Österreichischer Behindertenrat

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Der Österreichische Behindertenrat ehemals bis 11. Mai 2017[1] die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) mit dem Sitz in Wien ist die Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs.

Struktur und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitsgemeinschaft umfasst derzeit (2017) 80 Mitgliedsvereine sowie Partner und vertritt damit circa 400.000 Menschen mit Behinderung.

Zu den Hauptaufgaben der ÖAR zählt die Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Kommissionen, das Vorantreiben und Initiieren politischer Schwerpunktsetzungen auf nationaler und EU-Ebene sowie international, die Organisation und Durchführung von Kongressen und Veranstaltungen sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Mitgestaltung in der Behindertenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1975: Erste Aktivitäten zur Entstehung der ÖNORM B 1600 mit dem Österreichischen Normungsinstitut.[2]
  • 1981: Europäisches Jahr der behinderten Menschen. Grundlagenerhebung sozialer Einrichtungen in Österreich.
  • 1982: Errichtung der ersten Bau- und Wohnberatungsstelle in einer österreichischen Stadt (Graz) auf Initiative der ÖAR.
  • 1985: In Kooperation mit Technikern der TU Wien wird ein blindenspezifisches Informationsmedium entwickelt. BLINFO liefert aktuelle Meldungen in Großdruck und auf Tonband.
  • 1986: Mit dem ÖAR-Mitglied Österreichischer Zivil-Invalidenverband wurden Vorarbeiten für die Einführung des Pflegegeldes erbracht.[3]
  • 1987: gelingt die Durchsetzung zahlreicher Tarifbegünstigungen wie z. B. ÖBB, Inlandsflüge und Mautstraßen.
  • 1992: In Zusammenarbeit mit engagierten Beamten des Sozialministeriums entsteht das „Bundesbehindertenkonzept“.
  • 1993: Auf Initiative der ÖAR und unter ihrer Mitarbeit entsteht eine Richtlinie zur Schaffung von österreichweiten Gehsteigabsenkungen (RVS Richtlinie).
  • 1997: Auf Initiative und Mitarbeit der ÖAR wurde der Gleichbehandlungsgrundsatz mit dem Artikel 7 in die Verfassung eingefügt.[4] Auf Initiative der ÖAR wurde die Plattform „Nein zur Bio-Medizin-Konvention“ mit über 100 angeschlossenen Gruppen ins Leben gerufen.
  • 2000: Mit der Umstrukturierung des ORF wird erstmals mit ÖAR-Vizepräsident Michael Svoboda ein Vertreter behinderter Menschen in den ORF-Publikumsrat entsandt.
  • 2003: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen.[5] Ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes bewirkt die Aufhebung der Ambulanzgebühr.
  • 2004: Die Unfallrentenbesteuerung wird wieder abgeschafft.

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Neider 1976–1982
  • Heinrich Schmid 1982–1991
  • Klaus Voget 1991–2017
  • Herbert Pilcher 2017

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation stellt sich neu auf
  2. ÖNORM B1600 (Memento des Originals vom 17. August 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/info.tuwien.ac.at
  3. Bundespflegegeld
  4. Artikel 7 Rechtsinformationssystem des Österreichischen Bundeskanzleramtes
  5. Behindertenbericht 2008@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmask.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 1,9 MB) Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Wien 2009