DWDL.de

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DWDL.de
DWDL-Logo (Seit 13. Februar 2011)
Typ Branchendienst für die
deutsche Medienwirtschaft
Eigentümer Thomas Lückerath (80 Prozent) und

Michael Spreng (20 Prozent)[1]

Chefredakteur Thomas Lückerath
Status Aktiv
Gestartet 20. November 2001
Slogan Mehr erreichen
Kommerziell Ja
Adresse dwdl.de
Das ehemalige DWDL-Logo, welches bis zum 13. Februar 2011 Verwendung fand

DWDL.de ist ein Internetmagazin, das sich mit der deutschen Medienwirtschaft befasst und sich als „TV-Branchendienst“[2] versteht. Chefredakteur und Geschäftsführer ist Thomas Lückerath. Sitz des Unternehmens ist Köln. Die genaue Bedeutung der Bezeichnung DWDL ist nicht bekannt.

Inhalte[Bearbeiten]

Inhaltlich fokussiert sich DWDL.de auf die TV-Branche, deckt aber teilweise auch Print-, Online- und Radiothemen ab. Neben aktuellen Nachrichten umfasst das Angebot Interviews, Hintergrundberichte, Vor-Ort-Berichterstattungen von Branchenevents sowie Zeitschriften- und TV-Kritiken. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Analysen der Einschaltquoten. Seit 2008 verleiht DWDL.de jährlich den Negativpreis „Goldener Günter“ an Personen, Marken und Unternehmen, deren Leistungen im abgelaufenen Jahr in Anlehnung an ein Wort Günter Struves „ziemlich ui-jui-jui“ waren. Außerdem betreibt DWDL.de eine umfangreiche Jobbörse für die deutsche Fernsehbranche. Seit September 2012 wird mit "Studio D" ein wöchentliches WebTV-Magazin mit Gästen aus der Medienbranche produziert.

Der Goldene Günter[Bearbeiten]

2013 wählte die Jury bestehend aus Thomas Lückerath, Uwe Mantel, Torsten Zarges, Alexander Krei und Hans Hoff die folgenden Kategorien und Preisträger.[3]

  • Kampagne des Jahres: Die mediale Hysterie zur Einführung des Rundfunkbeitrages
  • Abbruch des Jahres: Sat.1 für den Abbruch der Nachrichten am Abend der Papst-Wahl
  • Unkenntnis des Jahres: Berliner Senat für das Verhindern von „Babyboom“
  • Film des Jahres: RTL-Film "Helden - Wenn dein Land dich braucht"
  • Hype des Jahres: Die völlig unverhältnismäßige Berichterstattung über "Wetten, dass..?"
  • Antritt des Jahres: Wolfgang Büchner für sein Fingerspitzengefühl beim "Spiegel"
  • Panne des Jahres: Das ärgerliche, vorzeitige Ende einer Box-Nacht im Ersten
  • Verlag des Jahres: Die Funke-Mediengruppe
  • Fremdschäm-Programme des Jahres: „Wild Girls“ und „Reality Queens auf Safari“
  • Interview-Gäste des Jahres: Katja Riemann und Katrin Sass
  • Offenbarung des Jahres: BDZV und seine Haltung zum Mindestlohn
  • ARD-Problem des Jahres: Die ARD-Brennpunkte

Ehemalige Inhalte[Bearbeiten]

Von 2007 bis 2009 betrieb DWDL.de zudem die Seite guggr.de, auf der über aktuelle TV-Neustarts diskutiert wurde. Zeitweise wurde das redaktionelle Angebot zudem durch den Clap-Club abgerundet, einer Online-Ausgabe des „People-Magazins“ Clap. Seit Ende 2009 gab es ein Web-TV-Format, in dem Daniel Aßmann sich auf der Straße umhört wie zum Beispiel einzelne Fernsehsendungen bei den Menschen ankommen. Seit Frühjahr 2010 war Julia Goldstern ebenfalls mit einem Web-TV-Format zu sehen. Produziert wird dies von der Weber&Behn Medienproduktion. Beide Web-TV-Formate wurden nach zwei Staffeln beendet.

