Wei Man

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Chinesische Bezeichnung
Traditionell: 衛滿
Vereinfacht: 卫满
Pinyin: Wèimǎn
Wade-Giles: Wei-man
Koreanische Bezeichnung
koreanisches Alphabet: 위만
chinesische Zeichen: 衛滿
Revidierte Romanisierung: Wiman
McCune-Reischauer: Wiman

Wei Man, koreanisch auch Wiman, war ein chinesischer General, der im 2. Jahrhundert v. Chr. König des koreanischen Königreichs Go-Joseon war. Zeitgenössische chinesische Quellen nennen ihn nur Man, der Name Wei wurde später hinzugefügt.

Geschichte[Bearbeiten]

Wei Man war ein General des Yan-Staates, der zu der Zeit vom Prinzen Lu Wan (盧綰) regiert wurde. Lu Wan musste 195 v. Chr. flüchten, da ihn der Han-Kaiser Gao der Rebellion bezichtigte und verfolgte. Wei Man überquerte daraufhin zusammen mit 1.000 Anhängern den Fluss Pae (浿水) nach Go-Joseon.[1] Es gelang ihm, seine Gefolgschaft um chinesische Flüchtlinge aus Yan (燕) und Qi (齊) sowie Einheimische aus Jinbeon und Joseon (朝鮮) zu vergrößern, mit denen er schließlich König Jun vom Thron stürzte. Er verlegte die Hauptstadt nach Wanggeom (in der Nähe des heutigen Pjöngjang gelegen). 108 v. Chr. wurde Go-Joseon unter der Regentschaft seines Enkels Youqu von Kaiser Wu besiegt. Der Zeitraum zwischen 194 und 108 v. Chr. wird in der koreanischen Geschichtsschreibung auch Wiman Joseon genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Marion Eggert, Jörg Plassen: Kleine Geschichte Koreas. Verlag C.H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-528414, S. 16-17.