Zeitungsbote

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Denkmal für Zeitungsboten in Ålesund

Ein Zeitungsbote ist ein Mitarbeiter (zumeist auf freiberuflicher Basis) einer Tageszeitung, der die aktuelle Ausgabe der Zeitung zum Kunden austrägt. Im Gegensatz zur Auslieferung mit der Post wird eine Zeitung vom Zeitungsboten weitaus früher am Tag, zumeist in den frühen Morgenstunden, ausgeliefert. [1] Die Bezahlung richtet sich nach der Menge der auszuliefernden Zeitungen und steigt teilweise mit der Anzahl der Werbe-Beilagen.

Mit der Einführung des deutschen Mindestlohngesetzes wird auch für Zeitungsboten ein Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde festgeschrieben. Jedoch kann als Übergangsregelung (im Gegensatz zu anderen Brachen) im Jahr 2015 noch 25 Prozent und 2016 noch 15 Prozent unter dem Mindestlohn liegen. Der Geschäftsführer der TAZ, Karl-Heinz Ruch, kritisiert diese Regelung „Ich glaube, die Boten werden vielleicht nie einen Mindestlohn kriegen, weil es dann diesen Beruf nicht mehr gibt.“ Ein Mindestlohn in ländlichen Regionen führe zu Stellenabbau oder Scheinselbstständigkeit. Weiterhin könnten gedruckte Zeitungen durch E-Paper ersetzt werden.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Newsboys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Zeitungsbote bei klirrender Kälte“, derwesten.de vom 11. Januar 2010
  2. Die im Dunkeln bezahlt man schlecht; in: TAZ vom 3. Juli 2014, online