Walmendingerhornbahn

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Walmendingerhornbahn
Das Schigebiet im Sommer, aufgenommen vom Gipfel des Widderstein

Die Walmendingerhornbahn ist eine Bergbahn in Mittelberg im Kleinwalsertal. Die Talstation befindet sich auf 1200 m ü. NN unweit des Mittelberger Dorfzentrums. Die Bahn endet kurz vor dem Gipfel des Walmendingerhorns auf 1946 m ü. NN.

Die Walmendingerhornbahn gehört der Kleinwalsertaler Bergbahn (KBB), Riezlern, deren Hauptgesellschafter das Allgäuer Überlandwerk und die Raiffeisen Holding Kleinwalsertal sind.

Winter[Bearbeiten]

Gipfelstation im Hintergrund, Vierer-Sessellift im Vordergrund

Die circa zehn Kilometer Pisten (davon circa 4,2 km Talabfahrt) richten sich dabei eher an geübte Wintersportler.

Das im Verhältnis eher kleine Schigebiet gilt für viele als Geheimtipp, was den hohen Anteil der Einheimischen und Allgäuer erklärt. Die geringen Wartezeiten, die eher anspruchsvolleren Pisten sowie die gerade bei Neuschnee reizenden Routen abseits der Piste sprechen für sich.

Liftanlagen[Bearbeiten]

Auf dem Walmendingerhorn gibt es seit 1968 Skilifte. Als erstes wurde der Muttelberg-Schlepplift durch die Firma Doppelmayr errichtet. Dieser galt lange Zeit als einer der steilsten Vorarlbergs. 1999 wurde dieser durch einen fixgeklemmten Vierer-Sessellift, ebenfalls von Doppelmayr, ersetzt. [1] Die Trassenführung wurde dabei größtenteils beibehalten.

1972 wurde die Doppelsessellift-Anlage "Walmendingerhorn" von der Firma Doppelmayr errichtet. [2]

Gastronomie[Bearbeiten]

Direkt in der Bergstation der Walmendingerhornbahn befindet sich ein Restaurant; es sind jedoch auch Gasthäuser mit Produkten der hauseigenen Alpwirtschaft vertreten.

Technik[Bearbeiten]

Die Walmendingerhornbahn von Mittelberg auf den Gipfel des Walmendingerhorns wurde zwischen 1964 bis 1966 als Zweiseil-Pendelbahn nach System Bleichert-Zuegg durch die Firma PHB erbaut, wobei zwei Wagen à 40+1 Personen auf je einem Tragseil als Fahrbahn mit Hilfe eines Zugseils auf und ab bewegt werden. Der Elektrische Antrieb (BBC) befindet sich in der Bergstation, während in der Talstation die Gewichts-Spannvorrichtungen für die Betriebsseile untergebracht sind. Bemerkenswert und abweichend gegenüber bisher üblichen Ausführungen erscheint die Führung des Gegenseiles von der Strecke zum Zugseil-Spanngewicht. Dadurch wird eine außerordentlich günstige Ausnutzung des Spannschacht-Querschnittes durch die Anordnung der Spanngewichte für die Tragseile und für das Zugseil nebeneinander erreicht.

Technische Angaben[Bearbeiten]

Höhe der Talstation (Seilauflage): 1207,4 m

Höhenunterschied zwischen Tal- und Bergstation (Seilauflagen): 740,5 m

Horizontale Bahnlänge: 1801 m

Schräge Bahnlänge = Fahrlänge: 1955 m

Mittlere Bahnneigung: 41,1 %

Größte Bahnneigung (talseits Stütze 2): 61,8 %

Regelfahrgeschwindigkeit: 7 m/s

maximale Fahrgeschwindigkeit zwischen Stütze 1 und 2: 10 m/s

Fahrzeit bei Regelfahrgeschwindigkeit: 5,25 min

Fahrzeit bei max. Fahrgeschwindigkeit: 4,30 min

Fassungsvermögen der beiden Wagen: je 40+1Pers.

Förderleistung in einer Richtung bei: Regelfahrgeschwindigkeit: 400 Pers/h

max. Fahrgeschwindigkeit: 480 Pers/h

Tragseildurchmesser: 49 mm

Rechn. Bruchlast: 275 t

Zugseildurchmesser: 29 mm

Rechn. Bruchlast: 56,5 t

Gegenseildurchmesser: 24 mm

Rechn. Bruchlast: 41,7 t


Schaltanlagen der Stromversorgung, el. Seilbahnantrieb: Brown, Boveri & Cie. (BBC)

Dieselmotor: Daimler-Benz AG

Seile: Felten & Guilleaume

Seilbahntechn. Anlage: Pohlig-Heckel-Bleichert

Wagenkasten: Josef Swoboda

Höhe Stütze 2 (Seilauflage): 16 m

Höhe Stütze 1 (Seilauflage): 50 m


Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.seilbahntechnik.net/lifte/2675/daten.php
  2. http://www.seilbahntechnik.net/lifte/4476/daten.php