„Waterboarding“ – Versionsunterschied

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==Weblinks==
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* [http://www.davidcorn.com/archives/2006/09/this_is_what_wa.php David Corn - This Is What Waterboarding Looks Like]
* [http://www.davidcorn.com/archives/2006/09/this_is_what_wa.php David Corn - This Is What Waterboarding Looks Like]
* http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,522618,00.html


[[Kategorie:Folter]]
[[Kategorie:Folter]]

Version vom 11. Dezember 2007, 16:10 Uhr

Waterboarding oder Wasserkur bzw. engl. Water Cure ist eine Foltermethode, die bis heute nach vielfältigen Berichten in verschiedenen Staaten angewendet wird. Beim Opfer wird dabei durch Ausnutzen von Würgreflexen physiologisch zwingend der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem die Atmung durch ein ständig befeuchtetes Tuch stark erschwert wird. Durch das Fixieren des Folteropfers in einer Position, in der sich der Kopf tiefer befindet als der restliche Körper, soll das Eindringen von Wasser in die Lungen und ein darauf folgendes tatsächliches Ertrinken verhindert werden.

Laut Berichten bricht der Widerstand der weitaus meisten Opfer in weniger als einer Minute.

Waterboarding gehört zu den Verhör-Methoden, die keine körperlichen Spuren hinterlassen (Weiße Folter) – Nachträgliche Beweise für Folter im Fall von Waterboarding sind daher schwer zu erbringen.

Einsatz von Waterboarding durch die USA

Im Laufe des Jahres 2005 berichteten internationale Medien mehrfach, dass Waterboarding eine routinemäßige Methode der CIA und anderer US-Regierungsbehörden bei der Vernehmung von Terrorverdächtigen und auch Teil des SERE-Trainings der US-Armeen ist, bei dem Soldaten auf Gefangenschaft und Folter vorbereitet werden.

Im Oktober 2006 fachte der amerikanische Vizepräsident Dick Cheney die öffentliche Diskussion um das Waterboarding neu an, indem er auf die Frage eines Radioreporters, ob er die Infragestellung des Waterboarding nicht für ziemlich dumm halte „angesichts der Gefahr, der wir gegenüberstehen“ antwortete: „Ja, ich stimme zu.“ Seit dem 15. September 2007 ist Waterboarding in der CIA offiziell verboten. CIA-Chef Michael Hayden hat dies auf Empfehlung seines Stellvertreters Steve Kappes beschlossen. Auch die US-Regierung hat diese Folter-Methode von der Liste der genehmigten Folterpraktiken, die nach dem 11. September 2001 aufgestellt wurde, gestrichen. [1] Jedoch ist Anfang Oktober 2007 ein geheimes Papier des US-Justizministeriums bezüglich der CIA-Verhörmethoden aufgetaucht, in welchem das Waterboarding als gesetzeskonform gewertet wird.[2]

Einzelnachweise

  1. http://afp.google.com/article/ALeqM5jqZzSWo2T8fFdwn1z9yHsK9xGOrQ
  2. New York Times

Weblinks