Achterbahn (Verlag)

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Der Achterbahn Verlag wurde im Sommer 1991 von Comic-Zeichner Rötger Feldmann und Jens Nieswand als GmbH gegründet.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Achterbahn Verlag veröffentlichte u. a. folgende Comics:

Das wohl bekannteste Produkt des Achterbahn Verlags war die Comicreihe Werner von Rötger Feldmann, die dort ab Band 7 veröffentlicht wurde. Nach der Insolvenz der Achterbahn AG wurde diese Serie jedoch vom Egmont Ehapa Verlag übernommen. Inzwischen wurde sie dort ebenfalls eingestellt.

Börsengang und Insolvenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 1995 wurde der Achterbahn Verlag in die Aktiengesellschaft Achterbahn AG Buch-, Musik- und Filmverlag umgewandelt und im Oktober 1997 im damaligen Segment des Neuen Marktes an die Börse gebracht. Der Aktienpreis bei Ausgabe lag bei 75 D-Mark, die Emission war 65-fach überzeichnet.

1999 betrug der Umsatz der Achterbahn AG umgerechnet 14,5 Millionen Euro. Das Börsenkurs-Allzeithoch lag im August 1999 bei 84 D-Mark pro Aktie, was bei 400.000 Aktien[1] einem Unternehmenswert von 33,6 Millionen DM entsprach.

Das Unternehmen stellte im Herbst 2002 beim zuständigen Amtsgericht in Kiel einen Insolvenzantrag[2] und ging 2003 in Insolvenz. Einige Einzelunternehmen der AG, wie Nieswand Druck und der Achterbahn Verlag, wurden als GmbH weiter geführt.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2003 bis 2005 war Christian Dreller in Kooperation mit dem Lappan Verlag Verlagsleiter des Achterbahn Verlags. 2005 wandelte Lappan den Verlag in das Segment Achterbahn im Lappan Verlag GmbH mit Sitz in Oldenburg um. Die Betreuung und Vermarktung der Bildrechte blieben unter der Führung von „Mulli“ in Kiel.

Ende Januar 2011 wurde die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgemeldete Achterbahn AG während der Produktion eines Werner-Zeichentrickfilms kurzfristig Gegenstand von Börsenspekulationen, wobei vermutlich fälschlicherweise angenommen wurde, dass sie an der Herstellung des Films beteiligt sei (dieser wurde jedoch ausschließlich von Constantin Film produziert). Der noch gelistete Aktienkurs der Achterbahn AG vervielfachte sich innerhalb weniger Tage.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emission der Achterbahn AG soll rund 20 Millionen Mark einbringen: W-Aktie geht an Berliner Börse. In: Berliner Zeitung, 23. September 1997. Abgerufen am 10. August 2012. 
  2. Achterbahn AG ist Pleite, finanznachrichten.de vom 2. Oktober 2002
  3. Daniel Pflug: Achterbahn AG fährt Achterbahn (Memento vom 5. Februar 2011 im Internet Archive) , boerse.ard.de, 2. Februar 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]