Übelroda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Übelroda
Koordinaten: 50° 47′ 2″ N, 10° 16′ 11″ O
Höhe: 301 m ü. NN
Einwohner: 165
Eingemeindung: 1938
Eingemeindet nach: Immelborn
Postleitzahl: 36456
Vorwahl: 03695
Teilansicht vom Kirschberg
Teilansicht vom Kirschberg

Übelroda ist ein landwirtschaftlich geprägter Ortsteil der Gemeinde Barchfeld-Immelborn im Wartburgkreis in Thüringen. Der Ortsteil liegt in Südhanglage am Kirschberg, etwa fünf Kilometer Luftlinie östlich von Bad Salzungen auf einer Höhe von 300 Metern über Meeresspiegelhöhe.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft um Übelroda wird von der Werratalaue und den Vorbergen der Rhön geprägt. Als höchster Punkt (525,7 m ü. NN) der Gemeinde gilt die Hunnkuppe, eine sagenumwobene Anhöhe an der Frauenbreitunger Gemarkungsgrenze. Erwähnenswert sind ferner der Beiersberg (327,8 m ü. NN) und der Kirschberg (321 m ü. NN).[1] An die Ortslage von Übelroda grenzt im Süden und Osten ein weiträumiges Sperrgebiet, es wurde nach 1970 angeordnet und gehört heute zum Standortübungsplatz der Werratal-Kaserne Bad Salzungen und umfasst einen Großteil der zuvor land- und forstwirtschaftlich genutzten Teil der Übelrodaer Flur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfgemeinschaftshaus

Die 1355 in der Schreibweise Ubolderode – Rodungssiedlung eines Ubold – erwähnte Siedlung war ein zum Kloster Fulda gehörendes Lehen. Die Ersterwähnung nennt einen Ritter Heinz Schrimpf, Burgmann auf der nahen Burg Frankenberg bei Helmers, der zwei Hufen Land im Ort Ubolderode dem Grafen Johann I. von Henneberg-Schleusingen zu Lehen auftrug. Als Teil des Hennebergischen Erbes gelangte Übelroda mit dem Amt Salzungen 1583 an die Wettiner und gehörte ab 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Im Jahr 1740 gelangte es teilweise in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld. Die Gerichtsherren des Ortes waren die in der benachbarten Ortschaft Wildprechtroda sitzende Familie Buttlar-Wildprechtoda. Übelroda gehörte dementsprechend zur Pfarrei Wildprechtroda.

Anfang des 19. Jahrhunderts bestand Übelroda aus 21 Häusern und hatte 103 Einwohner, davon waren 14 Bauern und 4 Tagelöhner sowie 2 Leinweber.[2] Ab 1813 gehörte Übelroda zum Staatsgebiet des Herzogtums Sachsen-Meiningen.[3] In seiner Landeskunde des Herzogtums Sachsen-Meiningen erwähnt Brückner neben statistischen Angaben zum Ort auch die enge Bindung an den Nachbarort Immelborn.[4] Am östlichen Ortsrand befindet sich eine bereits in der DDR-Zeit errichtete Stallanlage für die Rinderhaltung. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde im Ortsteil Übelroda ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet, der Dorfplatz mit Bushaltestelle und der Friedhof am Ortseingang umgestaltet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Hölzer: Immelborner Historie. Heimatgeschichte aus Immelborn und Umgebung. (1302–1945). Sperber Druck, Bad Salzungen 1996.
  • Verwaltungsgemeinschaft Barchfeld/Immelborn (Hrsg.): Immelborn an der Werra. Sperber Druck und Werbung, Bad Salzungen 2011, S. 17.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringer Landesvermessungsamt TK25 – Blatt 5227 Bad Salzungen S, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86140-400-2
  2. Ernst Julius Walch: Historische, statistische, geographische und topographische Beschreibung der Königlich- und Herzoglich-Sächsischen Häuser und Lande überhaupt und des Sachsen-Coburg-Meiningischen Hauses und dessen Lande insonderheit. Schneider und Weigel, Nürnberg 1811, S. 239–240.
  3. Ludwig Hertel: Herzogthum Sachsen-Meiningen. Kreis Meiningen. Amtsgerichtsbezirk Salzungen. In: Georg Voss (Hrsg.): Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens. Heft XXXV, Fischer, Jena 1909, Uebelroda, S. 114.
  4. Georg Brückner: Landeskunde des Herzogtums Meiningen, Zweiter Teil, Meiningen 1853, Uebelroda, S. 29

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Übelroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien