„Andrea Maria Schenkel“ – Versionsunterschied

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Im Jahr 2007 produziert der Norddeutsche Rundfunk ([[NDR]]) ein 70 minütiges [[Hörspiel]] des Romans ''Tannöd'' (Hörspielbearbeitung und Regie: [[Norbert Schaeffer]]). Mit ''Kalteis'' lässt Schenkel ihrem Debüt einen weiteren Kriminalroman folgen, in dem es um einen Frauenmörder geht. Auch dieser Roman basiert auf einem historischen Fall.
Im Jahr 2007 produziert der Norddeutsche Rundfunk ([[NDR]]) ein 70 minütiges [[Hörspiel]] des Romans ''Tannöd'' (Hörspielbearbeitung und Regie: [[Norbert Schaeffer]]). Mit ''Kalteis'' lässt Schenkel ihrem Debüt einen weiteren Kriminalroman folgen, in dem es um einen Frauenmörder geht. Auch dieser Roman basiert auf einem historischen Fall.


Ihr Romandebüt ''Tannöd'' verkaufte sich bislang mehr als 550.000 Mal (Stand:Januar 2008). <ref> DER SPIEGEL 5/2008. S. 133. Interview mit Andrea Maria Schenkel </ref>
Ihr Romandebüt ''Tannöd'' verkaufte sich bislang mehr als 550.000 Mal (Stand:Januar 2008). <ref> DER SPIEGEL 5/2008. S. 133. Interview mit Andrea Maria Schenkel </ref>


== Plagiatsvorwürfe ==
== Plagiatsvorwürfe ==
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Der Journalist [[Peter Leuschner]] wirft Andrea Maria Schenkel vor, ihr Roman Tannöd sei ein Plagiat seiner Bücher "Hinterkaifeck. Deutschlands geheimnisvollster Mordfall" (1978) und "Der Mordfall Hinterkaifeck" (1997). Die Autorin habe, so Leuschner, Passagen teilweise annähernd wortgleich abgeschrieben. Dagegen wird argumentiert, Leuschner habe ein dokumentarisches Sachbuch verfasst, Schenkel aber ein literarisches Werk geschaffen. Die historischen Fakten des spektakulären Falls seien urheberrechtlich nicht geschützt und in vielen offenen Quellen nachzulesen. Da Leuschner die Dokumentation aber durchaus dramatisiert und rein fiktive Passagen zugefügt hat, also von einer reinen Dokumentation zugunsten eines Infotainment abgewichen ist, könnte sich dieser Fall durchaus in einer juristischen Grauzone bewegen.
Der Journalist [[Peter Leuschner]] wirft Andrea Maria Schenkel vor, ihr Roman Tannöd sei ein Plagiat seiner Bücher "Hinterkaifeck. Deutschlands geheimnisvollster Mordfall" (1978) und "Der Mordfall Hinterkaifeck" (1997). Die Autorin habe, so Leuschner, Passagen teilweise annähernd wortgleich abgeschrieben. Dagegen wird argumentiert, Leuschner habe ein dokumentarisches Sachbuch verfasst, Schenkel aber ein literarisches Werk geschaffen. Die historischen Fakten des spektakulären Falls seien urheberrechtlich nicht geschützt und in vielen offenen Quellen nachzulesen. Da Leuschner die Dokumentation aber durchaus dramatisiert und rein fiktive Passagen zugefügt hat, also von einer reinen Dokumentation zugunsten eines Infotainment abgewichen ist, könnte sich dieser Fall durchaus in einer juristischen Grauzone bewegen.


Trotz dieser Vorwürfe wurden die Plagiatsvorwürfe mit dem Urteil des Münchner Landgerichts I vom 20. Februar 2008 widerlegt. Somit wurde die Forderung Leuschners nach Schadensersatzszahlung, der Vernichtung aller bestehenden "Tannöd"-Bücher und die nicht weitere Verbreitung des Krimis abgelehnt.
Trotz dieser Vorwürfe wurden die Plagiatsvorwürfe mit dem Urteil des Münchner Landgerichts I vom 20. Februar 2008 widerlegt. Somit wurde die Forderung Leuschners nach Schadensersatzszahlung, der Vernichtung aller bestehenden "Tannöd"-Bücher und die nicht weitere Verbreitung des Krimis abgelehnt. <ref> [http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,536649,00.html Richter sieht keine Verletzung des Urheberrechts] Artikel auf Spiegel Online </ref>


== Bibliographie ==
== Bibliographie ==
* Andrea Maria Schenkel: ''Tannöd''. Edition Nautilus, Hamburg 2006, ISBN 978-389401-479-7.
* Andrea Maria Schenkel: ''Tannöd''. Edition Nautilus, Hamburg 2006, ISBN 978-389401-479-7
* Andrea Maria Schenkel: ''Kalteis''. [[Edition Nautilus]], Hamburg 2007, ISBN 978-389401-549-7.
* Andrea Maria Schenkel: ''Kalteis''. Edition Nautilus, Hamburg 2007, ISBN 978-389401-549-7


