Affektion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Affektion (von lat. affectio Antun, Eindruck) bezeichnet in der Philosophie eine Einwirkung, insbesondere auf das Empfinden.

Augustinus führt bei seiner Diskussion der peripatetischen und stoischen Affektenlehre affectio, affectus, perturbatio und passio – nach ihm der passendste Ausdruck – als Synonyme für das griechische πάθος (páthos) an (De civitate dei IX,4; zitiert z. B. bei Thomas von Aquin, Summa theologiae Ia-IIa, 22, 2). René Descartes verwendete den Begriff, um die Einwirkung der Gegenstände auf die Sinne zu kennzeichnen (Les Passions de l'âme (1649) („Die Leidenschaften der Seele“) II, I). Bei Immanuel Kant wird ähnlich eine Gegebenheitsweise von Gegenständen für das Gemüt angesprochen. (z. B. Immanuel Kant: AA IV, 33[1], oder Immanuel Kant: AA VII, 268[2])

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Immanuel Kant, Gesammelte Schriften. Hrsg.: Bd. 1-22 Preussische Akademie der Wissenschaften, Bd. 23 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, ab Bd. 24 Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Berlin 1900ff., AA IV, 33 / Kritik der reinen Vernunft.
  2. Immanuel Kant, Gesammelte Schriften. Hrsg.: Bd. 1-22 Preussische Akademie der Wissenschaften, Bd. 23 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, ab Bd. 24 Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Berlin 1900ff., AA VII, 268 / Anthropologie in pragmatischer Hinsicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]