomerasen

Gyrase-Molekül
Bezeichner
Externe IDs CAS-Nummer80449-01-0 CAS-Nummer: 142805-56-9 (Typ II)
Enzymklassifikation
EC, Kategorie 5.99.1.-  Isomerase
Reaktionsart Einführung von Doppelstrangbrüchen, Hindurchführen eines Strangs durch entstandene Lücke, wiedervereinigung der Stränge
Substrat DNA

Topoisomerasen sind Enzyme, die für die Topologie von DNA-Molekülen verantwortlich sind. Man unterscheidet zwei übergeordnete Klassen:


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Topoisomerase Typ I

Durch die für die Vorgänge Transkription und Replikation notwendige Entspiralisierung der gerade abgelesenen DNA-Abschnitte kommt es in angrenzenden Bereichen der Helix automatisch zum Positiven supercoiling, einer zu starken Verwindung der DNA-Doppelhelix, die mit Torsionskräften einhergeht. Um den Torsionskräften entgegen zu wirken, wird das positive supercoiling durch die Topoisomerase Typ I entspannt. Dabei verursacht die Topoisomerase Typ I einen Einzelstrangbruch ohne dabei ATP zu verbrauchen.[2] Bei ihrem Abgang von der DNA verschließt sie den Bruch wieder. Anschließend entfernen die Topoisomerase I & IV die negative Abweichungen des Verwindungszustandes und stellen so den physiologischen Normalzustand wieder her.[3]

[Bearbeiten] Topoisomerase Typ II

Hauptartikel: Typ II Topoisomerase

Topoisomerasen Typ II wirken einerseits entgegen den oben genannten Torsionskräften und beeinflussen andererseits die räumlichen Anordnung der DNA. Sie erzeugen unter ATP Verbrauch einen temporären DNA-Doppelstrangbruch, so dass ein anliegender Helix-Teil durch die gebildete Lücke passieren kann.[4] Dies ermöglicht umfassende Chromatinumordnungen.[5]


[Bearbeiten] Medizinische Relevanz

Jeweilige Unterarten der Topoisomerasen sind Angriffspunkte einiger Zytostatika und Antibiotika [6]:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Peter Karlson: Karlsons Biochemie und Pathobiochemie 15. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2005, S. 835
  2. Joachim Rassow: Biochemie. 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2008, S. 436
  3. Peter Karlson: Karlsons Biochemie und Pathobiochemie 15. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2005, S. 797
  4. Joachim Rassow: Biochemie. 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2008, S. 436
  5. Rolf Knippers: Molekulare Genetik 9. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2006, S. 190
  6. Joachim Rassow: Biochemie. 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2008, S. 442

[Bearbeiten] Weblinks

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