Uwagi

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Das Schema einer Uwagi.

Uwagi (jap. 上衣 oder 上着) bezeichnet in japanischen Kampfkünsten (jap. Budō) die „Jacke“[1]. Die Uwagi gehört zum Trainingsanzug (jap. Keikogi) des Kampfsportlers und kann in ihrem Aussehen stark variieren.

Inhaltsverzeichnis

Verwendung[Bearbeiten]

Ein Budōka mit Vereinsemblem und Werbung auf seiner Uwagi.

Uwagi werden wie ein Hemd angezogen und stets mit dem linken über dem rechten Seitenteil getragen. Sollte im Todesfall jemand in seiner Uwagi bestattet werden, so wird das rechte über das linke Seitenteil gelegt.[2] Ein Gürtel (jap. Obi) wird verwendet, damit die Jacke nicht aufgeht. Zur Befestigung der beiden Seitenteile verwenden einige Modelle eine Schnürung auf Höhe der Taille (z.B. im Jiu Jitsu, Karate) oder im Brustbereich (z.B. im Iaidō).

Häufig sind auf den Uwagi Vereins- oder Verbandsembleme (sog. Abzeichen) zu sehen. Diese stellen dann die Zugehörigkeit des Budōka zu einer Kampfkunst, einem Verband und/oder einem Verein dar. Häufig sind auch Werbesticker der Herstellerfirmen als Eigenwerbung auf die Uwagi aufgestickt.

Stoff[Bearbeiten]

Die Uwagi besteht meist aus Baumwolle und ihre Dicke bzw. Stärke variiert stark – von acht bis hin zu 16 Unzen (oz). Die Stärke und Webemuster sind abhängig von den Anforderungen der Kampfkunst und auch der Vorliebe des einzelnen Budōka.

Farbe[Bearbeiten]

Die Farbe der Uwagi − traditionell weiß − ist von der Kampfkunst selbst abhängig oder wird vom Kampfkunstverband oder -verein bestimmt. Häufige Färbungen sind weiß, schwarz und blau.

Quelle[Bearbeiten]

  1. Dr. Ulrich Apel: Wadoku Jiten – Japanisch-Deutsches Wörterbuch: http://www.wadoku.de/ Zugriff 19. Dezember 2009
  2. Dave Lowry: In the dojo: the rituals and etiquette of the Japanese martial arts. ISBN 978-0834805729, S. 44f, Google-Link Zugriff 19. Dezember 2009