Walther vom Graben

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Walther vom Graben, sowie Walther ab dem Graben, Herr von Graben und Alt-Grabenhofen (* 13. Jahrhundert, Schloss Alt-Grabenhofen; † vor 1331 ebenda), war ein Steiermärkischer Edelmann. Er entstammte dem edelfreien Geschlecht der Herren von Graben aus deren Krainer Stammlinie der Herren vom Graben am Graben auf Schloss Graben.

Biografisches[Bearbeiten]

Stammwappen der Von Graben in Krain (Konradinischen Linie der Herren vom Graben am Graben), Scheiblersches Wappenbuch

Walthers Eltern sind bis dato namentlich ungenannte Edelleute gewesen. Sein älterer Bruder war Konrad I. vom (ab dem) Graben. Verheiratet war er mit einer Gertraud, mit ihr hatte er drei Söhne, mit der Dominikanischen Klosterdame Anna vom Graben (genannt 1331) eine Tochter.
Konrad II. vom (ab dem) Graben, welcher als Stammherr des Grafen- und Fürstengeschlechts der Orsini-Rosenberg aufgetreten sein könnte, [1] war einer seiner Neffen. Konrads Schwager war Ritter Dytmar von Zebing.

Walther ist in verschiedenen Urkunden zu finden. Seine erste Erwähnung datiert aus dem Jahre 1278 als er in der Stiftungsurkunde an den Grazer Franziskanerorden als erster Zeuge siegelte (dominus Waltherus miles de Grabenae). In einer Urkunde des Jahres 1283 wird Walther als dominus Waltherus de Graben eindeutig als Bruder des Konrad I. vom Graben bezeugt. Ebenfalls urkundlich vermerkt erscheint er in Belegen des Stiftes Rein. Hier trat Walther als Stifter von Messen, darunter seiner eigenen Gedächtnismesse, auf. 1318 wurde Walther durch den Seckauer Bischof mit dem Dorf Pachern bei Graz belehnt. Im Jahre 1331, nach Walthers Tod, trat seine Tochter Anna in das Grazer Frauenkloster der Dominikanerinnen ein. Walthers Witwe siegelte die dazugehörige Urkunde mit dem Grabenschen Stammwappen, dem Schrägbalken, welches bei der Konradinischen Linie der Herren vom Graben am Graben in Krain in Verwendung stand.

Literatur[Bearbeiten]

  • Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben. In: Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 47/48, 90.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Orsini und Rosenberg. In: Collegium Res Nobilis Austriae. (Anmeldung erforderlich)