Wiener Fürstentag

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Der Wiener Fürstentag zwischen den Königen Sigismund I. von Polen und Litauen, Władysław II. von Böhmen und Ungarn und Kaiser Maximilian von Habsburg im Jahr 1515 (Gemälde von Jan Matejko, 1879)

Der Wiener Fürstentag war ein politisch richtungsweisendes Treffen europäischer Herrscher im Jahre 1515.

Wichtige Teilnehmer waren Maximilian I. (Kaiser des Heiligen römischen Reiches) aus der Dynastie der Habsburger, sowie die Brüder Wladislaw II. (König von Böhmen und Ungarn) und Sigismund I. (König von Polen-Litauen) aus der Dynastie der Jagiellonen.

Die politische Situation Europas war von folgenden Ereignissen geprägt:

Durch Verhandlungen sollte eine einheitliche Politik der osteuropäischen Mächte gegen die Bedrohung durch das Osmanische Reich erreicht werden. Die Verhandlungen wurden am 22. Juli 1515 abgeschlossen, und die Friedensvereinbarungen wurden durch Heiratsverträge besiegelt.

Folgen für Ungarn[Bearbeiten]

Wichtige Vereinbarungen Ungarn betreffend waren

Ungarn wurde 1526 vom Osmanischen Reich erobert, wobei Ludwig II. sein Leben verlor. In Österreich konnte Ferdinand, der Anna geheiratet hatte, der Belagerung standhalten; nach dem Tod Ludwigs II. war er formal auch Herrscher über das osmanisch eroberte Ungarn, wo von den Osmanen jedoch Ludwigs Onkel Johann Zápolya zum König ausgerufen wurde. Insofern wurde durch diese Hochzeiten der Grundstein der „Donaumonarchie“ gelegt, die sich später als Österreich-Ungarn zur europäischen Großmacht entwickelte.

Weblinks[Bearbeiten]