Yoav Freund

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Yoav Freund (* im 20. Jahrhundert) ist ein israelisch-US-amerikanischer Informatiker.

Freund nahm am israelischen Talpiot Programm teil[1] und studierte Informatik an der University of California, Santa Cruz, wo er 1993 bei Manfred Warmuth (und David Haussler) promoviert wurde (Data filtering and distribution modeling algorithms for machine learning)[2]. Er ist Professor an der University of California, San Diego.

Mit Robert Schapire führte er 1995 einen Meta-Algorithmus vom Boosting-Typ in das Maschinenlernen ein, der adaptiv andere Lernalgorithmen benutzt, diese bewertet und das Gesamtergebnis optimiert (AdaBoost, Adaptive Boost).[3]

Er befasst sich mit Anwendungen des Maschinenlernens und der Statistik zum Beispiel in der Bioinformatik, Bild- und Signalverarbeitung. Komplexe Bildverarbeitungsaufgaben, an denen er arbeitet, ergeben sich in der Biologie zum Beispiel in der Untersuchung der Genaktivitäten in den Zellen von Fliegenembryos mit Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Er untersucht auch Anwendungen des Maschinenlernens in der Biologie bei der Verknüpfung umfangreicher experimenteller und Datenbank Informationen mit unterschiedlichen Zuverlässigkeitsgrades.

2003 erhielt er mit Robert Schapire den Gödel-Preis und 2004 erhielten beide den Paris-Kanellakis-Preis.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Begabtenförderung, die universitäre Ausbildung während des obligatorischen Wehrdienstes in Israel ermöglicht
  2. Mathematics Genealogy Project
  3. Freund, Schapire A Decision-Theoretic Generalization of on-Line Learning and an Application to Boosting, Proc. 2. European Conf. Comput. Learning Theory, 1995, S. 23-37, Einführung in AdaBoost von Raul Rojas, pdf, Freund, Schapire Short introduction to boosting, J. Japanese Soc. AI, September 1999, pdf