Yūryaku

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Yūryaku (jap. 雄略天皇; * um 418; † 7. August 479) war der 21. Tennō von Japan (456–479). Er herrschte vermutlich im späten 5. Jahrhundert. Historiker identifizieren ihn mit dem japanischen König Bu () in chinesischen Dokumenten.

Nach den Geschichtsbüchern Kojiki und Nihonshoki war sein Eigenname Ōhatsuse-no-wakatake (Nihon Shoki: 大泊瀬幼武尊, Kojiki: 大長谷若建命), und eine Eisenklinge, Kinsakumei Tekken genannt, mit der Inschrift Wakatakeru Ōkimi (獲加多支鹵大王, dt. „Großkönig Wakatakeru“) wurde 1968 im Inariyama-Kofun in der Präfektur Saitama entdeckt. Historiker halten es für einen Beweis für seine historische Bedeutung und seine Herrschaft über die Kantō-Region.

Nach Nihonshoki war er ein Sohn Kaiser Ingyōs und Bruder Ankōs von derselben Mutter. Er war der Vater des Kaisers Seinei, der sein Kronprinz war. Er herrschte in Hase, heute Präfektur Nara.

Sein Charakter war streng und stark. Nach diesen Dokumenten ermordete er seine eigenen Verwandten selber, seine zwei Brüder und einen Cousin, dessen beide Söhne nachher Kaiser Kenzō und Kaiser Ninken wurden. Es gab vermutlich einen Streit über den Thron, nachdem Ankō ermordet wurde.

Nach Nihonshoki und einem koreanischen Geschichtsbuch führte er Kriege in Korea.

Vorgänger Amt Nachfolger
Ankō Kaiser von Japan
456–479
Seinei