Versteck

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Dieser Artikel behandelt den Unterschlupf. Zum 1978 produzierten deutschen Liebesfilm siehe Das Versteck, zum 1992 erschienenen Roman von Dean Koontz siehe Das Versteck (Roman).
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Das Versteck ist ein Ort, an dem sich Menschen oder Tiere aufhalten, die von Feinden oder von potentiellen Beutetieren nicht bemerkt werden wollen; als passiver Schutz dient es, um Beute aufzubewahren oder um Feinden aufzulauern. In letzterem Fall spricht man in der Jägersprache auch von einem Ansitz. Des Weiteren bezeichnet es einen Ort, an dem Besitztümer in einem versteckten Speicher aufbewahrt werden, um sie dem Zugriff von Anderen zu entziehen.

Beispiele[Bearbeiten]

  • Zum Zweck der Eiablage und Brutpflege sowie zum Schlafen (auch Winterschlaf) suchen Lebewesen oft Orte auf, die als Versteck dienen. Ein derartiges Versteck ist dadurch charakterisiert, dass es schwer einzusehen – also getarnt – und meist auch schwer zugänglich ist.

Militär[Bearbeiten]

Im Militärwesen ist ein Versteck ein getarntes Biwak, in dem die Truppe sich verbirgt, ruht und versorgt. Ein Versteckraum für einen Jagdkampfzug besteht aus mehreren Einzelverstecken für die Gruppen, den Zugtrupp und unterstützende Teile des Jagdkampfzugs.

Das Versteck selbst wird für zehn Soldaten aus bis zu zwei Vierecken aus Zeltbahnen gebildet. Jeweils mindestens ein Soldat je Viereck befindet sich auf Feuerwache und meist zwei Soldaten der Gruppe als Alarmposten außerhalb des Verstecks. Der Alarmposten darf nicht unmittelbar neben dem Versteck liegen, sondern soll in vermutete Feindrichtung ggf. Feindkräfte durch Feuerkampf in der Annäherung verzögern und der sich im Versteck befindenden Gruppe Zeit verschaffen diese zu räumen. Das Versteck muß so weit auch seitlich abgesetzt vom Alarmposten liegen, dass es nicht durch Feuer auf den Alarmposten niedergehalten wird. Befinden sich Teile der Gruppe in der Aufklärung, ist ein Zeltbahn-Viereck für dann bis sieben Soldaten ausreichend, davon zwei auf Alarmposten und einer auf Feuerwache. Abgesetzt vom Versteck wird entgegen der vermuteten Feindrichtung ein Sammelpunkt für den Fall des Ausweichens befohlen.

In der Ausbildung sind die Tarnung des Verstecks, der geräuschlose, schnelle Abbau und das Verlassen zu üben. Wichtig ist dabei die Spurentarnung um das Versteck, auch durch Vermeidung von Spuren beim Sammeln von Tarnmaterial oder bei der Wasserbeschaffung. So konnten während des Malaysiakonflikts Verstecke irregulärer Kräfte durch Spuren an Wasserstellen aufgeklärt werden. Das Versteck wird mit natürlichem Tarnmaterial vor Erdsicht geschützt. Dieses wird nicht aus der unmittelbaren Umgebung entnommen, um keine Spuren zu verursachen. Das Sammeln ist rechtzeitig zu befehlen. Ein Kochfeuer wird nur für die Zubereitung von Verpflegung unterhalten, zumeist vor Aufbruch aus dem Versteck, um die Tarnung nicht durch Geruch zu gefährden. Das einzelne Versteck ist auch wegen des Lichtschutzes für das Kochfeuer möglichst klein zu halten.

Ein Versorgungspunkt wie ein Erddepot ist nicht gleichzeitig als Versteck zu nutzen. Beide werden getrennt voneinander angelegt, um bei einem Ausweichen nach Aufklärung nicht den Versorgungspunkt zu verlieren.

Fernspähtrupps benutzten früher meist ein „Fuchsloch“ als Nahversteck zur permanenten Aufklärung und Überwachung etwa einer Marschstraße. Ein Nachteil eines solchen als Erdbunker angelegten Verstecks ist der Zeitansatz von zwei Nächten für den Ausbau. Vorteile sind ein bedingter Witterungsschutz und gute Tarnung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Versteck – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen