Wikitravel
Wikitravel ist ein Internet-Projekt mit dem Ziel, einen freien Reiseführer zu erstellen. Wikitravel ist als Wiki konzipiert und verwendet die Software MediaWiki. Das Projekt ist zwar durch die Wikipedia inspiriert, aber kein Schwesterprojekt und wird auch nicht von der Wikimedia Foundation betrieben. Um die Inhalte des Wikitravel-Projektes frei zu halten, wird die Copyleft-Lizenz „Creative Commons Attribution-ShareAlike“ eingesetzt.
[Bearbeiten] Geschichte
Wikitravel startete im Juli 2003 in englischer Sprache. Es wurde von Evan Prodromou und Michele Ann Jenkins gegründet. Eine deutschsprachige Version folgte am 7. Oktober 2004. Im April 2007 existierten fünfzehn Sprachvarianten, nämlich (nach Größe absteigend sortiert) Englisch, Italienisch, Deutsch, Japanisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Schwedisch, Niederländisch, Katalanisch, Rumänisch, Esperanto, Ungarisch, Polnisch, Finnisch und Hindi. Es kamen auch eine russische und eine chinesische Version hinzu. Im Juli 2011 umfasste das deutsche Wikitravel über 5.170 Artikel.[1]
Am 20. April 2006 wurde der Verkauf der Domain wikitravel.org an das Unternehmen Internet Brands bekannt gegeben.[2] Da dieses angekündigt hat, auf Wikitravel Werbung zu schalten, und wegen wachsender Unzufriedenheit über den Führungsstil des Projekts, haben sich die meisten deutschsprachigen Administratoren und einige Autoren dazu entschlossen, unter dem Namen Wikivoyage eine Abspaltung zu erstellen. Man übernahm den gesamten Bestand des deutschsprachigen Wikitravel und seit Dezember 2006 läuft Wikivoyage eigenständig. Im Juli 2011 umfasste das deutsche Wikivoyage über 11.150 Artikel.[3]
Am 1. Mai 2007 gewann Wikitravel den Webby Award in der Kategorie „Reisen“.[4] 2007 wurde Wikitravel Extra gestartet. Hier können Benutzer Blogs schreiben und über ihre persönlichen Reiseerfahrungen diskutieren. Seit dem 1. April 2008 finanziert sich Wikitravel über Google-Werbung.
[Bearbeiten] Weblinks
- Wikitravel auf Deutsch
- Wikitravel: Behaltet Euer Wissen für Euch!. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. April 2007