Whitland Abbey

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Zisterzienserabtei Whitland
Whitland Abbey
Whitland Abbey
Lage Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
WalesWales Wales
Koordinaten: 51° 50′ N, 4° 36′ W51.830555555556-4.6Koordinaten: 51° 49′ 50″ N, 4° 36′ 0″ W
Ordnungsnummer
nach Janauschek
150
Patrozinium Hl. Maria
Gründungsjahr 1140
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1539
Mutterkloster Kloster Clairvaux
Primarabtei Kloster Clairvaux

Tochterklöster

Cwmhir Abbey (1143/1176)
Strata Florida Abbey (1164)
Strata Marcella Abbey (1170)
Comber Abbey (1200)
Tracton Abbey (1225)

Whitland Abbey (Albalanda; Hendy-gwyn) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei bei Whitland in Carmarthenshire in Wales.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster wurde 1140 als Tochterkloster der Primarabtei Clairvaux von dem normannischen Bischof Bernard von St Davids in Little Trefgarn, rund 10 km nördlich von Haverfordwest, gegründet und um 1151 nach auf ein von John von Torrington gestiftetes Gelände in Whitland verlegt. Es war das erste Zisterzienserkloster in Wales, Mutterkloster von neun weiteren Häusern, deren erste drei schon nach kurzer Zeit und sehr schnell hintereinander entstanden, und ursprünglich eine normannische Gründung. Die Abtei geriet jedoch bald unter die Kontrolle des Prinzen von Deheubarth, Lord Rhys, dessen Sohn als Mönch in Whitland starb, und nahm einen ausgesprochen walisischen Charakter an. In den Kriegen mit England nahm das Kloster großen Schaden. Im 15. Jahrhundert soll das Kloster, das 17 Grangien besaß, 100 Mönche gezählt haben. Der Auflösung bereits im Jahr 1536 entging das Kloster durch Zahlung eines beträchtlichen Geldbetrags. 1539 erfolgte gleichwohl die Auflösung des Klosters. Ausgrabungen fanden 1836, um 1920 und seit 1990 statt. Nicht weit entfernt ist 1991 in Pembrokeshire die Trappistinnenniederlassung Holy Cross Abbey in Whitland entstanden.

Bauten und Anlage[Bearbeiten]

Von dem Kloster sind nur geringe Reste erhalten. Die kreuzförmige, rechteckig geschlossene Kirche lag im Norden der Anlage, die Klausur südlich davon. Der westliche Laientrakt war durch eine Klostergasse vom Kreuzgang getrennt, eine bei Tochterklöstern von Clairvaux nicht seltene Erscheinung. Jedoch ist der Grundriss der Anlage verhältnismäßig gut zu erkennen. Erhalten ist die Klosterchronik Cronica Wallia.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anthony New: A guide to the Abbeys of England and Wales. Constable & Company, London 1985, ISBN 0-09-463520-X, S. 449–450.

Weblinks[Bearbeiten]