Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Gebäude der Vertretung der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beim Bund in Berlin

Die Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund ist die Landesvertretung des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in der Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie alle deutschen Bundesländer, nimmt auch das Land Mecklenburg-Vorpommern seine Interessen gegenüber dem Bund und den anderen Bundesländern mit einer Landesvertretung wahr.

Die Vertretung befand sich seit der Wiedereinrichtung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 bis 1999 in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Erster Staatssekretär war Eckbert Mroch. Seit 1999 befindet sich die Landesvertretung in der Bundeshauptstadt Berlin, dem Sitz von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat. Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund ist Pirko Kristin Zinnow[1].

Gebäude[Bearbeiten]

Gebäude in Bonn

In Bonn[Bearbeiten]

Die erste Landesvertretung wurde 1991 in Bonn eröffnet. Mecklenburg-Vorpommern nutzte gemeinsam mit dem Bundesland Sachsen das Gebäude der ehemaligen Ständigen Vertretung der DDR, ein dreistöckiges Haus in der Godesberger Allee 18. Das Gebäude wurde dafür in den Jahren 1991 bis 1994 umgebaut.

In Berlin[Bearbeiten]

Die Vertretung Mecklenburg-Vorpommerns zog nach den Umzugsbeschlüssen von Bundestag und Bundesrat nach Berlin in das ehemalige Haus der Kurmärkischen Ritterschaftsbank und spätere Gästehaus des Ministerrates der DDR in der Mohrenstraße Nr. 66. Hier hatte die Vertretung ihren Sitz bis zur Fertigstellung des Neubaus in den Ministergärten.

Seit 2001 teilt sich das Land Mecklenburg-Vorpommern das neu errichtete Gebäude seiner Landesvertretung mit der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in den historisch bedeutsamen Ministergärten. Der Bau wurde nach einem 1997 europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb errichtet. Mit der Bauplanung und Bauausführung waren das Hamburger Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner und die Berliner Landschaftsplaner Krafft-Wehberg-Wes & Partner beauftragt. Im Februar 2000 wurde der Grundstein gelegt; die Einweihung der Landesvertretung fand am 18. Oktober 2001 im Beisein der Ministerpräsidenten Harald Ringstorff und Manfred Stolpe sowie der Finanzministerinnen Sigrid Keler und Dagmar Ziegler mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft statt. Die Kosten für das Gebäude betrugen 18,41 Millionen Euro[2].

Die Verbindung zwischen den beiden Vertretungen bildet eine gemeinsame, mehrgeschossige Halle. Um diese legen sich zwei, nicht deckungsgleiche Gebäudewinkel: Einer der Flügel ist um ein Geschoss niedriger als der andere. Im Erdgeschoss befinden sich Veranstaltungsräume, im ersten Obergeschoss Räume für die Inneren Dienste, im zweiten die Räumlichkeiten der Referate und im dritten Obergeschoss die Leitungsbereiche der beiden Landesvertretungen. Die Außenflächen des Gesamtbaues sind mit Schieferplatten und nordischem Holz, die Innenfassaden mit Holz verziert.

Die Gartenanlage weist Terrassen, Wasserflächen und märkische Kiefern auf. Der so genannte Philosophengang bietet Gelegenheit zu kleineren Spaziergängen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerstin Wittmann-Englert, René Hartmann (Hrsg.): Bauten der Länder. Die Landesvertretungen in Bonn, Berlin und Brüssel, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2013, S. 136-143. ISBN 978-3-89870-796-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Landesregierung vom 22. Oktober 2013
  2. „Von Bayern bis Sachsen-Anhalt: Wie sich die Länder in der Hauptstadt präsentieren“, Berliner Morgenpost, 1. Dezember 2002, abgerufen am 29. Mai 2009

52.5120213.379081Koordinaten: 52° 30′ 43″ N, 13° 22′ 45″ O