Vierspringerspiel
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| Die Grundstellung des Vierspringerspiels |
Beim Vierspringerspiel handelt es sich um eine Eröffnung des Schachspiels, die in mehrere Varianten unterteilt wird. Das Vierspringerspiel zählt zu den Offenen Spielen und ist in den ECO-Codes unter den Schlüsseln C47-C49 klassifiziert.
Das Vierspringerspiel beginnt in der Regel mit den Zügen
- 1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Sb8-c6 3. Sb1-c3 Sg8-f6
Es kann sich aber auch durch Zugumstellung aus dem Dreispringerspiel, der Russischen Verteidigung oder der Wiener Partie entwickeln.
[Bearbeiten] Varianten
Folgende Hauptvarianten sind bekannt:
- Schottisches Vierspringerspiel: 4. d2-d4 führt oft nach 4. ... e5xd4 5. Sf3xd4 zur Hauptvariante der Schottischen Partie) 5. Sc3-d5 ist das Belgrader Gambit.
- Spanisches Vierspringerspiel: 4. Lf1-b5
- Italienisches Vierspringerspiel: 4. Lf1-c4 (4. ... Lf8-c5 siehe Italienische Partie 4.Sc3 Sf6) kann das Scheinopfer Sf6xe4! 5. Sc3xe4 d7-d5 zur Folge haben, das Schwarz das Übergewicht im Zentrum gibt.
- Gunsberg-Variante: 4. a2-a3 wartet die Entwicklung des Läufer f8 ab. Durch 4. ... d7-d5 kann Schwarz die Rolle des Weißen im Schottischen Vierspringerspiel einnehmen.
- Glek-Variante: 4. g2-g3
- Van der Wiel-Variante: 4. Lf1-e2
Das Vierspringerspiel gilt als ruhige, positionelle Eröffnung. Allerdings kann Weiß mit dem riskanten Halloween-Gambit (4. Sf3xe5) durch ein Figurenopfer das Spiel verschärfen.
[Bearbeiten] Literatur
- Paul Keres: Vierspringerspiel bis Spanisch. 2. Aufl. Sportverlag, Berlin 1979.
- Lev Gutman: 4.d4 im Vierspringerspiel. Schach aktuell Lev Gutman Verlag, 1993.