Actio de peculio

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Die actio de peculio war eine sog. adjektizische Klage des Römischen Rechts. Sie kam zum Tragen, wenn der Geschäftsherr für Schulden seines Gewaltunterworfenen einzustehen hatte. Sobald der Gewalthaber seinem ihm Untergebenen ein Sondergut (peculium) zu dessen eigener Verwendung überlassen hatte, konnten Verbindlichkeiten entstehen, für die der Gewalthaber einzustehen hatte.

Die actio de peculio folgt dem Grundsatz, dass diejenigen, die unter der Gewalt eines anderen stehen, mithin Hauskinder oder Sklaven, nur eingeschränkt zu Leistungen herangezogen werden konnten, die sich aus von ihnen eingegangenen Verpflichtungen ergaben. Sollte der Gewaltunterworfene von seinem Gewalthaber mit einer wirtschaftlichen Betätigung beauftragt worden sein, kam das Ergebnis ihm selbst zugute, was der Kehrseite nach den formulierten Haftungsanspruch auslöste. In diesen Fällen sollten beteiligte Dritte sich bis zur Höhe des Wertes des peculium über die actio de peculio unmittelbar am Geschäftsherrn schadlos halten können. Der Geschäftsherr haftete insoweit mit seinem gesamten Vermögen.

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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]