Adriano Fontana

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Adriano Fontana (* 19. August 1946 in Zürich) ist ein Schweizer Arzt und Immunologe. Er war Klinikdirektor der Klinik für Immunologie am Universitätsspital Zürich und Professor an der Medizinischen Fakultät und an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fontana studierte Medizin an der Universität Zürich und erhielt nach Ausbildung am Universitätsspital Zürich 1979 den Facharzttitel für Innere Medizin. Er promovierte 1973 an der Universität Zürich und war als Postdoktorand 1979 an der Harvard Medical School in Boston und im Institut für Molekularbiologie II der Universität Zürich. Er wurde Assistenzprofessor (1987), Extraordinarius (1993) und ordentlicher Professor für Innere Medizin, speziell Klinische Immunologie an der Universität Zürich (2004) und Direktor der Klinik für Immunologie im Universitätsspital Zürich (2004). Ärztliche Tätigkeit an der Mayo Clinic in Rochester (USA), im Peter Bent Brigham Hospital, Harvard Medical School in Boston und im Klinikum Grosshadern der Universität München. Von 2010 bis 2017 arbeitete er als von der Gemeinnützigen Hertie Stiftung ernannter Seniorforschungsprofessor für Neurowissenschaften im Institut für Experimentelle Immunologie an der Universität Zürich.[1][2]

Er forschte im Gebiete der Neuroimmunologie und entdeckte als erster Transforming growth factor beta2 (TGFbeta2) als immunsuppressives Prinzip gebildet von Glioblastomen, die Bedeutung der über den xCT Antiporter und Glutamat gehenden, von aktivierten Mikrogliazellen im Gehirn vermittelten Neurotoxizität und die Hemmung von Clock Genen durch Zytokine. Die Arbeiten finden sich in mehr als 200 internationalen Zeitschriften (inkl. Science, Nature, Nature Immunology, Nature Medicine, Cell und J. Exp. Med., Lancet, J. Clin. Invest und EMBO) publiziert.[3]

Adriano Fontana ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adrian Ritter: Die Lust auf Forschung bleibt. In: UZH News. Universität Zürich, 7. Oktober 2009, abgerufen am 7. August 2019.
  2. Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften. Gemeinnützige Hertie-Stiftung, abgerufen am 7. August 2019.
  3. https://scholar.google.com/citations?user=tEPoJzoAAAAJ&hl=en
  4. Cloëtta-Preis. Stiftung Prof. Dr. Max Cloëtta, abgerufen am 7. August 2019.
  5. https://scholar.google.com/citations?user=tEPoJzoAAAAJ&hl=en