Versteck

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Dieser Artikel behandelt den Unterschlupf. Zum 1978 produzierten deutschen Liebesfilm siehe Das Versteck, zum 1992 erschienenen Roman von Dean Koontz siehe Das Versteck (Roman).

Das Versteck ist ein Ort, an dem etwas versteckt ist oder an dem sich jemand versteckt hält. Das Wort Versteck stammt aus dem Niederdeutschen, abgeleitet aus mittelniederdeutsch vorstecke, was soviel wie Heimlichkeit, Hintergedanke bedeutet.[1] So wird etwa auch ein Hinterhalt als Versteck, aus dem jemand lauert derart bezeichnet.[2]

Etymologie[Bearbeiten]

Das Verb verstecken für ‘verbergen’ wurde im 16. Jahrhundert gebildet; vgl. ahd. firstecken ‘verstopfen’ (13. Jahrhundert), mhd. verstecken ‘ersticken machen’; das Substantiv Versteck für ‘heimlicher Aufbewahrungsort’ wurde im 18. Jahrhundert aus dem mnd. vor allem in der Seemannssprache verwendeten vorstecke ‘Hinterhalt, geheime Absicht’ gebildet.[3]

Verwendung[Bearbeiten]

Das Wort wird unterschiedlich verwendet, wurde jedoch ursprünglich vor allem in der Militärsprache als Synonym für Hinterhalt gebraucht[4]. So schrieb das Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart von Johann Christoph Adelung 1801:

„Der Verstêck, des -es, plur. inusit. ein nur im gemeinen Leben für das Verstecken übliches Wort. Die Kinder spielen Versteck, wenn sie sich verstecken. Man gebraucht es auch wohl in der Kriegeskunst, sowohl zu Wasser, als zu Lande, wo Truppen und Kriegesschiffe einen Versteck machen, wenn sie sich in den Hinterhalt legen.“

Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1149. [5]

Das Deutsche Wörterbuch weist darauf hin, dass Versteck zunächst im 18. Jahrhundert aus dem Norddeutschen in die Schriftsprache einging und zunächst für Seekriege üblich war. In der älteste Stelle an der das Wort nachweisbar ist, zeige es aber schon die abgeleiteten Bedeutung 'hinterlist, geheime absicht': sunder vorstecke unde argelist. Adelung kenne es neben dem kriegstechnischen Ausdruck nur als ein im gemeinen Leben für das Verstecken im Kinderspiel übliches Wort. Um die Wende des 18. und 19. Jahrhundert tauchte der Begriff erstmals in der Literatur, früh auch in der naturwissenschaftlichen Sprache von Tierbeobachtungen wie zum Beispiel: „den antilopen und wilden schweinen pflegen sie hinter einem versteck aufzulauern“. Weitere und zum Teil jünger sind die Bedeutungen als Zufluchtsorts sowie als heimlicher Aufbewahrungsort.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Versteck in duden.de, abgerufen am 30. August 2014
  2. Hinterhalt in DWDS, abgerufen am 30. August 2014
  3. Versteck in DWDS, abgerufen am 30. August 2014
  4. Pierer's Universal-Lexikon, Band 18. Altenburg 1864, S. 522., online in zeno.org, abgerufen am 31. August 2014
  5. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1149.; online in zeno.org, abgerufen am 31. August 2014
  6. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971.; online in wörterbuchnetz.de, abgerufen am 31. August 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Versteck – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen