Zeitversetztes Fernsehen

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Zeitversetztes Fernsehen (auch Time-Shift [ˈtaɪmˌʃɪft], Time-Shifting [-ˌʃɪftɪŋ], Time-Slip [ˈtaɪmˌslɪp] oder Chase Play [ˈtʃeɪsˌpleɪ] genannt) ist eine Funktion in digitalen Videorekordern, PCs mit TV-Karte und digitalen Receivern mit Festplatte, bei der eine Sendung gleichzeitig aufgenommen und wiedergegeben werden kann. Dadurch kann noch während der Aufnahme einer Sendung damit begonnen werden, sie anzusehen.

Wenn man während des Ansehens einer Fernsehsendung zum Beispiel durch einen Telefonanruf gestört wird, kann man einfach die Taste „Time Shift“ bzw. „Pause“ auf der Fernbedienung drücken, wodurch der Film „stoppt“, jedoch im Hintergrund weiter aufgezeichnet wird. Nach Beendigung des Telefonats kann man die Sendung am selben Punkt weitersehen, an dem man gestoppt hat.

Auch Werbeblöcke können mit dieser Funktion übersprungen werden, indem man sie mit der Vorspulen-Taste überspringt. HD+ unterbindet mittels der CI+-Technologie das Vorspulen und kann zudem den maximalen Versatz begrenzen.

Für zeitversetztes Fernsehen doppelt gerüstet: Videorekorder mit DVD-RAM und Festplattenlaufwerk

Zeitversetztes Fernsehen ist u. a. mit folgenden Konfigurationen möglich:

Bei IPTV kann Timeshift auch auf Basis von netzbasierten Komponenten angeboten werden. Neben der Set-Top-Box ist dann keine kundenindividuelle Hardware notwendig.

Timeshift-Sender[Bearbeiten]

In einigen Ländern ist es bei größeren Fernsehsendern üblich, sie zusätzlich zeitversetzt auszustrahlen. Als Vorteile sind zu nennen, dass sich Zuschauer spontan entscheiden können und auch einen anderen Sender schauen können, während die Sendung auf dem Hauptsender bereits läuft. Nachteile sind, dass der Versatz vom Sender vorgegeben wird (in Großbritannien immer 1 Stunde, in Russland 2 sowie oft 3 oder 4 und manchmal sogar 7 Stunden) und die Bildqualität teilweise schlechter ist (niedrigere Auflösung bzw. kein HD).