al-Mahwit

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المحويت / al-Maḥwīt
al-Mahwit
al-Mahwit (Jemen)
al-Mahwit
al-Mahwit
Koordinaten 15° 28′ N, 43° 33′ OKoordinaten: 15° 28′ N, 43° 33′ O
Basisdaten
Staat Jemen

Gouvernement

al-Mahwit
Höhe 2120 m
Einwohner 13.008 (Zensus 2004[1])
al-Mahwit
al-Mahwit

Al-Mahwit (auch Machwiet, (arabisch المحويت, DMG al-Maḥwīt)) ist eine Kleinstadt im zentralen Westen des Jemen. Die Stadt liegt im gleichnamigen Gouvernement ungefähr 50 km westlich von Shibam Kaukabān und doppelt so weit entfernt von der Landeshauptstadt Sanaa, im sogenannten Westlichen Gebirgshang. In Richtung Osten zum Roten Meer führt eine Piste durch die Gebirgstihama, die die Bergwelt des Jabal Hufāsh und des Jabal Milḥān nördlich umfährt.[2]

Die Altstadt von al-Mahwit liegt auf einem Burgberg. Die Bebauung ist geprägt von hellem Naturstein. Die alten Häuser sind aus Steinquadern aufgeschichtet. Man sieht oft hellblau gestrichene Holztüren mit traditionell großen Holzschlössern. Die Fensterfronten sind mittels Rauten und Zickzackbändern fein gestaltet. Daneben lassen sich pittoreske Bemalungen der Fensterläden und Regenbretter ausmachen, mit zum Teil zusätzlich verzierenden Schnitzarbeiten.

Um die Stadt herum werden neben Kaffee und Tabak[3], Hirse, Qat, Mais und Gemüse angebaut. Die Stadt ist seit Jahren Schwerpunktgebiet für Entwicklungshilfeorganisationen. Die Fruchtbarkeit dieser Gegend brachte dem Jemen den Beinamen Arabia felix ein, was wörtlich mit glückliches Arabien, sinnvoll hier aber mit fruchtbares Arabien übersetzt wird.

Al–Mahwit umgeben etliche Wadis, wie das Wadi Sama’a, Wadi Eyan, Wadi Juma’t Saria, Wadi Hawar, Wadi Bour, Wadi Al-Hawdh, Wadi Thabab, Wadi Laa’a, Wadi Al-Ahjer und das Wadi Naa’wan. Ebenso zahlreich verteilen sich kleine Dörfer in der Umgebung, die auf und in Felsen gebaut wurden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zensus 16. Dezember 2004
  2. siehe Karte; In: Kopp (Lit.)
  3. Al-Mahwit

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Becker, Volker Höhfeld, Horst Kopp: Kaffee aus Arabien. der Bedeutungswandel eines Weltwirtschaftsgutes und seine siedlungsgeographische Konsequenz an der Trockengrenze der Ökumene, Wiesbaden (= Erdkundliches Wissen 46), 1979
  • Horst Kopp (Herausgeber): Länderkunde Jemen, Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesbaden, 2005, ISBN 3-89500-500-2
  • Gerd Simper, Petra Brixel: Jemen. Reise-Know-How, Bielefeld 2002, ISBN 3-921497-09-4
  • Dietmar Schorlemer, Die Al Maḥwīt Provinz/Jemen: das natürliche Entwicklungspotential einer randtropischen Gebirgsregion : eine ökologische Landklassifizierung auf der Grundlage einer physiographischen Bodenkartierung, Selbstverlag des Geographischen Instituts der Justus Liebig-Universität Gießen, 1990 – 156 Seiten

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Meyer, Arbeitsemigration, Binnenwanderung und Wirtschaftsentwicklung in der Arabischen Republik Jemen: eine wirtschafts- und bevölkerungsgeographische Studie unter besonderer Berücksichtigung des städtischen Bausektors, L. Reichert, 1986 – 318 Seiten, ISBN 978-3-88226-292-6