Waldnaab

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Waldnaab
Waldnaab bei der Burg Falkenberg

Waldnaab bei der Burg FalkenbergVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Daten
Gewässerkennzahl DE: 14
Lage Bayern, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Naab → Donau → Schwarzes Meer
Quelle an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Bärnau und Flossenbürg
49° 45′ 48,5″ N, 12° 24′ 25,2″ O49.76347512.407005555556814
Quellhöhe 814 m ü. NN [1]Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Zusammenfluss mit der Haidenaab zur Naab bei Unterwildenau (Gem. Luhe-Wildenau)49.60279722222212.132502777778379Koordinaten: 49° 36′ 10″ N, 12° 7′ 57″ O
49° 36′ 10″ N, 12° 7′ 57″ O49.60279722222212.132502777778379
Mündungshöhe 379 m ü. NN [1]Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 435 m
Länge 80,4 km[2]
Einzugsgebiet 914 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Windischeschenbach[3] MNQ
MQ
MHQ
HHQ (1986)
1,4 m³/s
6,81 m³/s
71,5 m³/s
153 m³/s

Die Waldnaab ist der linke bzw. östliche und mit 80 km der längste Quellfluss der Naab in der Oberpfalz (Bayern, Deutschland).

Zusammen mit der Waldnaab ist die Naab insgesamt 173 km lang.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name

Ihren Namen hat die Waldnaab zur Unterscheidung von den anderen Naabquellflüssen bekommen. Er leitet sich von den früheren großen Waldflächen des Oberpfälzer Waldes ab.[4]

[Bearbeiten] Flusslauf

[Bearbeiten] Tirschenreuther Waldnaab

Wiese an der Waldnaab

Der Fluss entspringt auf 816 m ü. NN an der deutsch-tschechischen Grenze im Oberpfälzer Wald in der Nähe des 901 m hohen Entenbühls bzw. bei dessen kleinerem Bruder, dem Naabberg (853 m ü. NN). Die Quelle, auch Kreuzbrunnen genannt, liegt im Landkreis Tirschenreuth, nahe bei Silberhütte. Aus der Quellfassung fließt das Wasser nur knapp drei Meter auf deutschem Boden, bevor es als Lesní Nába knapp einen Kilometer das westliche Böhmen berührt und schließlich, nach Nordwesten fließend, die deutsche Grenze wieder überquert und Bärnau erreicht.

Durch jahreszeitliche Schwankungen des Grundwasserspiegels und wegen des zunehmenden Zerfalls der Quellfassung kommt es immer wieder vor, dass das Wasser erst einige Meter weiter unterhalb der eigentlichen Quelle, dann allerdings schon auf tschechischer Seite, ans Tageslicht tritt. Während des Kalten Krieges war die Quelle ein stark frequentiertes Ziel für Spaziergänger, auch wegen der Nähe zur damals streng bewachten Grenze. Bei dem regional beliebten Pflücken von Heidelbeeren zwischen den Grenzpfosten wurde man nicht selten von Grenzsoldaten beider Seiten genau beobachtet.

Felsblöcke im Waldnaabtal

Das erste Dorf, das die Waldnaab, nachdem sie den Wald verlassen hat, durchläuft, ist das gleichnamige Naab. In Bärnau knickt die Waldnaab nach Westen ab und durchfließt etwas unterhalb von Bärnau-Thanhausen bzw. nördlich von Plößberg den etwa 88 ha großen Hochwasserspeicher Liebenstein. Anschließend wendet sie sich nordwärts und erreicht Tirschenreuth, wo sie wieder nach Westen abknickt und in zahlreichen Mäandern durch die seenreiche Waldnaabaue fließt.

Vorbei an der Burg Falkenberg in Falkenberg erreicht sie nach Südwesten fließend das felsenreiche Waldnaabtal, in dem sich das Flüsschen auf zwölf Kilometer Länge von seiner schönsten Seite zeigt: Darin haben die Erosionskräfte des Wassers im granitenen Untergrund ein von Wald umsäumtes Tal geschaffen. Danach mündet bei Neuhaus/Windischeschenbach die von Nordwesten kommende Fichtelnaab ein.

[Bearbeiten] Waldnaab ab Windischeschenbach

Vereistes Wasserschöpfrad
Vereiste Waldnaab nahe Neustadt

Von dort gelangt die Waldnaab südwärts, meistens entlang der A 93 und der B 15 fließend, über Neustadt, Altenstadt und Weiden, wo sie aus Westen noch die Schweinnaab aufnimmt, nach Luhe-Wildenau. Dort vereinigt sie sich beim Ortsteil Unterwildenau mit der Haidenaab zur Naab, die bei Regensburg-Mariaort in die Donau fließt.

[Bearbeiten] Waldnaabtal

Das Waldnaabtal ist aufgrund seiner abwechslungsreichen Natur vor allem für Wanderungen beliebt. Die Erosion des Granits hat in diesem Naturschutzgebiet zahlreiche Felsformationen hervorgebracht wie den Kammerwagen, den Tischstein oder das Butterfass. Auch drei Standorte nicht mehr bestehender Burgen, die Felsen von Altneuhaus, Herrenstein und Schwarzenschwall befinden sich in dem Tal.

[Bearbeiten] Die größten Zuflüsse

Linke Zuflüsse Rechte Zuflüsse
Tirschenreuther Waldnaab (ca. 43 km)
  • Steinbach (Bärnau)
  • Heiligenbach (Heimhof)
  • Schwarzenbach (Liebenstein)
  • Gründlbach (Tirschenreuth)
  • Netzbach (Tirschenreuth)
  • Kainzbach (im Hohenwalder Wald)
  • Wiesau (im Schönhaider Wald)
  • Tirschnitzbach (im Schönhaider Wald)
  • Fichtelnaab (Windischeschenbach)
Waldnaab ab Windischeschenbach (ca. 25 km)
  • Schleißbach (Windischeschenbach)
  • Kotzenbach (Hutzlmühle)
  • Schlatteinbach (Lamplmühle)
  • Floß (Neustadt)
  • Almesbach (Weiden)
In Klammern der Ort der Mündung in die Waldnaab.

[Bearbeiten] Literatur

  • Die Naab – mit Waldnaab, Fichtelnaab, Haidenaab. 144 Seiten, Pustet, Regensburg.(ISBN 3-7917-1915-7)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Waldnaab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung
  2. Kartenservices der Bayerischen Landesamtes für Umwelt
  3. Bayerischer Hochwassernachrichtendienst
  4. www.waldnaab.com
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