Adolf-Clarenbach-Haus

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Koordinaten: 50° 43′ 28″ N, 7° 6′ 2″ O

Evangelisch-Theologisches Studienhaus Adolf Clarenbach e.V.
Typ Evangelisch-Theologisches Konvikt
Anschrift Goebenstraße 32-36
53113 Bonn
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Landeskirche Evangelische Kirche im Rheinland
Universität Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Gründungsjahr 1897
Bewohner (ges.) 36
Ephorus Michael Meyer-Blanck
Studieninspektor David Fellenberg
Webadresse www.goebenstift.de

Das Adolf-Clarenbach-Haus oder auch Goebenstift (nach der Goebenstraße) ist ein evangelisch-theologisches Konvikt in der Bonner Südstadt und beherbergt 36 Studierende in zwei benachbarten Häusern. Das Konvikt wird von einem kirchlichen Verein getragen und teilweise von den Studierenden selbst verwaltet. Es ist nach Adolf Clarenbach benannt, einem der ersten evangelischen Märtyrer am Niederrhein.

Haus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stift ist in ein Haupthaus und ein Nebenhaus unterteilt, welche von Theologiestudierenden und Studierenden anderer Fachrichtungen bewohnt werden. Es besitzt eine stiftsinterne Fachbibliothek zu den fünf theologischen Disziplinen und den alten Sprachen. Im Refektorium, das früher als gemeinsamer Speisesaal genutzt wurde, werden heute die Hauskonvente und -gottesdienste abgehalten. Zudem wird es für Lerngruppen und Hausfeste genutzt. Des Weiteren verfügt das Haus über einen eigenen Andachtsraum, in dem zweimal wöchentlich Andachten von den Studierenden abgehalten werden. Der Andachtraum wird während der gesamten Woche als Ort der Stille und des Innehaltens genutzt.

Seit vielen Jahren ist das Haus eng mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät verbunden, momentan wird diese Verbindung durch den Ephorus Michael Meyer-Blank gewährleistet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Haupthaus wurde 1897 durch die Rheinisch-westfälische Vereinigung der Freunde des kirchlichen Bekenntnisses als Gegenbewegung zur Liberalen Theologie gegründet. 1899 konnte das Haupthaus von den ersten 15 Studenten und dem Studieninspektor mit seiner Familie bezogen werden. Auf Grund der schlechten finanziellen Situation und der immer weniger werdenden Theologiestudierenden im Zuge des Kirchenkampfes wurde das Studienhaus 1936 geschlossen und von der Bekennenden Kirche übernommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Haus den alliierten Truppen als Unterkunft. Ab 1948 konnte erst das Nebenhaus und ab 1951/52 auch das Haupthaus wieder als Studienhaus genutzt werden. 1957 wurde das Studienhaus schließlich vom Trägerverein nach Adolf Clarenbach umbenannt. Bekannte Persönlichkeiten, die im Haus lebten und wirkten, waren unter anderen Helmut Gollwitzer, Walter Kreck, Gerhard Sauter, Reinhard Thöle und Hanns-Stephan Haas.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Heinz zur Mühlen u. André Ritter (Hg.), 100 Jahre Evangelisch-theologisches Studienhaus Adolf Clarenbach 1897-1997, in: Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte, Bd. 125, ISBN 3-7927-1679-8, Köln 1997.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]