Acarapiose

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Tracheal mite - Acarapis woodi.jpg

Acarapiose ist eine durch Milben verursachte Erkrankung der erwachsenen Bienen.

Die parasitierende Tracheenmilbe (Acarapis woodi) lebt in dem vorderten Tracheenpaar (Atemöffnung) der erwachsen Biene (Innenmilbe) und behindert die Atemtätigkeit der Biene, sie wird schwach und flugunfähig.[1] Sie ist ca. 0,1 mm groß und hat starke und lange Schleppborsten an den Hinterbeinen, alle Beine sind mit kräftigen Krallen ausgestattet, die Mundwerkzeuge sind stechend und saugend.[2]

Acarapis woodi hat ein großes Verbreitungsgebiet und kommt in fast allen Ländern Europas (Ausnahme: nördliche Staaten wie Dänemark, Skandinavien) und der Welt vor. Bisher wurde sie noch nicht in Australien nachgewiesen. In den vergangenen Jahren kam es zu einem seuchenhaften Auftreten in Nordamerika.

In Österreich gehört die Acarapidose zu den [[anzeigepflicht]]igen [[Tierseuche]]n, in der Schweiz zu den Tierseuchen der Gruppe 4.

Die deutsche Bienenseuchen-Verordnung sieht im § 14 eine Behandlungspflicht aller Bienenvölker am betroffenen Stand durch den Imker vor. Das zuständige Veterinäramt kann in einem von ihm bestimmten Gebiet die Behandlung aller Bienenvölker anordnen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bienenkrankheiten. Abgerufen am 29. Januar 2017.
  2. Bienenkrankheiten. Abgerufen am 29. Januar 2017.