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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* [http://www.edition-nautilus.de/buecher/schenkel/unt_kalteis.html Website der Edition Nautilus zum Roman ''Kalteis'']
* [http://www.edition-nautilus.de/buecher/schenkel/unt_kalteis.html Website der Edition Nautilus zum Roman ''Kalteis'']
* [http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/ich_habe_die_erstbeste_gelegenheit_ergriffen_1.572692.html Autorenportrait in der ''Neuen Zürcher Zeitung'' (22.10.2007)]
* [http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/ich_habe_die_erstbeste_gelegenheit_ergriffen_1.572692.html Autorenportrait in der ''Neuen Zürcher Zeitung'' (22.10.2007)]
* [http://www.steinleitner.org/prominterview.php?id=56&ts= Jörg Steinleitner: Interview mit Andrea M. Schenkel in ''Krimi – Das Magazin für Wort & Totschlag'' (2007)]
* [http://www.steinleitner.org/prominterview.php?id=56&ts= Interview mit Andrea Maria Schenkel von Jörg Steinleitner] In Auszügen auch abgedruckt in ''Krimi – Das Magazin für Wort & Totschlag'' (2007)
*http://www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20071028/20071028_7.html
* [http://www.br-online.de/kultur/archiv/kriminalromane-DID1197985641806/krimi-bayern-literatur-ID1197986492835.xml Autorenporträt des Bayerischen Rundfunks]
* [http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/krimi-andrea-maria-schenkel-portraet-ID1205318028079.xml Andrea Maria Schenkel: Vom Nobody zur Bestsellerautorin] 2-Minuten-Video des Bayerischen Fernsehens über Andrea Maria Schenkel
* [http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/:Interview-Andrea-Maria-Schenkel--Bestseller/594967.html Interview mit Andrea Maria Schenkel von Almut F. Kaspar]
* [http://www.berlinerliteraturkritik.de/index.cfm?id=14986 Andrea Maria Schenkels Roman ''Kalteis''] Rezension in ''Die Berliner Literaturkritik'' 13.8.2007


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 28. März 2008, 10:48 Uhr

Andrea Maria Schenkel (* 21. März 1962 in Regensburg) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Werke

Andrea Maria Schenkel veröffentlichte im Jahr 2006 ihr Romandebüt Tannöd, der auf einem ungeklärten Mordfall im bayerischen Hinterkaifeck basiert. Für diesen Roman erhielt sie 2007 den Deutschen Krimi Preis und den Friedrich Glauser-Preis. Für das Hörbuch zum Roman erhielt sie 2007 zusammen mit Monica Bleibtreu den CORINE-Weltbild-Leserpreis. Für ihren zweiten Roman Kalteis wurde sie 2008 ebenfalls mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.

Im Jahr 2007 produziert der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ein 70 minütiges Hörspiel des Romans Tannöd (Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer). Mit Kalteis lässt Schenkel ihrem Debüt einen weiteren Kriminalroman folgen, in dem es um einen Frauenmörder geht. Auch dieser Roman basiert auf einem historischen Fall.

Ihr Romandebüt Tannöd verkaufte sich bislang mehr als 550.000 Mal (Stand:Januar 2008). [1]

Plagiatsvorwürfe

Der Journalist Peter Leuschner wirft Andrea Maria Schenkel vor, ihr Roman Tannöd sei ein Plagiat seiner Bücher "Hinterkaifeck. Deutschlands geheimnisvollster Mordfall" (1978) und "Der Mordfall Hinterkaifeck" (1997). Die Autorin habe, so Leuschner, Passagen teilweise annähernd wortgleich abgeschrieben. Dagegen wird argumentiert, Leuschner habe ein dokumentarisches Sachbuch verfasst, Schenkel aber ein literarisches Werk geschaffen. Die historischen Fakten des spektakulären Falls seien urheberrechtlich nicht geschützt und in vielen offenen Quellen nachzulesen. Da Leuschner die Dokumentation aber durchaus dramatisiert und rein fiktive Passagen zugefügt hat, also von einer reinen Dokumentation zugunsten eines Infotainment abgewichen ist, könnte sich dieser Fall durchaus in einer juristischen Grauzone bewegen.

Trotz dieser Vorwürfe wurden die Plagiatsvorwürfe mit dem Urteil des Münchner Landgerichts I vom 20. Februar 2008 widerlegt. Somit wurde die Forderung Leuschners nach Schadensersatzszahlung, der Vernichtung aller bestehenden "Tannöd"-Bücher und die nicht weitere Verbreitung des Krimis abgelehnt. [2]

Bibliographie

Einzelnachweise

  1. DER SPIEGEL 5/2008. S. 133. Interview mit Andrea Maria Schenkel
  2. Richter sieht keine Verletzung des Urheberrechts Artikel auf Spiegel Online