Wilhelm Josef Chaminade

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G.J. Chaminade (1761–1850)

Guillaume-Joseph Chaminade (* 8. April 1761 in Périgueux; † 22. Januar 1850 in Bordeaux) ist der Gründer der Gesellschaft Mariä (Marianisten). Sein Gedenktag wird an jedem 22. Januar begangen.

Leben[Bearbeiten]

Wilhelm Josef Chaminade wurde 1761 in Périgueux (in Südfrankreich) geboren, 1785 zum Priester geweiht und setzte den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der Jugendseelsorge, indem er armen Jugendlichen eine Schulbildung ermöglichte.

Während der französischen Revolution war er gezwungen, aufgrund seiner Tätigkeit aus Bordeaux nach Saragossa in Spanien zu flüchten. 1800 kehrte er nach Bordeaux zurück. Er sammelte junge Menschen um sich, die sich zu einer Gemeinschaft von Laien im Namen der Gottesmutter Maria (Kongregation) zusammenschlossen. Aus dieser Kongregation erwuchsen die Marianistischen Laiengemeinden (1800), die Ordensgemeinschaften der Marianistenschwestern (1816) und die "Marianisten" (1817).

Wilhelm Josef Chaminade wurde am 3. September 2000 in Rom durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Eine Nachfahrin ist die französische Komponistin und Pianistin Cécile Chaminade.

Sein Grabmal befindet sich auf dem Cimetière de la Chartreuse in Bordeaux.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Josef Chaminade. Ein hervorragender Apostel Mariens. Gründer der Marianisten und der Marientöchter., Freistadt, Im Selbstverlag der Marianisten, 1931
  • Ladislaus; Nagy: Wilhelm Josef Chaminade. 1761 - 1850. Ein Vorläufer der "katholischen Aktion". (= Kleine Lebensbilder Nr. 57 ), Kanisiuswerk Freiburg - Mainz - München, 1932