Anmeldepflichtige Services[Bearbeiten]

Derzeit bietet DWDL.de nur die Newsletter als anmeldepflichtige Services an. Die Newsletter werden werktäglich zweimal verschickt. Außerdem gibt es einen Newsletter am Sonntagnachmittag, der die Meldungen vom Wochenende zusammenfasst.

Reichweite[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben lag die Reichweite im Januar 2012 bei 1,12 Mio. Einzelbesuchern und 2,52 Millionen Seitenabrufen. Im Januar 2013 konnten die Zahlen auf 1,4 Mio. bzw. 3,1 Mio. (+23-25 %) gesteigert werden.[4] Die Seite ist allerdings nicht IVW-geprüft.

Geschichte[Bearbeiten]

DWDL.de wurde im Jahr 2001 gegründet und zunächst als studentisches Projekt betrieben.[5] Im Herbst 2006 wurde die DWDL.de GmbH gegründet und der Redaktionssitz nach Köln verlegt. Chefredakteur ist seit Beginn Thomas Lückerath, der seit 2006 zusätzlich als Geschäftsführer der DWDL.de GmbH fungiert. Gesellschafter der DWDL.de GmbH waren zunächst Thomas Lückerath (20 Prozent) und die Mistral Media AG (80 Prozent), seit Dezember 2007 ist zusätzlich Michael Spreng mit 20 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, deswegen wurden aus den 80 Prozent Anteilen von der Mistral Media AG 60 Prozent.[6] Am 2. März 2011 wurde bekannt, dass Thomas Lückerath die Anteile der Mistral Media AG, rückwirkend zum 1. Januar 2011, übernommen hat und nun 80 Prozent der Anteile an der DWDL.de GmbH hält.[1]

Kritik[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 wurde Kritik von Christoph Maria Herbst laut, der in einem Interview mit dem Konkurrenzmagazin Quotenmeter.de die Methoden von DWDL kritisierte: „Ich bin da vollkommen falsch zitiert worden von diesem etwas nassforschen Medienmagazin, dessen vier Buchstaben mir in der richtigen Reihenfolge nicht einfallen wollen. Wissen Sie: Ich habe diesem Herren ein ellenlanges Interview gegeben. Dass der sich dann aber nicht zu schade ist und wahllos Sätze herauszieht, um diese in einen völlig falschen Kontext zu stellen, hat mich an Verfahren erinnert, die man nur von ganz schäbiger Boulevardpresse kennt.“[7] Diese Aussage beruhte auf einem Artikel in der BILD-Zeitung, die Zitate aus dem Interview mit Herbst von DWDL.de falsch wiedergegeben hatte. Im Oktober 2011 gab Herbst DWDL.de erneut ein Interview.[8]

Belegangaben[Bearbeiten]

  1. a b Lückerath übernimmt Mehrheit an DWDL.de GmbH. DWDL.de, 2. März 2011, abgerufen am 2. März 2011.
  2. Über das Medienmagazin DWDL.de, Eigenangabe auf DWDL.de, abgerufen am 21. Dezember 2012
  3. Thomas Lückerath: Alle Gewinner des Goldenen Günter im Überblick. DWDL.de, 15. Dezember 2013, abgerufen am 29. Dezember 2013.
  4. DWDL.de: Mediadaten. Abgerufen am 7. Mai 2012.
  5. DWDL.de: Blogeintrag zum Beginn des Projekts. 9. Februar 2009, abgerufen am 29. Mai 2011.
  6. Thomas Lückerath: Michael Spreng steigt bei der DWDL.de GmbH ein. DWDL.de, 11. Dezember 2007, abgerufen am 19. Februar 2011.
  7. Manuel Weis: Sonntagsfragen an Christoph Maria Herbst. Quotenmeter.de, 12. April 2007, abgerufen am 1. August 2011.
  8. Thomas Lückerath: Herbst: "Da ist noch genügend Arsch für alle dabei". DWDL.de, 16. Oktober 2011, abgerufen am 1. März 2012.

Weblinks[Bearbeiten]