Abdeckstein

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Abdeckstein auf einer Sandsteinmauer
Abdecksteine (auch Rollschicht) auf einer Trockenmauer als Mauerkrone

Ein Abdeckstein (engl. coping stone, capstone; frz. pierre de couverture; it. copertina di petra), auch Mauerabdeckung genannt, dient dem oberen Abschluss einer freistehenden Mauer. Ein Abdeckstein wird mit einer Verdachung ausgeführt, die das Tau- und Regenwasser seitlich ableitet. Unterhalb des Mauerüberstands wird eine sogenannte Wassernase eingeschlagen oder eingesägt. Die Wassernase soll dazu dienen, dass das Regenwasser vor der Mauer abtropft und diese nicht durchnässt. Ein Abdeckstein selbst schützt die Mauer gegen ein Eindringen von Niederschlägen in die Stoßfugen und starke Durchnässung. Ähnliche Funktionen erfüllen Dachsteine und Betonplatten auf Mauern.

Auf Trockenmauern können Bruchsteine aufgeschichtet werden und bilden eine sogenannte Mauerkrone. Als oberer Abschluss der Mauer sollen sie Übersteigen erschweren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Köpf: Bildwörterbuch der Architektur. 3. Auflage. Kröner Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-520-19403-1, S. 1.